Band: Leviathan
Titel: The Aeons Torn – Beyond The Gates Of Imagination Pt.2
Label: SAOL / Bret Hard Records / H’Art / Zebralution
VÖ: 2013
Genre:  Progressive-Symphonic Melodic-Death-Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Leviathan ist ja laut dem, meiner Meinung nach größten Märchenbuch (spreche von der Bibel) ein Seeungeheuer. Nicht minder ungeheuerlich sind die Symphonic/Melodic Death Metaller mit selbigen Namen. Nach dem ersten Part von Beyond The Gates Of Imagination rollt Ende Jänner nun der zweite Part der Geschichte an und zwar unter dem Deckmantel The Aeons Torn – Beyond The Gates Of Imagination Pt.2. Schon bei Beginn des Albums glaubt man die Jungs wollen eine diabolische Messe zelebrieren. Dieses Ausmaß ist aber nicht hinderlich sondern durchaus förderlich. Auch der Einfallsreichtum von Augenzwinkernden Winken unter dem Deckmantel Wink mit dem Zaunpfahl ist sehr gut gelungen. Sprich einerseits beruft sich die Truppe auch beim zweiten Part auf die Gestaden des weitausufernden Melodic Death Metal reichert dies mit satten Symphonic Allüren an. Dabei weiß man aber durchaus mit Durchhaltevermögen sich durchzusetzen. Ist ja auch ein Genre welches nicht schon mehrmals und abertausend Mal durchgekaut wurde. Es kommt einfach immer darauf an welche Neuerungen bzw. Eigeninnovationen man zum Einsatz bringt. Im Falle der Bonner Kapelle zeigen die Jungs dass sie ihre Händchen und ihre Ideen durchaus einzusetzen vermögen. Einerseits klingt das Ganze sehr authentisch im genannten Genrebereich eben angelehnt, aber andererseits vermag man durch erstklassige Ergänzungen und Erweiterungen sich spielerisch-facettenreich in Szene zu setzten. Dies heißt einfach das man durch die mit eingebrachten Wechsel eine satte Mixtur präsentiert und man einfach einen farbenprächtigen Klang drauf hat vor dem sich wohl viele Nachwuchskapellen ein Scheibchen abschneiden könnten. Auch driftet man Streckenweise in eine sehr hymnisch-heroische Ecke was auch ein gewisse Quäntchen Pagan Metal mit beinhaltet. Ist aber eine weitere Inkaufnahme, mit welcher man das Hörvergnügen ungemein steigern kann als die Suppe zu verderben. Die Farbenvielfalt spricht einfach Bände und die Truppe aus Deutschland serviert uns dies auf einem schillernden Silbertablett. Die Verstrebungen und all die Beigaben so gut zu kombinieren bzw. miteinander zu verbinden ist ja bekanntlich eine schier unlösbare Aufgabe. Im Falle der Kapelle aus Deutschland wurde dies aber prächtig umgesetzt und man kann locker Sagen: Operation geglückt und der Patient erfreut sich bester Gesundheit. Potential unglaublich, Umsetzung unsagbar schön und dass trotz all der Einflüsse. Ein Konzept das man zwar nicht locker vom Hocker sich rein ziehen kann. Aber durchaus für mehrere interessant-gebannte Stunden vor dem heimischen Player sorgt.

Fazit: Das Potential spricht Bände und die Umsetzung ist der Formation bestens geglückt. Unfassbar mit welch einem soundklassischen Konzept man hier die Weiterführung feiert. Da bleibt einem nichts anderes übrig als etliche Stunden vor dem Player einzukalkulieren, was anderes wäre ein absoluter Frevel.

Tracklist:

01. The Crescent Moon
02. The Rising Darkness
03. The Sacred Fire
04. The Restless Wind
05. Elysium
06. Towards The Storm
07. When Only Despair Remains
08. Last Laugh At My Existence
09. A Symphony For No Tomorrow

Besetzung:

Jonas Reisenauer (voc & guit)
Tobias Dahs (guit)
Fabian Gocht (keys)
Tom Heinz (bass)
Tobias Parke (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.