LAUSCH – Quiet Men

Band: Lausch
Titel: Quiet Men
Label: Panta R&E
VÖ: 06.10.17
Genre: Alternative/Post-Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Lausch-Quiet-Man-album-artworkOh ein neues Album unserer Lands-Männer Lausch! Das kann ja heiter werden, denn eigentlich stünden wir alle, vor allem der Rezensent etwas unter Zeitdruck. Warum hier dann ein Problem vorliegt? Ganz einfach, wer Lausch kennt, weiß, dass man nicht locker vom Hocker ins Material rein hören kann. Es bedarf eine Zeit des genießerischen Hörens, um hinter das Konzept der Österreicher zu kommen. Sie sind keine schnelllebigen Musiker, ihr Material muss man gemütlich genießen, ansonsten kommt man nicht ganz hinter das Bandkonzept, welches mit „Glass Bones“ fulminant debütierte.

Wuchtig wummernde Gitarren sind abermals der Auftakt beim neuesten Reigen, welchen man nach allen Regeln der Kunst für den Hörer mit einer Vielzahl von Elementen und Soundeinfädlungen der hauchzarten Art veredelt hat.

Mit vielen abgerundeten und wuchtigen Soundattitüden werden erneut die Angriffe gestartet und verfehlen zu keinem Zeitpunkt das Ziel. Gut anvisiert und mit prächtig, teils sphärischen Soundspielereien bringen sie das Konzept massive zum Laufen. Die Balance zwischen Ausgewogenheit und leicht schrägen Breaks wird gut gehalten und dies ist definitiv der Stimmungsfaktor bei Lausch, welcher bereits beim Vorgänger schon Bände sprach.

Alexander Lausch, Arnold Zanon und Matthias Ledwinka verwirklichen fürwahr ihre spielerische Raffinesse auf höchstem Niveau und diese Stimmungsfaktoren lassen es niemals zu einen Track nach vorne zu skippen. Der Soundkontrast ist vielschichtig und zeigt den künstlerischen Horizont, mit dem das Trio ins Rennen geht.

Ein ausdrucksstarker Song reiht sich an den nächsten und dies fesselt neuerlich den geneigten Zuhörer für einen langanhaltenden Zeitpunkt, welcher auf die nächsten Überraschungsmomente wartet. Dass man darauf selbstredend nicht lange warten muss, versteht sich von selbst und dies ist anziehend jener Faktor mit dem die Mannschaft vor den Player fesselt. Immer wieder gibt es überraschende Elemente innerhalb der Stücke, welche einen laut aufhorchen lassen und nochmals fassungslos die hohe Soundqualität der Truppe bestätigen lassen. Die Band hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht minder bereitwillig ins Zeug gelegt und das Endprodukt ist sicherlich nichts für den soliden Metal und Rockfan, welche sich zu dennoch zum Tellerrandgucker Klientel zählen, sollten sich den Silberling nicht entgehen lassen.

Die Wiener klingen frisch und unverfälscht und leben ihr persönliches Konzept nach allen Regeln der Kunst aus und dies muss man nicht allein honorieren, nein es gehört vollends abgefeiert. Leichte Komplexitäten inklusive sind eine künstlerische Soundverknüpfung welche nur wenige Musiker hinbekommen, Lausch beweisen, dass sie es erneut für sich gepachtet haben und somit geschafft haben.

Fazit: Mit „Quiet Man“ legen Lausch ein künstlerisch ausgebauschtes Rockalbum vor, das alle Klangmuster viele Sound-Ären vereint.

Tracklist:

01. Treaty
02. Through The Looking Glass
03. Hot Air
04. We Might As Well Dance
05. Anytime
06. Let’s Be Strangers
07. Poltergeist
08. The Highest Bidder
09. Buried Alive
10. Mirrors

Besetzung:

Alexander Lausch (guit & voc)
Arnold Zanon (bass & voc)
Matthias Ledwinka (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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