Necrophobic – Death to All

Band: Necrophobic
Titel: Death to All
Label: Regain Recordings
VÖ: 2009
Genre: Death/Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Necrophobic-Death-to-All-album-artworkDie Höllenpforte ist sperrangelweit offen und das Höllenfeuer wird heftig geschürt, zumindest von den Herrschaften von Necrophobic. Die Schweden produzieren zwar keinen Black Metal, sondern eher Death Metal, jedoch wurde das Material von Album Nummero sechs mit viel Hass gespickt und dürfte Black, als auch Death Metal Verehrer gleichermaßen interessieren. In der Besetzung Tobias Sidegård (voc), Johan Bergebäck (guit), Sebastian Ramstedt (guit), Alex Friberg (bass) und Joakim Sterner (drums) wurde „Death to All“ im Höllenfeuer geschürt und nun steht das Machwerk via Regain Records in den Läden und ist somit ein Pflichtkauf für alle Düsterseelen, als auch Death Verehrer gleichermaßen, die es ab und zu etwas derber haben.

Gleich die volle Breitseite bekommt man bei „Celebration of the Goat“ nicht geboten und die Motoren starten nach dem Slayer artigen Beginn erst nach etlichen Sekunden. Dafür aber vollends und auf dieser Nackenzerfräsenden Schiene wird auch weiterhin munter gezockt. Viel dreckige Düsternis wird dabei versprüht und sehr gekonnt verbinden die Schweden den Spalt zwischen Black und Death, obwohl hier die Schwarzwurzelrhythmen erst einmal die Zügel fest im Griff haben. Ordentlich wüten die Burschen und der Fronter speit einem Gischt und Galle ins Gesicht. Stelle ich für meinen Teil auf dieselbe Stufe wie die Landesnachbarn von Naglfar. Um Zacken speediger rattert die Black Metal Maschinerie nun bei „Revelation 666″ daher. Obwohl hier deutlich mehrere Melodieunterbrechungen eingearbeitet wurden. Wie ein eisiger Schneesturm blasen uns die Schweden ihre Vibes um die Ohren und selbiges mit einem sekundenschnellen Timing das einem der Kehlkopf zugeschnürt wird. Wenn diese Jungs in der Vorhölle eine Warm Up Party machen, dann will man da nicht nein sagen oder? Vollkommen richtig, mit dieser Truppe würde dies zu einem Happening dass niemand vergisst und das für alle Ewigkeit. Kurze Zwischenstopps legt man in Form von einigen Solis ein, jedoch hat man diesen nur kurze Zeit eingeräumt und schon nimmt der bretternde Höllenzug wieder volle Fahrt auf und reißt alle Sünder dieser Welt mit. Wie ein Blitzgewitter geht es nun bei „La Satanisma Muerte“ weiter und wenn man nicht gleich erschlagen werden will sollte man zumindest erst einmal in Deckung gehen. Weiterhin hält man den Hörer fest im Würgegriff und dieser wird auch zu keinem Zeitpunkt gelockert. Das Karussell dreht sich in allen seinen speedigen Facetten, dennoch legt die Formation hier deutlich mehrere Pausen ein. Diese sind äußerst bombastisch ausgefallen, bevor man wie eine wild gewordene Meute über diese Fragmente her fällt und alle Innereien raus reißt. Die Einleitung von „For those who stayed Satanic“ erfolgt durch ein sägendes Gitarreninferno und etliche doomige Zwischenbreaks lassen den Beginn äußerst verhalten wirken. Doch lange lassen die Band Teufelchen nicht auf sich warten und werkeln wieder munter in bester Manier weiter. Lediglich geht es der Trupp hier etwas besonnener an, doch lange hält man sich nicht zurück und spätestens ab der Mitte lässt man seiner Boshaftigkeit in allen Bereichen den freien Lauf. Als zusätzliches Schmankerl hat man den Gesamtsound deutlich roher und ungeschliffener ausfallen lassen, was dem Gesamtkonzept recht gut tut und selbiges sich toll anhört. Etwas kantiger und um Ecken schärfer geht es nun mit „Temple of Damnation“ weiter. Den Fuß fest am Gaspedal fegt man über die Hörerschaft wie ein wild gewordener Orkan hinweg und hinterlässt nur Schutt und Asche. Einige verhaltene Bombastarrangements im Hintergrund setzt man sehr gut in Szene und dienen als willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Speedsound der hier aus den Boxen dröhnt. Nach dieser wilden Fahrt gibt es als Einleitung bei „Wings of Death“ düstere Streicherarrangements und ruhiges Spiel, bevor man wieder aller Bosheit freien Lauf läst. Lange lässt man sich nicht bitten und spätestens nach 40 Sekunden galoppiert die Formation wieder mit frischem Elan dahin. Eine Korrektur ist aber hier merklich spürbar. Deutlich mehrer Melodieeinlagen hat man hier seitens der Gitarrenfraktion eingearbeitet. Der Großteil des Stücks wird aber auch weiterhin von bretternder, düsterer Härte bestimmt. Auch den Abschluss „Death to All“ hat man mit einer ruhigeren Einleitung versehen, doch deutlich kürzer verbleibt man in dieser Richtung und feuert hier noch mal aus vollen Rohren bis alle Sünder niederknien und um Gnade schreien. Der recht groovende Mittelteil mit einigen Solispielereien mündet in den speedigen Endteil, welcher durch Windgeheul und einem Cellostreicherpart gekrönt wird, bevor die Schweden zum endgültigen Todesstoss ansetzen. Man kann kaum genug von dem Album bekommen. Also Once more Please!!!

Fazit: Lange Rede kurzer Sinn. Pflichtkauf für alle Black/Death Metal Liebhaber. Auch Naglfar Höllenpriester müssen das Teil in ihrer Sammlung haben.

Tracklist:

01. Celebration of the Goat 04:42
02. Revelation 666 06:54
03. La Satanisma Muerte 03:36
04. For those who stayed Satanic 04:57
05. Temple of Damnation 05:55
06. The Tower 04:45
07. Wings of Death 05:12
08. Death to All 08:44

Besetzung:

Tobias Sidegård (voc)
Johan Bergebäck (guit)
Sebastian Ramstedt (guit)
Alex Friberg (bass)
Joakim Sterner (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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