Band: Nighon
Titel: The Somme
Label: Inverse Records
VÖ: 05. Mai 2017
Genre: Metal / Symphonic Shock Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Lazer

Nighon - the Somme album artwork, Nighon - the Somme album cover, Nighon - the Somme cover artwork, Nighon - the Somme cd coverDie Finnen wollen uns schocken…oder schockieren? Aus diesem Grund senden sie uns dieser Tage ihren Schock-Export Nighon mit ihrem neuesten Output „The Somme“. Symphonic Shock Metal nennt die Band ihren Stil selber. Nun ja, Shock Metal könnte es wohl treffen, symphonic trifft es jedenfalls sehr gut.
Ihre Intros und Zwischensequenzen sind eine Mischung aus Marilyn Manson und Dani Filth. Das ist aber dann auch schon alles, womit der Schockfaktor gleich wieder um einige Prozentpunkte hinterfällt.

Abfallen wird der Symphonic Metal Teil dieser Band diesmal hingegen bestimmt nicht. Die Tracks der Finnen – und -innen sind von vorne bis hinten durchdacht arrangiert und weisen unzählige Details auf. Hier hat wohl jemand wert auf spezielles gelegt. Ziemlich harte Riffs und schroffes geshreddere am Bass, in Verbindung mit dem treibenden Schlagwerk, lassen „The Somme“ ganz schön hart rüberkommen. Sobald aber die Dame des Hauses, Alva Sandström, ihre engelhafte Trällerei beginnt, rasseln die Härtepunkte dieser Platte gleich wieder gen Keller. Nicht, dass die Dame nicht singen könnte – ganz im Gegenteil – Alva ist eine tolle Sängerin und sie verleiht den Songs Tiefgang, Ausdruck und Gefühl. Aber die Songs bei/von Nighon werden dadurch etwas zu weich gespült.

Wenn wir schon bei den Kritikpunkten sind, muss ich auch noch anmerken, dass von der hier servierten einer Stunde, gut und gerne 35 Prozent Zwischensequenzen und fünf Minuten sphärische Klänge zum Einleiten oder Ausklingen sind. Vor allem die eingespielten Zwischensequenzen können mit der Zeit dann aber doch dezent am Nervenkostüm zerren.

Zu den oben genannten Pluspunkten möchte ich noch die Growls des Herren Häggblom zählen. Diese sind einwandfrei, punktgenau, nie übertrieben oder übers Ziel hinausgeschossen, sondern nahezu perfekt.

Mein Fazit: Mit „The Somme“ haben sich Nighon schon eine sehr hohe Latte für nachfolgendes Material gelegt. Wenn die Frauenstimme noch ein klein wenig mehr nach Metal klingen würde, wäre hier wohl die volle Punktzahl fällig gewesen. Nichts desto Trotz, haben die Finnen einen sehr guten Job gemacht und ein richtig geiles Album
zusammengestellt.

Tracklist:

01. Marseille 1914
02. The Greatest Of Catastrophes
03. The Dirge
04. Lest We Forget
05. Medic
06. Blow Them To Hell
07. Altafjord
08. Scharnhorst
09. Reclaiming Ravenpoint
10. You Do Not Know What The Night May Bring
11. Minor Secundus
12. Tragédie
13. I Fear For Tomorrow
14. Somme

Besetzung:

Nico Häggblom – Vocals
Alva Sandström – Vocals
Björn Johansson – Guitars
Michael Mikander – Guitars
Mats Ödahl – Bass
Mika Paananen – Drums

Internet:

Nighon Website

Nighon @ Facebook

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