Band: Pripjat
Titel: Sons Of Tschernobyl
Label: Bret Hard Records / SAOL / H´Art / Zebralution
VÖ: 2014
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Aufgrund meines Berufs und meiner Interesse an Geschichte, vor allem meiner Jugend kam ich ja auch nicht drum herum mich mit Tschernobyl, dem Unglück und dem nahe liegenden Pripjat zu beschäftigen. Erst jüngst habe ich eine Dokumentation über die Rückkehr nach Pripjat verfolgt und da trudelte auch das Debüteisen „Sons Of Tschernobyl“ der Kölner Thrash Metal Combo ein. Musikalisch wird hier noch einmal eine Endzeitstimmung aufgewühlt, welche ja schon bei vielen und vor allem jüngeren Generationen vergessen wurde. Freilich hat meine Wenigkeit auch den Film Tschernobyls Diary gesehen und war bitter enttäuscht was daraus gemacht wurde. Ist die Thrash Thematik hier eine bessere, ja ist sie und wie. Freilich kann man gleich raushören, und darum machen die deutschen Thrash Maniacs auch keinen Hehl sind sie von Slayer, Kreator und Destruction beeinflusst. Kreator gelten meiner Meinung nach als absoluter Hauptbestandteil im Sound. Dies kann man jetzt durchaus als weniger originell betiteln, doch für meinen Teil macht der geprägte Urthrash Sound der deutschen Wegbereiter durchaus Sinn. Erfrischend klingen die Jungs und dies ist meiner Meinung nach im Thrash Bereich am wichtigsten. Mit diesem Einfluss geizen die Jungs auch nicht und ballern eine reichhaltige, pressgenaue, vitalisierende Mischung dem geneigten Thrash Freak vor den Bug. Die Verflechtung der typischen, harschen Thrash Rhythmik, mit reichhaltigen Melodien im Konzept ist sehr gut gelungen und weiß auch durch die Bank zu beeindrucken. Stimmig wird die Maschinerie des Stils am Laufen gehalten und dabei laufen alle Räder und Kolben auf Hochtouren. Gekonnt wird von den Kölnern eine Mucke gezockt die eben die Thrash Alarmglocken läuten lässt. Etwas geht zwar die eigene Innovation etwas ab, doch dies ist nicht weiter tragisch, denn durch die Verjüngung der alten Thrash Trademarks der genannten Bands ist der Hörgenuss dadurch nicht geschmälert, eher im Gegenteil dies weiß einfach zu unterhalten. Die Thematik Atomgefahr ist ja nach wie vor up to date. War es in den 80ern noch der immer wieder nahende Atomkrieg an dem wir ja bekanntlich oftmals sehr knapp waren, ist es in der heutigen Zeit der Faktor der Kraftwerkunfälle und den Nachwehen. Somit hat man den Zahn der Zeit aufgegriffen und bietet eine stimulierende Thrash Metal Unterhaltung mit dieser Thematik. Dies gilt was mich betrifft als durchaus spitzfindig und dadurch liest man sich auch die Texte etwas genauer durch, welche ja bekanntlich oftmals oder bei vielen eher Nebensache sind.

Fazit: Dem ordentlichen Thrash Metal Brett welches hier abgeliefert wird sollte man sich nicht verschließen. Man kann jetzt über Originalität streiten oder auch nicht, Fakt ist, dass der Thrash Metal aus dem Hause Pripjat eine durch und durch mörderische, gut ausgeklügelte Wand ist.

Tracklist:

01. Nuclear Chainsaw
02. Liquidators
03. Acid Rain
04. Born To Hate
05. Snitches Get Stitches
06. Red Disease
07. Destruction Manifesto
08. Toxic
09. Sons Of Tschernobyl
10. Ликвидаторы (Liquidators mit russischem Text)

Besetzung:

Kirill Gromada (voc & guit)
Eugen ‘Dude’ Lyubavskyy (guit)
Michael Thomer (bass)
Yannik ‘Bobo’ Bremerich (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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