Band: Northland
Titel: Freezing Sadness
Label: Selfreleased
VÖ: 2007
Genre: Folk/Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Metal Made in Spain ist und bleibt einfach ein anderes Thema. Aus dem südlichen Zipfelchen von Europa kommt einfach Metal mit einer Qualität die seines Gleichen sucht. Woran es liegt habe ich mich schon oft gefragt. Kurz und bündig erklärt die Liebe zur Musik. Dort laufen einfach die Uhren noch etwas anders, die Bands fragen sich nicht zuerst wie berühmt man werden oder wie viel Kohle man einsacken kann. Nein hier geht es noch um die Musik, Spaß an der Mucke und Leidenschaft für den Metal.

Unsere Freundin Mar Castellanos hat uns auf die Truppe Northland aufmerksam gemacht. Typisch für den spanischen Raum ist Power Metal a la Helloween, Gamma Ray und Hammerfall. Anders läuft das bei dieser Truppe die sich Viking/Melodic Death Metal auf den Banner geschrieben haben.

Gegründet wurde die Truppe 2004 durch Pau Murillo (guit & voc) der mit seinen Kumpels aus Jux und Laune angefangen hat ein wenig zu zocken. Nach einigen hoch und tief’s stand die Band schon kurz vor dem aus. Dennoch Pau war Gott sei dank oder sollte ich sagen Odin sei dank stur genug um weiter zu machen. So fand er in Sergi Gracia (guit) und Eric Vilajosana (bass) zwei Mitstreiter, die seine Leidenschaft für dieses Genre teilten. So wollten die Herrschaften etwas mehr Folk Elemente einbinden und diesen Part übernahmen von nun an Jonathan Navarro (keys) und Guzman Diaz (violin). Nach einem kurzen Gastspiel ihres Drummers Cristian machte dieser Platz für ihren derzeitigen Schlagwerker Dani Mateu. Mit diesem bestehenden Line Up haben die Ombres nun ihren neuesten Output „Freezing Sadness“ auf einen Rundling gebrannt und diesen werden wir mal genauer unter die Lupe nehmen.

Mit schönen nordischen Klängen beginnt der erste Track „Where the Heroes Die“ bevor man ordentlich zur Sache geht. Zwar ist die Produktion nicht so gut ausgefallen, aber schreckt nicht davor hinweg, dass das Material einen von Beginn an umhaut. Da kann man nur Respekt zollen. Viel Liebe zum Detail wird in die Songs gepackt. Pau Murillo schreit sich die Seele aus dem Leib, als gebe es kein Morgen. Weiter geht es mit „Warriors of Ice“ hier spiegelt sich wieder das man es locker mit skandinavischen Größen a la Ensiferum oder Moonsorrow aufnehmen kann. Ob man nun in das Klischee alle Viking Bands müssen aus dem Norden kommen passt oder nicht ist mir Schnuppe. Die Jungs haben Spaß an der Musik und dies hört man auch deutlich raus. Da ist es echt egal aus welchem Teil man aus Europa kommt. Deutlich weniger heroisch geht man bei diesem Stück zur Sache. Täuscht aber nicht davon hinweg, dass man auch hier nicht auf die Folk Elemente vergessen hat. Ob man nun dies liebt oder nicht ist so eine Sache. Die Band hat eine gute Ausgewogenheit gefunden um nicht zu überladen oder zu kitschig zu klingen. Lied Nummer drei „Ancient Tales“ schallt etwas fröhlicher aus den Boxen und dennoch holzt man auch hier jeden Baum nieder. Eine schöne dunkle nordische Brise weht dem Hörer hier um Ohren. Das nach dem Album betitelte „Freezing Sadness“ steht an nächster Stelle und beginnt sehr heroisch. Schöne nordische Klänge bohren sich in meinen Gehörgang und so geht es auch weiter. Dies ist die heroischste Nummer auf diesem Rundling. Deutlich im Midtempo ist dieser Song angesiedelt und die schöne Mischung aus rauer härte und schönen ruhigen Klängen im Hintergrund verlangt nach mehr. Den Abschluss macht das folkig beginnende Stück „The Awakening“, aber lange ruhig und beschaulich bleibt es auch hier nicht. Denn nach einigen Sekunden brennt man wieder Dörfer in bester Wikinger Manier nieder. Die heroischen Zwischengesänge ziehen sich wie ein roter Faden durch dieses Lied und beschließt ein gut gewordenes Album.

Mir bleibt nur zu sagen: Wo ist denn mein Helm und meine doppelschneidige Axt um mich Richtung Spanien aufzumachen um mit den Jungs auf Beutezug zu gehen wie einst die Nordmannen. Viel Liebe zur Musik und zum Detail machen die Band zu einem Kracher. Wer sich das Album zu Gemüte ziehen möchte kann dies bequem machen. Northland haben die Cd auf ihrer Homepage zum download bereitgestellt. Kann ich nur hoffen dass den Jungs auch die Möglichkeit geboten wird sich live bei uns vorzustellen. Gute Arbeit meine Herrschaften die Scheibe bekommt einen guten Platz in meiner Sammlung.

Tracklist:

01. Where the Heroes Die… (04:26)
02. Warriors of Ice (04:14)
03. Ancient Tales (04:56)
04. Freezing Sadness (05:22)
05. The Awakening (05:45)

Besetzung:

Pau (guit & voc)
Sergi (guit)
Eric (bass)
Guzman (violin)
Dani (drums)
Pol (keys)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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