Band: Omen
Titel: Hammer Damage
Label: Pure Steel Records
VÖ: 27.03. 2016
Genre: US Power Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Daniel

Bedingt durch Sängerwechsel und Unwetterschäden am Haus des Gitarristen Kenny Powell war ein neues OMEN – Album ja schon mehr ein Insidejoke denn spannend erwartet.
Als vor fünf Jahren mit Epitaph ein erster Track online gestellt wurde, schien man selbst den größten Kritikern Lügen zu strafen.
Doch leider kam es mal wieder anders. Erst der Sängerhickhack, bei dem Matt Story nach Georg Call den Hut nehmen musste und zu allem Übel fegte ein Orkan das Studio weg.

Und trotzdem verlor man als Fan, der ich bin, nie die Hoffnung.
Und so sehr ich mich nach über einem Jahrzehnt über ein neues Album auch freue, und so sehr auch die Rückkehr von Kevin Goocher – der schon den passablen Vorgänger Eternal Black Dawn einsang – sich als Gewinn erweist, es wird die Anhängerschaft erneut spalten.
Aber das liegt wohlgemerkt NICHT an den Songs, die sind zweifellos die Besten seit 1986. Einige hätten sogar anstandlos auf The Curse stehen können.
Chaco Canyon (Sun Dagger), Eulogy For A Warrior, Caligula und insbesondere Knights sowie Hellas sind das, was Omen – Fans sich nie gewagt haben zu erträumen:
Nämlich Power Metal – Epen, welche durchaus an die ersten drei Referenzwerke anschließen.

Doch die Sache hat, gerade in Anbetracht der starken Songs, gleich mehrere schmerzhafte Haken:
Da wäre zunächst einmal die Produktion, die sehr rau und ungeschliffen ist. Das wäre aufgrund des unglücklichen Entstehungsprozesses sicher noch zu entschulden, zumal es gerade aus den USA immer wieder Alben gibt (die letzte DSG beispielsweise), die nicht einmal den Standard erreichen der auf HAMMER DAMMAGE vorherrscht.
Aber gerade dadurch kommt das Hauptmanko besonders zur Geltung, und das sind die „Drums“. Im Booklet ist zwar Steve Wittig benannt, doch entweder musste der arme Kerl mit gebrochenem Bein, ausgekugelter Schulter und verstauchtem Handgelenk in`s Studio oder hatte keine Lust beim einspielen der Songs.
Ich mutmaße eher, das Rock`n`Rolf Intimus Angelo Sasso ausgeholfen hat. Denn das „Drumming“ ist, um es diplomatisch zu schreiben, sehr fragwürdig und wird dem Album selten gerecht.
Das macht den sperrigen Opener und Titeltrack anfangs unerträglich, den eigentlich starken Uptempo – Banger Cry Havoc gewöhnungsbedürftig und wertet den aus massenmedialer Sicht auf 9/11 Bezug nehmenden Track Era Of Crisis ab.

Das sind alles Fakten, die ich als Rezensent benennen muss. Objektiv wirkt HAMMER DAMMAGE unfertig, hat mehr was von Pre – Production als von einem Album. Und in Anbetracht der Tatsache, dass der Geist der alten Alben hier durchweg existent ist, eine vertane Chance die in der Endabrechnung wenigstens einen Punkt kostet.
Als Fan bin ich jedoch einfach nur froh, nicht nur die neue, sondern auch eine sehr starke OMEN – Scheibe in den Händen zu halten.
Denn weil die Songs so stark sind, habe ich mir sowohl Sound als auch Drumcomputer schöngehört. Eine Maßnahme, die sich gelohnt hat. Ich knie täglich vor der Anlage, während der Autofahrt reckt schonmal die Faust aus dem Auto und ohne das Album wenigstens einmal am Tag laufen zu lassen ist dieser einfach nicht perfekt.
Aber es gibt auch eine Menge Leute, die das nicht so sehen. Am Ende kann ich das Album nicht bedingungslos empfehlen, hört hier einfach mal selber rein.

Trackliste:

01. Hammer Damage
02. Chaco Canyon (Sun Dagger)
03. Cry Havoc
04. Eulogy for a Warrior
05. Knights
06. Hellas
07. Caligula
08. Era of Crisis
09. A.F.U.

Besetzung:

Kevin Goocher – vocals
Kenny Powell – guitar
Andy Haas – bass
Steve Wittig – drums

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