Klynt – Of Klynt and Man

Written by Robert. Posted in CD-Berichte, K

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Published on April 02, 2012 with No Comments

Band: Klynt
Titel: Of Klynt and Man
Label: Selfreleased
VÖ: 2012
Genre: Power/Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Es gibt sie doch noch, die österreichischen Bands, welche auf Power Thrash Metal schwören. Die Vielzahl der Bands ging ja in den letzten Jahren unter, nur wenige sind geblieben bzw. haben sich neu gegründet und frönen dieser Richtung. Eine davon ist die 2006 entstandene Formation Klynt. Bei Betrachtung des Covers würde man eher auf eine Black Metal Formation tippen. Düster und geheimnisvoll erscheint selbiges. So ist es denn auch mit dem Songmaterial, dieses ist passend zum Cover sehr düster, teils melancholisch und doch sehr druckvoll. Was wäre gewesen, wenn Iced Earth niemals auf die Symphonic Schiene aufgesprungen wären und viel mehr auf alte Thrash Wurzeln gebaut hätten und dabei auch etwas moderneren Groove ins Songwriting fließen hätten lassen. Nun ja das werden wir nie erfahren, doch wer sich bei der Bezeichnung der Techniken angesprochen fühlt sollte sich mal die Stierer zu Gemüte führen. Frisch und total befreit wird dem traditionellen Power/Thrash gefrönt und dabei wird man nicht von einer Vielzahl von überfordernden Synthy und Melodic Ansätzen und Erweiterungen überstrapaziert. Die Burschen bauen viel mehr auf ein druckvolles, rollendes, teils sehr raues Gesamterscheinungsbild und das steht für die Arbeit mit der sie ans Werk gegangen sind. Selten wie gesagt erlebt man noch heutzutage noch Bands in unserer Alpenrepublik die sich so etwas zutrauen. Ohne Hype und Genreanbiederungen der beliebteren Art wird hier frisch von der Leber musiziert und der Grundgedanke zaubert einem alten Power Metal Fan da doch ein breites Lächeln ins Gesicht. Die Parallelen zu alten Iced Earth Allüren sind nicht von der Hand zu weißen und vor allem würde man dem Sir Dadukles Prime bei Betrachtung seines Fotos niemals zutrauen das er so ein Organ hat. Der Bursche röhrt, kreischt, grölt und shouted sich durchs Geschehen das man glauben könnte er wäre ein Nachkomme eines gewissen Mathew Barlow. Unglaublich das er so etwas inne hat und wie er es hat. Somit sind schon die Vocals unglaublich und diesen Job versieht der Bursche mit einer sehr breiten Gefühlspallette. Nicht minder ist die Rhythmusfraktion am Werkeln und das umgesetzte hält durchaus internationalen Maßstäben stand. Wundert mich dann doch als Rezensent, wieso die Band bis dato noch nicht bei einem adäquaten Label untergekommen ist. Potential, Qualität und Klasse hätten die Grazer mehr als genug. Das Album hat durchwegs mehr als nur glanzvolle Reize und auch nach dem x-ten Durchlauf wird es niemals langweilig. Gute Songideen wurden sehr Wechselseitig umgesetzt sodass eine sehr schöne Mixtur nicht nur vom Sound, nein auch von der Umsetzung der Gefühle entstanden ist. Hier wird aber nicht etwa ruckartig in ein anderes Gewässer gesegelt, nein sehr gelungen geleitet man uns sachte immer wieder in die verschiedensten Soundhäfen. Superb aneinander gereiht macht das Album immer mehr Lust und Laune auf mehr.

Fazit: Power Metaller und Kuttenträger Österreichs hier gilt es Support zu zeigen. Wer auf alte Iced Earth Scheiben schwört, der wird auch mit Klynt mehr als nur seine Freude haben. Die Burschen haben viel Potential, jetzt gilt es nur noch in die Startposition zu gehen, um das restliche Europa zu überzeugen. Dürfte aber mit dem Material auch nicht sonderlich schwer fallen, hier wurde einfach alles richtig in Szene gesetzt. „HORNS UP“ sag ich da nur mehr!!!!

Tracklist:

01. Prollogue 04:46
02. Hell Is Home 04:36
03. Into the Abyss 05:56
04. Lawl 05:18
05. Everything Dies (But Me) 07:20
06. One On One 04:49
07. No Regrets 04:37
08. When Hope Ceases 02:20
09. They Called Him Klynt 06:08
10. Biggest Balls 06:31

Besetzung:

Patrick Hiebler (guit)
Martin Schreiber (guit)
Christoph Lex (bass)
David Gmeindl (drums)
Sir Dadukles Prime (voc)
Internet:

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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