Band: Parsifall
Titel: Tears to Wine
Label: Noisehead Records
VÖ: 2008
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Herben Grindcore aus dem Bayernland habe ich heute für euch parat. Die Truppe nennt sich Parsifall und die Jungs werkeln seit 2004 an ihrem Material, welches für alle Circle Pits Fans gedacht ist. Mit der Unterstützung von Noishead Records begibt man sich nun auf zum Kriegspfad. Bei diesem haben nun Dave (voc), Chuck (guit), Twis (bass) und Erik (drums) angeheuert, um „Tears to Wine“ unter Dach und Fach zu bringen. Die Mixtur die man hier für die Fans parat hat ist ein herber Schlag mitten ins Gesicht und sicher nichts für Weicheier. Weiters muss hier angemerkt werden sollte man von diesem Album eher die Finger lassen, wenn man zur Schnellhörerfraktion gehört. Es verlangt schon etwas Zeit um sich vollends vom Material der deutschen Corefraktion die Gehörgänge durchblasen zu lassen.

Recht ruhig und dennoch bedrohlich zeigt man sich als Eröffnung bei „Another Place To Hide Your Face“. Doch nach etlichen Sekunden holt man zum Rundumschlag aus und es wird im besten Core Style gezockt. Auch wenn man jetzt nicht komplett einen auf wilde Sau macht kann man durchwegs zu den Klängen abgehen. Kurze Groove Halte leiten zum Moshteil über und bei diesem kann man wieder zu den Klängen der Jungs abgehen, um sich mit anderen zu duellieren. Auch „The Nest“ ist mit einer verhaltenen Einleitung versehen worden. Wobei man sich aber hier etwas melodischer präsentiert als beim Vorgänger. Diesem Einfluss misst man auch deutlich länger bei und nur für kurze Wutausbrüche hat man hier Zeit. Der Gesamteindruck wirkt dadurch sehr leidend und anklagend. Klare Gesangspassagen haben mehrheitlich die Oberhand und werden für den Härte und Wutteil durch eine wilde Brüllerei abgelöst. Guter Soundzwiespalt der uns hier geboten wird. Nahtlos schiebt man nun „Kill The Cain“ nach. Vom Fleck weg geht es hier ans Eingemachte und die Truppe ballert ein flottes Programm welches immer wieder vom galoppierenden Teil, in einen speedigen mündet. Wutentbrannt und anklagend geht es im Refrainteil zu, bevor die Formation dem Fan wieder in den Allerwertesten tritt. Deutlich grooviger wird nun „Cleaver“ nachgeschoben. Verzerrte Spielerei steht als Eröffnung hier am Tagesprogramm. Erst nach und nach starten hier die Triebwerke, was durchaus Sinn macht und das Gefühl an Weiterentwicklung zulässt. Somit bekommt man hier ein sehr farbenbuntes Gebräu geboten was wie eine herbe Mischung die Kehle runter rinnt. Eine totale Soundgefühlmischung für wirklich beschissene Tage wird uns hier geboten. Genau in diesen Momenten sollte man die Nummer bei voller Lautstärke genießen. Ruhig und beschaulich ist der Beginn von „The Face“ ausgefallen. Gefühlvoll kann man diesen Klängen lauschen, doch lange sollte man dies nicht machen, denn nach etwa 30 Sekunden geht es wieder hinüber in den härteren Teil. Wenngleich man auch hier die Zügel fester im Griff hat und nicht den Gashahn komplett aufdreht. Somit kann man hier durchaus von einem flotteren, zweiten Part nach dem Vorgänger sprechen. Erst nach und nach werden einige Kohleschippen in den Ofen geworfen um an Fahrt hinzuzugewinnen. Auch das folgende „Blood Flood“ wurde mit einem besonnenen Anfang versehen. Doch recht schnell findet hier der Übergang statt und nach und nach begibt man sich auf eine flottere Fahrt auf. Doch einmal mehr tritt man nicht vollends das Gaspedal, auch wenn man deutlich flotter dahin schippert als beim Vorgänger. Recht verspielt starte die letzte Nummer des Albums mit Namen „Pieta“. Recht funkig klingt hier die Einleitung der Herrschaften. Die experimentellen Einflüsse werden aber etwa nach 50 Sekunden komplett über Bord geworfen und man knallt uns hier einen guten von Soulfly bzw. Cavalera Conspiracy beeinflusste Granate vor, die eine komplette Wutexplosion ist und das Album sehr gut abrundet.

Fazit: Gelungener Grindcore Happen mit etlichen experimentellen Ideen. Freunde von Soulfly und Co könnten hier auf ihre Kosten kommen.

Tracklist:

01 Another Place To Hide Your Face
02 The Nest
03 Kill The Cain
04 Cleaver
05 The Face
06 Blood Flood
07 Pieta

Besetzung:

Dave (voc)
Chuck (guit)
Twis (bass)
Erik (drums)

Internet:

Parsifall Website

Parsifall @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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