Band: KING BUFFALO 
Titel: Orion
Label: Stickman Records
VÖ: 02.12.16
Genre: Stoner/Psychedelic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

KING BUFFALO - Orion album artworkEs gibt Bands, welche es ansprechend verstehen einen Sound zu kreieren, wo man richtiggehend entführt wird. Eine weitere dieser Formationen ist die Truppe Buffalo. Sie entführen auf eine weite Reise zwischen Sonnenauf- bzw. –untergang! Daneben kann man sich beim Hören des neuesten Werks „Orion“ so richtig in den Sound vertiefen. Psychedelischer Rock nennen sie das, ok, etwas mag sicherlich dabei sein. Bekanntlich bin ich nicht geradeso der Fan von dermaßen ausufernden Eskapaden. Bei dieser Truppe ist das einfach anders. Sicherlich sind Bausteine dicht gesiedelt, werden ungeachtet von ihnen deutlich anders, nennen wir es, handzahmer, rübergebracht. Das vereint man innig gut und somit steht einer breiten Soundpalette nichts im Wege. Ein wahrlicher Roadtripp zwischen Groove und leidenschaftlich weit laufenden Melodien. Dazu noch etliches an harmonischen Querläufern.

Dass man diesen Charme noch extra verstärken kann liegt allein an dem Gesang des Gründers und Sänger/Gitarristen Sean McVay. Selbiger versteht es sein Organ demgemäß einzusetzen, dass man einerseits sanft den Bauch pinselt. Es allerdings versteht, desgleichen druckvoller agiernede Momente gesanglich zu prägen. Diese sich dahinziehende Berg und Talfahrt geht anziehend toll ins Gehör. Man kann sich den Rundling ausgezeichnet gemütlich, bei schummrigen Licht ansehen. Da ja derzeit kalte Temperaturen draußen vorherrschen, ist dies die beste Musik um graue Tage musikalisch zu untermalen. Keine Angst, freilich ist man nahezu melancholischer am Zocken, aber ein zu wankelmütiges Charisma ist den Jungs definitiv fremd.

Bereits die Einleitung als sogenannte Eröffnungsspur ebnet den Pfad von dem man nicht ablässt. Vielmehr wird dieser gekonnt ausgebaut. Gute sehr dreckig wirkende Vibes peitscht man dazwischen und das fesselt einen dermaßen vor dem Player, sodass man niemals in Verlegenheit gerät irgendeinen Track weiter zu skippen. Eher im Gegenteil, nach dem Ende der knapp 45-minütigen Reise, spielt man das Album erneut von vorne ab und dies immer wiederkehrend.

Somit kann sich der Stoner Rock mit viel Atmosphäre vorliegend richtig schön entfalten. Es mag wie gesagt hier und da halbwegs depressiver klingen, dennoch versuchen sich die Jungs fortwährend wieder daran, den Hörer aus der verkrümelten Ecke heraus zu katapultieren.

Fazit: Es handelt sich hier um ein wirklich tolles Werk in Sachen Stoner Rock, mit vielen sphärischen, als auch charismatischen, psychedelischen Soundunterwanderungen. Fesselnd und spannend von vorne bis hinten.

Tracklist:

01. Orion
02. Monolith
03. Sleeps on a Vine
04. Kerosene
05. Down from Sky
06. Goliath
07. Orion Subsiding
08. Drinking from the River Rising

Besetzung:

Sean McVay (voc & guit)
Dan Reynolds (bass)
Scott Donaldson (drums & voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.