Band: Megora
Titel: Burning Empire
Label: SAOL
VÖ: 2015
Genre: Heavy /Thrash Metal
Bewertung: 2.5/5
Written by: Lex

Megora kämpfen schon seit Anfang der 1990er um Rang und Namen im Hard&Heavy-Bereich. Trotz Tourneen mit namhaften Acts wie Overkill und Metal Church ist es aber nie was richtig Großes geworden. Umso bewundernswerter, dass diese Schweizer Uhrwerke immer noch nicht mit dem Ticken aufgehört haben und im Jänner 2015 eine neue Stunde schlagen. Wie immer in solchen Fällen wünsche ich mir vom Ergebnis eines solchen unbeirrbaren Enthusiasmus dass ich es mit Recht abfeiern und so ein wenig zum Erfolg beitragen kann, aber leider brennt mir bei „Burning Empire“ kein Reich ab.

Die Basis des Megora-Sounds klingt zunächst vielversprechend: Eine kitschfreie Heaviness aus der Grauzone zwischen Heavy und Thrash und eine dazu passende Stimme kann eigentlich kaum irgendwo Abstoßreflexe hervorrufen. Die Grundzutaten sind gut gewählt und ich bin zu Beginn der Spielzeit noch zuversichtlich, dass dieses Hörerlebnis in einem positiven Bericht gipfeln wird. Ja, das klingt so ein bisschen nach Post-Black-Album-Metallica mit ein bisschen mehr Fleisch. Auf jeden Fall besser als dieser St. Anger – Dreck den die damals auf den Musikmarkt geschissen und dafür teilweise noch Jubel geerntet haben. Nach ein paar Songs ist diese Zuversicht bereits auf ein Minimum reduziert. So ab „Mirrored Eyes“ rotiert das Album nur noch als gefällige Hintergrundmusik zum Wäsche aufhängen. (Nicht ganz so negativ gemeint wie es klingt, warum ich unbedingt hinzufügen möchte auch mit jeglicher Kritik enthobenen ewigen Klassikern im Hintergrund schon mal Wäsche aufgehängt zu haben.)

„Burning Empires“ krankt auf Dauer an dieser unterschwelligen, allgegenwärtigen Grunge-Trübseligkeit. Mehr Variation in Tempo und Heaviness wär auch geil gewesen. Aber vor allem einfach geilere Songs oder wenigstens mehr Originalität bei den Riffs. Leider nur Durchschnitt in meinen Ohren.

Tracklist:

01. These Are The Things We Hate
02. New Approach
03. Burning Empire
04. Countdown To Black
05. Lost Children
06. Mirrored Eyes
07. =
08. Born To Pay
09. Felskinn
10. Broken Wings
11. Modern Nation
12. Bad Karma

Besetzung:

Peter “Piotr” Sommer (Vocals, Guitar)
Toni Scherrer (Guitar, Vocals)
Dominik Schieweck (Bass)
Sven Vormann (Drums)

Internet:

Megora @ Facebook

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About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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