Band: Kattah
Titel: Lapis Lazuli
Label: Bakerteam Records
VÖ: 2014
Genre: Power Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Wenn Brasilianer in der Sache des Power Metal über die arabische Kultur singen lässt mich das schon etwas zweifeln und skeptisch aus der Wäsche kucken. Die seit 2006 aus Curitiba, Paraná stammende Truppe serviert uns mit „Lapis Lazuli“ ihr zweites Album. Das hier definitiv der Roy Z die Finger im Spiel gehabt hat, hört man vom Fleck weg. Wie sonst erklärt man sich die formverschönerte, sehr moderne Linie in diesem Genre, was uns von der brasilianischen Truppe geboten wird. Es ist keine schnöde Mischung aus dem Power Bereich und so darf man den Jungs durchaus attestieren, dass sie mit diesem Schritt einen guten getan haben. Einzig einige zu harsche Wechsel sind nicht ganz nachvollziehbar und schmälern doch merklich das Hörvergnügen. Der Sänger und das steht außer Frage ist eine Wucht und klingt wie der Bruder eines gewissen Bruce Dickinson. Das kann man als Frevel bezeichnen, ist mir eigentlich auch egal, denn wenn man dem Burschen hier mal gelauscht hat, wird man meiner Person durchaus recht geben. Gute Melodien und ein sattes Power Metal Brett sind ein guter Unterhaltungsfaktor. Wo nun wirklich der arabische Einfluss bleibt weiß ich nicht, denn hören tut man davon nichts. Hätte ich mir durchaus erwartet, wenn man schon von der arabischen Kultur singt. Wie auch immer, durch viele Verstrebungen und etlichen Breaks klingt das Ganze sehr progressive und so darf man die Formation und ihr Album nicht unbedingt in die astreine Power Metal Ecke einstufen, dafür wird einfach zu viel geboten. Farbenbunt ist das Ganze ja, nur scheitert es an einigen Überleitungen und das verhindert eine lockere Aufnahme, welche man nachvollziehen kann. Mag vielleicht vorerst als gute Idee geklungen haben, tut es aber auf dem Album weniger. Keine Frage, die Truppe hat einen guten Griff mit ihrer modernen Variation getätigt, nur gilt es hier dennoch die etwas zu wilden Wechsel und Unterbrechungen sanfter zu vollziehen. An und für sich ein tolles Meisterwerk und für ein Zweitlingswerk gut gewählte Strukturen, nur sind halt leider auch noch etliche Schrauben nach oben hin offen. Potential und Power hätten die Brasilianer, auch eifert man anderen Kollegen nicht zu stark nach und das macht sie durchaus Innovativ, aber etwas handzahmer müssen die progressiven Einfädelungen noch werden, dann haben wir hier einen superben Act aus dem Süden Amerikas am Start.

Fazit: Durchaus passable Power Metal Mischung, welche nicht zu altbacken und auch nicht zu modern klingt. Lediglich mit den Wechseln hapert es einfach noch und wenn dies bis zum nächsten Output ausgebessert wird, dann ist dies ein durchaus heißer Act in diesem Genre.

Tracklist:

01. Behind the Clay
02. Inside My Head
03. Apocalypse
04. Alpha Centaury
05. Vetus Espiritus
06. Rebirth of Pharoahs
07. The Hidden Voice
08. Lapis Lazuli
09. A Capoeira
10. Land of God
11. You Will Never Be Dead
12. Untitled
13. Last Chance

Besetzung:

Roni Sauaf (voc)
Victor Brochard (guit)
Cícero Chagas (bass)
Cristian Alex (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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