Band: Q5
Titel: New World Order
Label: Frontiers Music s.r.l.
VÖ: 08.07.16
Genre: Heavy Metal/Hard Rock
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Die aus Seattle stammenden Heavy Rocker wollen es noch einmal wissen. Die Formation ging ja zu Beginn ihrer Karriere ordentlich unter, denn die Alben „Steel The Light“ (1984) und „When the Mirror Cracks“ (1986) waren tolle Scheibletten des Genres, welche eigentlich kaum Achtungserfolg erzielten. Auch Videoclips auf MTV halfen den Jungs nicht wirklich auf die Sprünge und so wurde die Band still gelegt. Kurz 2009 neu aufgelegt und sogleich wieder in der Versenkung verschwunden. Nun sind die Amis wieder da und das nicht nur für ein aufblitzen, nein auch mit einem neuen Album. „New World Order“ nennt sich der neueste Rundling der Seattler Heavy Rocker und klingt? Wer es nicht weiß, die Jungs sind eine sehr dreckige, teils Glam verwandelte Version von Saxon, was auch am Gesang ihres Fronters liegt.

Keine Frage der NWOBHM Legende hat man eigentlich nichts entgegen zu setzen, denn die sind ein Unikum und nicht erreichbar. Eine andere Abform aber aus Amerika klingt sehr erfrischend und macht auch Laune, wenngleich auch nur für den altgedienten Rocker, welcher sich auch etwas mit der musikalischen Geschichte befasst und Raritäten liebt. Ohne Frage ist es nach wie vor äußerst schwierig an die ersten beiden Alben der Amis ran zu kommen und so darf man sich durchaus vorab das Gehör mit der amerikanischen Version von Saxon erfreuen.

Die Eckpfeiler sind gesetzt und wie klingt das im neuen Bestehungsjahr? Würde sagen wie eine aufgelebte Version von „Forever Free“ von Saxon. Klingt abermals nicht originell richtig? Ja mag so an sich wirklich stimmen, aber die Truppe aus Seattle rockt nicht minder überzeugend die Bude. Freilich fehlt hier dann die Eigenständigkeit, diese ist auch nicht unbedingt dauerhaft vorhanden, wenngleich die Amis bemüht sind, durchwegs eigene Akzente zu setzen, dennoch dominiert ein Saxon basierendes Spiel vom genannten Album das Programm. Klingt aus dem Hause Q5 frisch vorgetragen, aber eigene Innovation mag sicherlich anders klingen.

Was da noch übrig bleibt? Es bleibt zu hoffen dass die Jungs etwas mehr ihren eigenen Boden finden und nicht dem Adler des NWOBHM hinterherjagen. Das Album ist eine gute Hommage an das eher gedisste Album von Saxon, wenngleich die Nummern gut ins Gehör gehen. Weiters hoffe ich dass sich Q5 nicht gleich wieder auflösen und deutlich mehr in die eigene Trickkiste greifen, dann leben die alten Zeiten definitiv wieder auf.

Fazit: Das neueste Album der Q5 Réunion ist sicherlich nicht das Innovativste auf dem Markt, allerdings klingt es gut und geht auch durchaus in Ordnung. Wer Saxon und deren „Forever Free“ in einer etwas Glam unterwanderten Version mag, der darf hier durchaus reinschnuppern.

Tracklist:

01. We Came Here to Rock 04:24
02. One Night in Hellas 04:21
03. The Right Way 05:15
04. New World Order 04:33
05. Tear Up the Night 03:22
06. Halfway to Hell 02:59
07. A Prisoner of Mind 07:14
08. Unrequited (A Woman of Darkness and Steel) 04:55
09. Just One Kiss 05:09
10. Fear Is the Killer 03:24
11. Land of the Setting Sun 05:07
12. A Warrior’s Song 05:00
13. Mach Opus 206 05:34
14. Get Next to You 03:35

Besetzung:

Jonathan Scott K. (voc)
Rick Pierce (guit)
Dennis Turner (guit)
Evan Sheeley (bass)
Jeffrey A. McCormack (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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