Necrytis – Dread En Ruin

Necrytis-Dread-En-Ruin-album-cover

Band: Necrytis
Titel: Dread En Ruin
Label: Pure Steel Records
VÖ: 29/06/2018
Genre: US Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

Was angesichts von nur sechs Tracks zunächst wie eine EP wirken mag, bringt es dank gekonnt komplexer Tracks auf fast 50 Minuten bemerkenswert erfrischenden und abwechslungsreichen US Metals. Einflüsse wie Fates Warning und Queensryche, über Def Leppard bis hin zu Jethro Tull werden in der Labelinfo genannt, und tatsächlich ist das in diesem Fall nicht weit hergeholt. Als Hörer sitzt man im positivsten Sinne verwundert da, und reibt sich die Augen über all diese hervorragend amalgamierten Einflüsse aus den 70ern bis frühen 90ern.

Hier macht Progressive mal richtig Spaß, denn das aus Onward hervorgegangene Duo überrennt den unbedarften US Metal-Hörer mit ihrer ungebändigten Musikalität, dass der schon Luftgitarre spielt, ehe er das Wort T-R-U-E buchstabieren kann. Das alles geschieht aber nicht auf Kosten des Wesentlichen – ganz im Gegenteil: Die verspielten Komplexitäten, Verzierungen und Variationen entwickeln sich wie Fruchtfleisch natürlich um einen mehr als soliden Kern hervorragenden und spannenden Songwritings. Da fällt es gar nicht auf, dass flotte Heavy-Banger wie „Odyssey Divine“ oder 70er-Rock atmende Achterbahnfahrten wie „Blood In The Well“ sieben bzw. acht Minuten dauern. Im Gegenteil, selbst nach dem dreizehnminütigen Abschluss „Heresiarch Profane“ wünscht man sich, es ginge noch weiter – und weiß gar nicht, welchen Track man jetzt als erstes mit der Repeat-Taste beehren soll.

Fettes Metal-Kino, das lupenreine Tradition und progressive Musik widerspruchsfrei in sich vereint.

Tracklist

01. Starshine
02. Necrytis
03. Blood In The Well

04. Call Us Insanity
05. Odyssey Divine
06. Heresiarch Profane

Besetzung

Toby Knapp (Guitars, bass)
Shane Wacaster (Vocals, Drums)

Internet

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.