Band: Megadeth
Titel: Dystopia
Label: Universal Music/Tradecraft/T-Boy Records
VÖ: 29.01.16
Genre: Speed/Thrash Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Megadeth braucht man keinem Metaller mehr vorstellen. Dave Mustaine ist einfach ein Mann der mit seinen Scheiben mal mehr, mal weniger die Szene doch sehr stark mitbestimmt hat. Vor allem den Thrash bzw. den Speed Metal Bereich. Bis dato gab es in der Karriere was mich persönlich betrifft genau zwei Ausreißer, welcher mehr für den Abfalleimer waren als für die Sammlung „Risk“, wie auch der Vorgänger „Super Collider“ waren und sind einfach eine sehr maue Sache. Dies spaltete ja stets die Hörerschaft des Meisters mit dem Roten Haar. Persönlich hätte auch ich schon nach dem sehr Rock lastige Album dachte meine Wenigkeit, dass eben die Truppe neue Roots aufgegriffen hatte und sich weiterhin auch breitentauglicher zeigen wird.

Vorab konnte ein Ohrwurm mich ganz stark begeistert „The Threat is Real“ und da wurde ich wahrlich hellhörig. Hat Dave mit seinen Mannen wieder zurück zu alten Glanztaten gefunden? Ja hat er, wenngleich man sich ab der zweiten Nummer sehr melodisch zeigt. Auch keine schlechte Sache und bohrt sich mit viel Schmackes ins Gehör. Die Melange aus Einflüssen aus „Countdown to Extinction“ und „Cryptic Writings“ wurden hier sehr harmonisch zu einem überzeugenden Soundteppich vermischt. Keine Frage Einflüsse ja, aber wie eine Kopie klingt der Silberling sicherlich nicht. Was nichts anderes heißt, dass man einen weiteren Langstreich eingestanzt hat, ältere Trademarks miteinander verwoben hat und dazu wirklich alte Soundtechniken mit eingebaut hat. Das funktioniert als neues Album bzw. dem darauf befindlichen Material sehr gut und hat viel Überzeugungskraft.

Der Titeltrack „Dystopia“ ist sehr dunkel und wird von mir als weitere Nennung in die Rezension aufgenommen, weil das Stück so schön verspielt aber dunkel ist. Hätte auch auf „Rust in Peace“ oder „Peace Sells… but Who’s Buying?“ stehen können. Aufgrund leichterer, moderner veranschlagter Soundzüge ist es aber ein Song, welcher genau eine Rhythmik wiederspiegelt, mit der Megadeth durchaus alte Fans wieder stärker begeistern könnten und dennoch mit frischen, als auch leicht modern angehauchten Brisen aus den Boxen bläst.

Es kann mich täuschen aber die Mannschaft um den Rotschopf zeigt sich zwar deutlich verspielter, aber durchaus auch harmonisierender. Zumindest was die Zusammenfügung aller Einflüsse und Techniken betrifft hat man hier einiges für die Aufwartung parat. Schon lange hat mich kein Megadeth Album mehr so gefesselt wie der neueste Streich der Amis. Sicherlich vor „Super Collider“ gab es ebenfalls einige Alben die sehr weit vorne in der Hitliste mitspielen konnten, aber mit dem neuesten Werk ist den Herrschaften ein bahnbrechender Sprung gelungen. Vom Mittelmaß bis weit nach vorne und das erfreut mich als alten Megadeth Freak wirklich.

Aus Fansicht ist das einfach eine gute Sache und man wird sich sehr begeistert zeigen, denn Megadeth laufen auf diesem Rundling zu hochtouren auf. Man kann meckern was man will, aber auf diesem Silberling gibt es keinen einzigen Rohrkrepierer. Trotz einer durch und durch neuen Produktion hat man den alten Spirit gut aufgegriffen und zeigt sich aber auch nicht auf der Stelle trabend.

Zu Beginn des neuen Jahres spielen Megadeth alles in den Schatten im Bereich des Speed und Thrash Metal. Keine Frage, der Thrash in der Ära der Gründungsphase ist geschrumpft, kommt aber immer wieder zum Vorschein. Dominant sind sehr schön verspielte Speed Attacken und eben Melodien die sich wie ein ansteckender Virus bis tief in den Körper bohren. Fakt daraus ist das man wie ein kreischender Teenie das Wort Megadeth rausbrüllt.

Fazit: Beeindruckend, ach was absolutes Perlchen das Mustaine mit seinen Mannen hier gezaubert hat. Ein Masterpiece dass in keiner Sammlung des Megadeth Fans fehlen sollte. Alles Tracks haben einen dermaßen hohen Hitfaktor, sodass man einfach nur niederknien kann.

Tracklist:

01. The Threat Is Real 04:22
02. Dystopia 04:59
03. Fatal Illusion 04:15
04. Death from Within 04:47
05. Bullet to the Brain 04:29
06. Post American World 04:25
07. Poisonous Shadows 06:02
08. Conquer or Die 03:33
09. Lying in State 03:34
10. The Emperor 03:52
11. Foreign Policy (Fear cover) 02:28

Besetzung:

Dave Mustaine (voc & guit)
Kiko Loureiro (guit)
David Ellefson (bass)
Chris Adler (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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