Band: Lesoir
Titel: Luctor Et Emergo
Label: Glassville Records
VÖ: 2015
Genre: Progressive Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Klassischer Progressive Rock ist normalerweise eher ein Garant für eine Rockband, welche man oftmals sehr gerne als Rockdinosaurier bezeichnet. Dass nun Holländer auf die Idee kommen, als doch noch sehr junge Band hier auf diesen Zug aufzuspringen lässt einen etwas zweifeln. Die Truppe Lesoir ist solch eine und die Umsetzung kann man durchaus als sehr gut bewerten. Denn ihre Art der Umsetzung ist durchaus klassisch Veranschlagt, hat aber eben auch durchaus noch genügend Schwung aus dem moderneren Lager. Weder Fisch noch Fleisch? Nun überhaupt nicht, denn die Zusammenführung auf dem Album steht da einfach für sich und diese Visitenkarte ist durchaus dienlich. Somit Generationen vereinend? Ja in diesem Falle durchaus, denn eben die Fusion aus klassischen Klängen und kleineren, modernen Messerspitzen macht einen persönlichen Sound aus. Hier wird nicht alten Hasen nachgeeiert, oder man guckt zu viel von breitentauglichen Rockbands ab. Nein eigene Innovationen weit mehr zum Einsatz bringen ist hier die Devise und das weiß einfach zu begeistern. Vorne an eine Sängerin? Nun hier wäre nun der Punkt, wo man etwas schräg kucken müsste, wem will jetzt die mimen? Niemanden, denn die Fronterin versteht es sehr ausdrucksstark teils lieblicher, teils mit einer enorm starken Rockröhre die Wände zum Wackeln zu bringen. Der Spagat durch leichtere Komplexe Soundstrukturen und einer leicht aufzunehmenden Soundkunst ist sehr dehnbar und somit wird es niemals zu überladen, nein, allerdings hat man eben durch dieses Mischverhältnis einen Sog im Sound, vor welchem man sich nicht wehren kann und man hängt gebannt vor dem Player und lauscht den Holländern. Nichts wirkt eben tausendmal gehört und die eigenen, künstlerischen Umsetzungen unterstreichen bei den Niederländern, dass man ganz genau weiß wie man das Interesse vom ersten bis zum letzten Track fesselt. Aus diesem Griff lassen die Herrschaften auch nicht los und so verwundert es nicht, dass man den Silberling bis zum Heißlaufen immer und immer wieder abspielt. Fehler oder Manko? Zu keinem Zeitpunkt, denn dieses zeitlose Meisterwerk ist so genial und da findet man beim besten Willen nie einen Patzer. Gute Überleitungen und eine gut aufbereiteter, sehr breit gefächerter Sound ist ein Garant für ein Meisterwerk, welches die Herrschaften hier vorweisen.

Fazit: Einfach superber Progressive Rock und das noch mit einer wahrlich tollen Sängerin. Alle Stimmungsfassungen wurden gut abgestimmt und somit wird es zu keinem Zeitpunkt zu überladen.

Tracklist:

01. Battle 5:51
02. Going Home 4:39
03. (A Lady Named) Bright 4:30
04. Hold On To Fascination 3:58
05. Single-Eyed 4:52
06. Press Play From Start 7:08
07. In Reverse 4:09
08. My Perfect Self 4:04
09. Luctor Et Emergo 3:36
10. Deliberate 4:27
11. Flawless Chemistry 4:36
12. Room For One More 2:20

Besetzung:

Maartje Meessen
Ingo Dassen
Eleen Bartholomeus
Ingo Jetten
Bob van Heumen

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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