Band: Jimi Jamison
Titel: Crossroad Moments
Label: Frontiers Records
VÖ: 2008
Genre: Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Wer kennt sie nicht die Titelmelodie der Serie Baywatch. Wer auf Pamela Andersons Möpse stand der kam um die Serie nicht rum. Nein dies soll nicht ein Hinweis sein, das Madame Fatale wieder die Glocken richten hat lassen bzw. der Hasselkopf mit einem neuen Skandalvideo auf Youtube aufgetaucht ist. Nein die Titelmelodie stammt von niemandem geringeren als von Jimi Jamison, der seine Erfolge in den 80ern mit Survivor gefeiert hat. Hits wie „Eye of the Tiger“ und „Burning Hearts“ stammen aus seiner Feder. Nun ist der Herr wieder zurück mit seinem neuesten Machwerk „Crossroads Moments“ welches via Frontiers Records erschienen ist. Zusammen mit Ed Breckenfeld (drums), Klem Hayes (bass) und Jimi Peterik (guit) wurde das Machwerk eingespielt und alte Survivor Fans sollten hier genauer aufpassen, denn dies ist genau der Stoff der für sie zu recht geschnitzt ist.

Eine recht flotte Eröffnung ist mit „Battersea“ gelungen. Sanfte, melodische Klänge in einem temporeichen Soundgewand blasen hier aus den Boxen. Tolle Melodielinien mit gefühlvollem Gesang und einer starken Brise an Synthyklängen stehen hier im Vordergrund. Ein geneigtes Bangen ist allemal angebracht und kann mir auch vorstellen das diese Nummer zu etlichen Soundtracks von Serien bzw. Filmen passen würde. Persönlich erinnert mich der Track ein wenig an die Rocky Soundtracks die eben von Survivor in den 80ern geschrieben wurden. Um ecken ruhiger, dafür aber um eine Spur erdiger klingt nun „Can’t Look Away“. Der erdige Anteil ist den Gitarren zu zurechnen, die das Stück recht kompakt erscheinen lassen. Sanfte Melodien stehen auch hier im Vordergrund und die rinnen einem die Kehle runter wie ein guter Jahrgangswein. Von den Synthyklängen hat man sich hier verabschiedet, dafür sind einige sehr gute klassische Klavierbeiträge auszumachen, die das Ganze farbenbunter machen. „Make Me A Believer“ startet zwar ebenfalls sehr beschaulich, dieser Song steigert sich aber dann bis man in sehr flotten Gefilden angekommen ist. Man frönt alten Traditionen und viele werden mit Sicherheit schreien „Altbacken“. Nun ja man hält an altbewährtem fest, dass steht der Formation oder dem Songwriter eindeutig besser und man bekommt gewohnt gutes Melodicrock Material dadurch geliefert, das ältere Jahrgänge und Verehrer von Saga, Asia und Co laut aufschreien lässt. Vor allem die feinen Riffs die uns hier der Seitenhexer serviert sind eine Wonne und durch die flotte Ausrichtung hat man eine gute Nummer zum Abshaken zusammengezimmert. Der gleichnamige Titeltrack „Crossroads Moment“ kommt nun dem Vorgänger sehr ähnelnd daher, hier wird aber das Tempo etwas zurück geschraubt, dafür greift man eher wieder auf das Erfolgsrezept „liebliche Melodien“. Gute Nummer zum Genießen, doch man sollte sich nicht beirren lassen, eine Ballade hat man hier nicht für den Zuhörer parat. Dieser Midtemporocker, mit einigen famosen Gitarren- und Synthybeiträgen ist einfach genial in Szene gesetzt und macht viel Laune. Die Notbremse wurde nun bei „Bittersweet“ gezogen. Dieses verträumte Stück ist eher in der balladesken Ecke angesiedelt und liefert Kost für Träumereien. Der Track „Behind The Music“ ist mir bereits bekannt und hat mich schon ins Fettnäpfchen treten lassen. Habe ich doch glatt diesen Herrn und den Track der Band Foreigner zugeordnet. Was wohl unseren Manfred sehr amüsiert hat. Anyway, die Nummer ist eine gute Mischung aus sanften und flotteren Melodien. Der Start ist noch sehr verhalten, dafür nimmt man von Sekunde zu Sekunde volle Fahrt auf. Auch hier könnte ich mir sehr wohl vorstellen, dass dieser Track zu einigen Soundtracks aus Film und Fernsehen passen würde. Eine liebevolle Ballade mit flotteren Ausreißern ist nun mit „Lost“ gelungen. Sehr komplex klingt dieser Track durch viele Arrangements und Chorgesänge. Verträumte Soundstrukturen stehen einmal mehr als Garant für eine tolle Ballade. Sehr flott und zackig dröhnt nun „Love The World Away“ aus den Boxen. Feines schnelleres Rockstück, das man hier an die achte Stelle gepackt hat. Auch hier wurden tolle Refrainchöre eingebaut die das Ganze um Ecken melodischer wirken lassen. Nach dieser flotten Ausfahrt kehrt man nun zu Beginn von „She’s Noting To Me“ in ruhigere Gefilde zurück. Nach einem ruhigen und orchestralen Anfang wird aber nach etwa einer Minute wieder ordentlich das Gaspedal gedrückt und man kredenzt uns dadurch einen sehr flotten Rockopus. Viele Tempowechsel machen den Song sehr abwechslungsreich. Endgültig im ruhigen Fährwasser ist nun „As Is“ angesiedelt. Eine feine, verträumte Ballade mit vielen Sound und Musikinstrumentenarrangements hat man hier für den Zuhörer parat. Genug gerastet, denn mit „’Til The Morning Comes“ kommt nun wieder eine etwas temporeichere Nummer zum Zuge. Man driftet zwar immer wieder in die ruhige Ecke, hier verharrt man aber nur kurzzeitig, bevor man wieder auf der Midtemposchiene angelangt ist. „That’s Why I Sing“ ist ebenfalls eine Midtemporocknummer, doch die Wechsel in die ruhigen Ecken findet hier nicht Verwendung. Hier bleibt man durchwegs auf Midtempopfaden. Sehr bombastisch und in einem sehr fetten, amtlichen Soundgewand erschallt nun „Friends We Never Met“. Startet die Nummer noch sehr beschaulich, begibt man sich bereits nach einigen Sekunden wieder auf schnellere Wege auf. Den orchestralen Sound behält man bei und durch dieses Arrangement wird eine tolle Abwechslung geboten. „When Rock Was King“ klingt wie ein alter Song des Rockysoundtracks, aber eine neuere Version davon. Super Abrundung für ein weiteres Lebenszeichen von Jimi Jamison und Co.

Fazit: Superbes Scheibchen. Liebhaber alter Rockmusik sollten hier einen genaueren Blick drauf werfen. Für Freunde von Survivior können hier bedenkenlos zugreifen und werden binnen Sekunden ihre helle Freude haben.

Tracklist:

01. Battersea
02. Can’t Look Away
03. Make Me A Believer
04. Crossroads Moment
05. Bittersweet
06. Behind The Music
07. Lost
08. Love The World Away
09. She’s Nothing To Me
10. As Is
11. ‚Til The Morning comes
12. That’s Why I Sing
13. Friends We Never Met
14. When Rock Was King

Besetzung:

Jimi Jamison (voc)
Ed Breckenfeld (drums)
Klem Hayes (bass)
Jimi Peterik (guit)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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