Leaves’ Eyes – Symphonies of the Night (CD Review)

Band: Leaves‘ Eyes
Titel: Symphonies of the Night
Label: Napalm Records
VÖ: 2013
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Das Soloprojekt von Feme Fatale Liv Kristine Ibanez wurde ja von etlichen Kollegen etwas belächelt, für meinen Geschmack zeigt sie einfach nach wie vor, wie wandelbar sie und ihre Stimme ist und dies können nur wenige Damen im Musikbusiness. Nun ist die Frontlady mit ihrer Zuckersüßen Stimme zurück, diesmal mit ihrer Formation Leaves‘ Eyes und dabei wandelt sie mit ihrer Mannschaft wieder auf alten Pfaden. Dies kann man als Fan der Gothic Szene etwas altbacken nennen, denn die Stücke klingen wirklich sehr haarscharf an alte Nightwish, Within Temptation und Theatre of Tragedy angelehnt. Für meinen Geschmack ist solch eine Wiederbelebung schon gut, denn die Lady hinterm Mikro weiß, durch ihre langjährige Erfahrung genau wie etwas klingen muss, ohne dass man dabei abgelutscht klingt. Während die Vorreiter für meinen Geschmack zu intensiv-lieblich geklungen haben, wird auf diesem Album das Ganze deutlich kerniger präsentiert. Natürlich bekommen wir keinen Härteschlag, allerdings klingen die Songs deutlich kantiger, soweit es eben das Genre eben zulässt. Gute Stimmungsmacher, wie auch Bombasteinschläge sind hierbei genauso ein Garant, wie eine Opern lastige Stimme. Gut kombiniert wird hier das Feld gepflügt und dabei lässt man viele Kollegen sehr blass aussehen. Während das letzte Nightwish Album wirklich nur so vor Kitsch getrieft hat und für meine Ohren belanglos war, ist der neue Streich von Leaves‘ Eyes eine willkommene Abwechslung. Hier wird zwar nicht was komplett Neues geboten, dennoch leiht man dem Genre neuen Atem ein. Gute Mischungen, wie auch Komplettierungen lassen den alten Fan des Genres Symphonic Metal und Gothic Metal etwas entdecken, was er schon als verloren geglaubt. Bei vielen Stücken ist Name Programm und selbstredend grunzt sich hier Göttergatte Alex Krull die Seele vom Leib. Bei einigen Passagen gut, bei anderen etwas störend. Sind aber meiner Meinung nach nur kleine Mankos, die von einem restlich sehr guten Album locker in den Hintergrund gestellt werden. Wie erwähnt die Neuerfindung wird auch Leave’s Eyes nicht gelingen, allerdings ist das Album eine Versöhnung der Szene, welche durch Nightwish und anderen Kameraden, meiner Meinung nach in einen dermaßen kitschigen Sektor gedrängt wurden das einem schlecht wird. Somit eine Erfrischung in einem ansonsten doch sehr ausgelutschten Genre. Gut kombiniert und die Melangerie lässt die guten alten Tage hochleben, wo man noch „Kingslayer“ rufen durfte, ohne dass man dabei gleich einen Stein auf den Kopf geballert bekommen hat.

Fazit: Leaves‘ Eyes klingen auf dem neuen Album wie eine neuerliche Wegbereitung, welche durch Bands wie Within Temptation und Nightwish ausgerufen wurde, aber mittlerweile zu arg ausgeweidet wurde. Mit „Symphonie of the Night“ wird das Ganze in die Frühjahre des Gothic/Symphonic Metal gelenkt und dabei hinkt nichts nach oder klingt gar altbacken. Vielmehr wird auf eine gute Mischung gebaut und der Kitschfaktor wird sehr stark nach unten gedrängt.

Tracklist:

01. Hell to the Heavens 04:32
02. Fading Earth 04:33
03. Maid of Lorraine 05:13
04. Galswintha 04:14
05. Symphony of the Night 04:58
06. Saint Cecelia 04:12
07. Hymn to the Lone Sands 05:22
08. Angel and the Ghost 03:36
09. Éléonore de Provence 06:24
10. Nightshade 06:41
11. Ophelia 04:24

Besetzung:

Liv Kristine (voc)
Alexander Krull (voc)
Thorsten Bauer (guit)
Sander van der Meer (guit)
Felix Born (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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