Band: Rapture
Titel: Sinister Creation
Label: American Line Productions
VÖ: 2008
Genre: Brutal Death Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Wenn man Montezumas Rache in die Musik umwandelt hat dieser Fluch eindeutig einen Namen Rapture. Die mexikanischen brachial Deather bolzen mit einem unglaublichen Tempo das einem die Spucke weg bleibt. Bands aus Mexiko sind in hiesigen Gefilden eher unbekannt, mir persönlich fallen genau vier Namen ein Transmetal, Leprosy, Anton und Rotteness, doch auch dann ist bei mir Schicht im Schacht. Eine weitere qualitativ hochwertige Band aus dem Land der Kakteen und Aztekentempel sind nun eben Rapture. Wer auf eine Urgewalt und eine Lehrstunde in Sachen brachialer Härte genießen will sollte sich Ivan Herrera (drums), Miguel (guit), Eduardo Guevara (bass) und Bruno Blázquez (voc) und ihre Scheiblette „Sinister Creation“ zu Gemüte führen und wird diesen Rundling nicht so schnell aus dem Player nehmen.

Mit einem Horrointro, das sich erst nach und nach entwickelt startet „Creation of Death“. Danach wird einfach gebolzt was das Zeug hält. Die Jungs fahren hier Geschütze auf als wollten sie den 3. Weltkrieg auslösen. Dunkle, tiefe Growls werden hier von Bruno dreckig ins Mikro gebrüllt, während seine Combadres ein Tempo an den Tag legen, das man kaum mithalten kann. Vor allem der Junge hinterm Kit ist unglaublich, der verdrischt sein Schlagzeug als wäre es ihm gleichgültig ob es nun zu Grunde geht oder nicht. Wer hier auf feinere Melodien steht, der sollte eher die Finger von diesem Album lassen. Die Jungs haben einen derben und herben Rhythmus drauf. Gut einige melodischere Riffs werden zwar als Abwechslung geboten, aber der Großteil ihres Repertoires besteht aus speed lastigem Geschmetter. Wie ein Exekutionskommando wird auch nun bei „Abysmal Sentence“ weiter gewerkelt. Den Fuß ständig am Gaspedal walzen die Mexikaner alles platt als wollten sie den Amazonas nieder holzen. Dreckiger und rauer klingt diese Nummer, was vor allem am Organ des Fronters liegt, der hier um zacken brachialer gurgelt was die Lunge bzw. Hals zulässt. Die Abwechslung besteht hier aus einigen sehr kurzen groove Parts, danach steuert man aber wieder unvermindert speedige Gewässer an. Ohne Kompromisse wird gleich mit „Morbid Thoughts“ die nächste Granate in den Mörser geworfen. Brutale Beats stehen auch hier am Programm und normalerweise ermüdet so etwas schon, doch diese Jungs haben etwas das die Faszination nicht enden lässt. Liegt wohl auch daran das man hier etwas die Geschwindigkeit gedrosselt hat, um aber den Pegel immer wieder wie bei einem Kick Start nach oben schnellen zu lassen. Ruhiger startet nun zwar „Fetid Shell“, doch sollte man sich nicht lange ausrasten und sich auf den nächsten brachialen Schlag der Jungs gefasst machen, denn dieser folgt bereits nach wenigen Sekunden. Deutlich temporeicher wird hier geschrettert das einem Hören und Sehen vergeht. Dennoch sind deutlich mehrer Melodiestrukturen seitens der Äxtemänner auszumachen und vor allem einige Breaks erinnern mich deutlich an alte Sarcofago bzw. Bolt Thrower Sachen. Somit sind vor allem viele Fans von alten brachialen Death Metal Bands hier dazu animiert ihren bereits in die Jahre gekommen Körper zu den Klängen der Herrschaften zu bewegen. Eine sehr leckere Eröffnung hat man nun mit „Clockwork Hatred“ parat. Sehr an ältere Slayer Songs erinnert dieser Anfang, doch danach fährt man wieder ein eisiges Programm. Zwar hat man hier deutlich mehr Thrash Metal Einflüsse gewählt die an alte Szenekollegen erinnern, doch die Truppe hat diese Einflüsse mit viel brachialer Gewalt verfeinert und somit sind beide Seiten alte, als auch neuere Fans der Hartwurstmusik angesprochen. Eine Rakete jagt auf diesem Output die nächste und man lässt den Zuhörer gar nicht zur Ruhe kommen. Somit fährt man durchwegs eine speedige Schien und tut dies auch bei „Atrophied Mind“. Deutlich rauer wirkt dieser Track und vor allem durch das unglaubliche Tempo kann man kaum ruhig sitzen. Hier hat man die Thrash Metal Anleihen komplett über Bord geworfen, dafür kommen nun die Fans des brutalen Death Metal zum Zuge. Der Drummer schlägt auch weiterhin auf sein Felle und denke mir nach dem einspielen dieses Outputs musste der gute Aufgrund eines Herzkasper ins nächste Hospital gebracht werden. Der Junge legt ein Tempo an den Tag und das Ganze klingt als wolle er seine Amigos vor sich wie ein Maschinengewehr erledigen. Etwas grooviger startet nun „Complex of Flesh“. Der Fuß wurde nun etwas vom Gaspedal genommen und lässt ein kurzzeitiges Verschnaufen zu. Doch lange nimmt man nicht Rücksicht und Rapture feuern wieder aus allen Rohren. „Dark Nova“ ist der reguläre Todesstoß Windgeheul mit anschließender Explusion und genau dort knüpft das Kleeblatt an und schrettert wieder ordentlich. Deutlich thraschiger klingt diese Nummer. Vor allem der Rhythmus weis binnen Sekunden zu gefallen. Als besonderen Abschluss hat man das Grave Cover „Bullets are Mine“ auf den Silberling gepackt. Sehr gut in Szene gesetztes Cover. Zwar hat man hier nicht wesentlich viel verändert und dennoch drücken die Burschen diesem Cover ihren eigenen Stempel auf.

Fazit: Wem melodische Sachen zu wieder sind, der sollte sich schnellstens diesen Output sichern und infernal zu den Klängen abgehen und seine Mähne bis zum Ausfall sämtlicher Haare schütteln.

Tracklist:

01. Creation of Death 04:34
02. Abysmal Sentence 03:44
03. Morbid Thoughts 04:47
04. Fetid Shell 04:56
05. Clockwork Hatred 06:12
06. Atrophied Mind 03:42
07. Complex of Flesh 04:19
08. Dark Nova 04:05
09. Bullets are Mine (Grave cover) 03:40

Besetzung:

Ivan Herrera (drums)
Miguel (guit)
Eduardo Guevara (bass)
Bruno Blázquez (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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