Band: Moonloop
Titel: Deeply from the Earth
Label: Listenable Records
VÖ: 2012
Genre: Death Metal, Progressive Metal/Rock
Bewertung: 1/5
Written by: Oliver Lackner

Progressive Death Metal… als ich die Bandinfo überflog und diese Beschreibung las, hat´s mir erst mal die Nackenhaare aufgestellt. Quasi sofort kamen mir Bands wie “Tool” in den Sinn, welche zwar hervorragende Musik produzieren, jedoch auf Dauer anstrengend anzuhören sind. Man darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass “Moonloop” genau das ist. Das Quartett aus Barcelona präsentiert mit ihrem neuen Album “Deeply from the Earth” ein musikalisches Schwergewicht. Wer hier schnelle, harte Tracks erwartet wird recht flott enttäuscht werden. Bereits der Instrumentale Auftakt des Albums formt sich ein erstes Bild. Langsam, schon fast schwermütige Klänge eröffnen den ersten Titel. Fließende Töne die Lust auf mehr machen. Zwei – drei Tracks später wird’s mir aber dann langsam auch schon ein wenig langweilig. Ich bekomme keinen wirklichen Draht zu dieser Art des Death Metal. Die Titel wiegen schwer, ermüden meine Lauscher. Viele plötzliche Tempowechsel die mich immer wieder komplett aus dem Konzept bringen. Zudem hab ich so meine Probleme mit der Stimme von Eric Baule. An sich macht er seine Sache gut, doch scheint mir seine Art des Gesanges nicht mit der Musik zu Harmonieren. Die Passagen, die in “Clean” gesungen werden (von Juanjo Martin nehme ich mal an), erzielen ein weit besseres Resultat. Daher hab ich “Wailing Road” auch zu meinem Favoriten dieses Albums gewählt. Ich glaube, dass das auch so ziemlich der einzige Song dieses Albums ist, der mir auf Dauer in Erinnerung bleiben wird. Den Rest konnte ich eigentlich kaum verinnerlichen. Ohne Zweifel hat man sich sehr viel Mühe gegeben, technisch hochklassisches Material zu bieten. Möglicherweise zu viel.

Fazit: Manchmal ist weniger eben mehr. Zu Komplex, zu schwer wiegt die Last der Klänge als das man sie wirklich genießen könnte. Nach dem ersten Durchlauf des Albums hatte ich absolut keine Lust auf einen weiteren. Warum das Ganze als Death Metal bezeichnet wird, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Tool meets Stone Temple Pilots featuring irgendwas. Hätte man sich auf die “Clean Voice” beschränkt, wäre das Resultat absolut ansehnlich gewesen aber in dieser Forum kann ich dem ganzen herzlich wenig abgewinnen.

Tracklist:

01. Awaking Spirals Of Time
02. Beginning Of The End
03. A Life Divided
04. Fading Faces
05. Strombus
06. Deceiving Time
07. Legacy Of Fear
08. Wailing Road
09. Landscape
10. Atlantis Rising

Besetzung:

Eric Baule (voc & guit)
Juanjo Martin (guit & voc)
Vic Granell (bass)
Raul Payán (drums)

Internet:

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