Band: Pact
Titel: The Infernal Hierarchies, Penetrating the Threshold of Night
Label: Moribund Records
VÖ: 2014
Genre: Black Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Black Metal ist immer so eine Sache, vor allem wenn er aus den Staaten kommt. Eigene Interpretationen oder gar eine eigenständige Beeinflussung findet man weniger. Demnach ist auch durchaus legitim hier zu sagen, dass die Black Metal Bands aus den Staaten sehr europäisch ihr Werk verrichten. Doch auch hier ist die Szene in mehrere Nischen aufgeteilt. Wohl am stärksten bekämpfen sich die True und jene Blackies, welche sich mehr der Experimentierfreudigkeit widmen. Bei den vorliegenden Pandabären von Pact ist dies sicherlich etwas Black/Death lastiger ausgefallen. Man widmet sich astreinen, urtypischen Schwarzwurzel Beats, wertet dies aber sehr gut mit scharfen Death Peitschenschlägen aus. Dies gipfelt immer wieder in sehr rassigen, sehr eisernen Black Beats, welche auch von Ambient Bands verwendet werden. Dies zu kombinieren ist schier unmöglich und auch hier ist ein größeres Manko bei den Stücken, da einfach zu ruppige gewechselt wird. Es kommt einem aber nicht, wie bei vielen Kollegen zu Lückenhaft vor und das muss man den Amis wirklich hoch anrechnen, das sie es doch behutsamer geschafft haben, es aber sicherlich noch sehr stark ausbaufähig ist. Was eine weitere, durchaus positive Eigenschaft ist, ist die Produktion. Während viele Pandabären hier einen auf Underground machen und sich zu True geben und ihre Machwerke in Höhlen oder im Wald mit einem alten Kassettinger aufnehmen, bauen die Ami Blackies auf einen durch und durch wuchtvolle Produktion, welches sich für diese Tracks superb anhört und einem dadurch eine Schwallwelle des Sturms nach dem anderen um die Ohren geblasen werden. Dies passt einfach und hievt die Stücke auf eine andere Ebene. Das man dadurch auch nicht unbedingt eingefleischte Black Metaller überzeugen kann und auch vermehrt den Deather mit Polenbeeinflussung reizen könnte steht hier außer Frage. Viel Schwung, Tempe und schlagende Argumente werden ganz gut zum Ausdruck gebracht, wenngleich einfach die Originalität etwas flöten geht, da man eben zu nacheifernd den polnischen Black, wie auch Death Bands hier huldigt und auf eigene Innovationen sehr arg vergisst.

Fazit: Guter Black Metal, mit vielen guten Eigenschaften, wenn auch einigen Makeln. Die Jungs sind auf einem sehr breiten Grat zwischen verdammt gut und etwas hinkend. Dennoch donnert das Album mächtig und beim nächsten Silberling mehr Eigeninnovation auf den Silberling gepackt, so wären die Burschen der Brenner schlechthin für die Blackszene.

Tracklist:

01. The Hell of Supernal’s 03:26
02. Baal-Zebub Lord of the Flies 04:23
03. The Great Serpent of Tehom 04:47
04. Firelord Andramelch 06:42
05. Pactmaker Lucifuge 05:07
06. Under the Eclipse of Tiphareth 05:17
07. The Witchmother of Shade’s 05:41
08. Asmodeus Beast of Judgement 05:13
09. The Howling of Gamchicoth 06:16

Besetzung:

Hag (voc)
Wretch (guit & bass)
T (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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