Nervochaos – Nyctophilia

Band: Nervochaos
Titel: Nyctophilia
Label: Greyhaze Records
VÖ: 07.04.17
Genre: Death/Thrash Metal
Bewertung: 2/5
Written by: Robert

Nervochaos - Nyctophilia album artwork, Nervochaos - Nyctophilia album cover, Nervochaos - Nyctophilia cover artwork, Nervochaos - Nyctophilia cd coverDas Wort EXTREM ist bei den Herrschaften von Nervochaos genau der richtige Ausdruck. Die brasilianische Truppe rückt nach dem Vorgänger „The Art of Vengeance“ nun mit „Nyctophilia“ an. Die Formation hält fürwahr nichts von astreinen Gestaden und dies muss man ihnen sehr hoch anrechnen. Bedeutet, die brasilianische Combo zelebriert zwar die Grundrichtung des Death/Thrash Metal, forcierte über die letzten Jahre ihren Stahl mit einigen Messerspitzen aus dem Brutal bzw. Grind Bereich. An sich ja eine durchwegs kunterbunte Mischung und wäre im Grundprinzip gesehen eine reichhaltige Mischung, wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wer. Es mangelt leider an der kompletten Ummünzung der Songs. Vom Spieltechnischen Standpunkt aus gesehen kann man ein gutes Zusammenspiel heraushören und daneben gewisse Ansätze im Material sind gut gelungen.

Diesen stehen im Kontrast dazu etliche ungemein schwerfällige und hektisch aufzunehmenden Vibes gegenüber. Das Endergebnis ist ein zu zerfahrenes Programm, welches die Brasilianer abhalten. Bis dato war mir noch keine unterdurchschnittliche Band aus Südamerika bekannt. Leider ändert sich das mit heutigem Datum. Es ist gelinde gesagt zu schwer sich in Material rein zuhören, in kurzen Worten, wie bei einem Anfall wird hektisch hin und her gewechselt, sodass man niemals das Soundgemisch der Truppe genießen kann.

Dass man gleichfalls tolle Ansätze hat und diese aufbauend darauf zu Protokoll bringt, gilt als Rückversicherung, da gewisse Elemente und Techniken sind echt knackig und drücken gekonnt ins Gehör. Demgegenüber zerstört man mit zu wilden Wechseln und unterirdischen Passagen den Gesamteindruck. Ob gewollt weiß ich nicht, obgleich es dem Material im gesamten gesehen dies de facto nicht gut tut.

Die kompakte Grundlinie wäre, wie bereits erwähnt, wirklich gut und man kommt ebenfalls nicht drum herum oftmals genauer hinzuhören, bevor man unterdurchschnittliche Grunzeinlagen abhält, welche so manche Grind Band wesentlich besser drauf hat.

Die Größtenteils 80er Jahre Elemente lassen hier und da kleine Vergleiche mit Sarcofago zu, wenngleich man dieser Heldentruppe nicht irgendwo das Wasser reichen kann. Das Non plus Ultra ist es faktisch nicht, was hier die Brasilianer zu Protokoll geben. Verbissen bitterböse sein reicht noch lange nicht aus, mithin die unterschwellige Botschaft seitens der Band langweilen vorangehend nach dem zweiten Song gehörig. Das Problem der fehlenden Dynamik steht widerspruchslos zu dominant im Vordergrund und das spiegelt sich in den Songs wider. Nicht recht Fisch oder Fleisch kommt da durch die Boxen und jeder eingeschworene Death, wie auch Thrash Liebhaber wird aufgrund der zu wilden Songstrukturen das Konzept der Truppe zu hektisch vorkommen. Von der Produktion aus gesehen hat der Regeldreher gutes Handwerk geliefert, doch bei solch einer wilden Technik ist selbst ihm die Hand gebunden.

Fazit: Schade, denn gute Ansätze und Ideenmischungen wären erkennbar gut. Aufgrund der zu hektischen Aufbereitung und Spieltechnik einfach zu abgefahren und ausgeleiert dem Ganzen länger zu folgen als 2 Songs.

Tracklist:

01. Moloch Rise 02:50
02. Ritualistic 03:25
03. Ad Majorem Satanae Gloriam 03:33
04. Season of the Witch 03:53
05. Waters of Chaos 03:26
06. The Midnight Hunter 03:06
07. Rites of 13 Cemeteries 03:57
08. Vampiric Cannibal Goddess 02:57
09. Stained With Blood 03:39
10. Lord Death 03:39
11. Dead End 02:31
12. World Aborted 02:49
13. Live Like Suicide 04:18

Besetzung:

Lauro ‚Nightrealm (voc & guit)
Cherry (guit)
Thiago ‚Anduscias‘ (bass)
Edu (drums)

Internet:

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Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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