Band: Opalized
Titel: Rising from the Ashes
Label: Selfreleased
VÖ: 24.02.17
Genre: Metalcore/Hardcore
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Opalized - Rising from the Ashes album artwork, Opalized - Rising from the Ashes album cover, Opalized - Rising from the Ashes cover artwork, Opalized - Rising from the Ashes cd coverMetalcore/Hardcore wird von der aus Bordeaux stammenden Fraktion Opalized geobten. Punkt und hier könnte eigentlich die Rezension enden oder? Eher im Gegenteil, genau hier fängt sie erst an, denn mit welcher Vehemenz die Franzosen uns die Gehörgänge zu donnern ist unglaublich. Dies ist kein Material für lockere Power Ranger, sondern für eine breite Klientel zwischen Thrash, Death und eben dem Metalcore. Querbeet ein wird mit den Fragmenten der genannten Genres jongliert und die Combo versteht es, wie man das Ganze auch noch reichhaltig vermischen muss. Vom Fleck weg werden keine Gefangene gemacht und mit einem sadistischen Grinsen hechten die Franzosen über unsere Köpfe hinweg. Bei den Jungs handelt es sich nach meiner Meinung nach um einen Act, welcher eine große Hoffnung der Metalcore Szene werden könnte und dies ohne entsprechendes hypen. Direkt wird aus den Vollen geschöpft und die Truppe zeigt, dass man im Metalcorebereich durchaus oder besser gesagt, nach wie vor, für ein facettenreiches Programm sorgen kann. Dicke Riffs und aggressives Shouting treffen auf fette Breakdowns und melodische Gitarrenläufe, dazwischen gute Growls, welche ebenfalls von anderen Death Metal Kapellen stammen könnte.

Ein Donnerschlag folgt dem nächsten und die Franzosen lassen einen spärlich zur Ruhe kommen. Es wird nichts unversucht gelassen, dem geneigten Hörer die Peitsche über den Rücken zu klatschen. Dies macht man mit viel Groove und ebenfalls sehr hämmernden Death ‚n‘ Roll Attitüden. Gekonnt vermischt und mit einer enormen Soundwand vor der man nur niederknien kann.

Die anhaltend wechselnden Gitarren klingen wie im Melodic Death Bereich angesiedelt, während man kurzum das Ruder herumreißt und dominanter die Metalcore Gestade ansteuert. Demgegenüber passt sich außerdem das Shouting an und somit kommt viel Abwechslung ins Spiel, welche einen dermaßen eine Reizüberflutung im ganz großen Stil bescheren.

Einfühlungsgabe und wütende Angriffslust werden gekonnt miteinander verbunden bzw. dienen als Duellpacket und das raubt einem die Spucke. Das gestartete Donnergewitter ist einfach unsagbar toll und man zeigt sich von der farbenbunten Seite und das macht den Silberling zu einem wahren Hörgenuss.

Ein sich stets ergänzendes Gesamtpacket das dem Hörer mit enormer Gewalt in den Gehörgang gedrückt wird. Die unglaubliche Leidenschaft und Spielfreude werden dem Hörer zuteil und beharrlich werden noch einige Schrauben nachgedreht. Diese, sogenannten Daumenschrauben werden allerdings nicht gelockert und die Franzosen bringen die toll vermischte, brachiale Gewalt wunderbar zur Geltung. Hier wird nicht schnöde das Metalcore Süppchen gebrüht, sondern im großen Stil ein flächendeckender Brand in Schach gehalten. Zündende Hooklines aus allen Rohren und gekonnte Solieinlagen auf einem derart hohen Level, dass man die Kinnlade kaum noch zubekommt

Fazit: Enormes Metalcore Scheibchen, bei welchem die Franzosen die Qualitätsmarke außerordentlich vorlegen.

Tracklist:

01. The Fall
02. Gives It Back
03. The End Of Human Reign
04. Unity
05. Black Flag
06. Near Death Experience
07. Rising From The Ashes

Besetzung:

Boris Kasnov (voc)
Joachim Touron (guit & clean voc)
Seeklone (guit & studio drums)
Rémy Pasques (bass)

Internet:

Opalized @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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