Band: Razorwyre
Titel: Another Dimension
Label: Infernö Records
VÖ: 2012
Genre: Heavy/Speed/Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Neuseeland  ist wohl ein von mir schon ewig gestecktes Reiseziel. Wer weiß nichts über die Mythen dieser Insel am anderen Ende der Welt. Gut wir wissen dass es dort viel zu sehen gibt und auch der Herr der Ringe dort gedreht wurde. Wussten wir oder besser gesagt wusste ich das dort auch Metal Bands beheimatet sind? Eigentlich nicht und so bin ich nun doch verwundert das Razorwyre eben von dort stammen. Ihre Bandgeschichte ist noch eine recht junge, nicht so aber ihr Sound, denn sie zelebrieren Heavy/Speed/Power Metal der urtypischen Art und vor allem Kuttenträger werden sogleich hellhörig werden. Auch kein Wunder, denn das was da sogleich aus den Boxen rattert ist einfach ein Stahlgeschoss, das den Spirit des 80ers nicht besser rüber bringen könnte. Wenn man bedenkt dass die Band erst vor gut zwei Jahren gegründet worden ist, könnte man gleich glauben es handle sich um eine Band, welche schon in den 80ern ihr Unwesen getrieben hätte. Ihre Bandbreite ist ebenfalls breit gefächert. Würde aber eigentlich sagen, dass sie deutlich mehr im amerikanischen Sektor angesiedelt sind. Sprich eine Mischung aus US und Canadian Metal der genannten Trikombination des Genres. Unglaublich wie wohltuend hier die alten Spirits locker vom Hocker vorgelegt werden. Eine Hommage an Cirith Ungol, Anvil, wie auch early Diamond Head sind wohl hier die stärksten Zeichen welche einem amtlich um die Ohren geblasen werden. Nun ja seien wir ehrlich Bands dieser Marke gibt es wirklich zur Genüge, doch man kann einfach nicht auf den erfrischenden Sound dieser Wellingtoner Truppe verzichten. Mit einer Verjüngungskur und dennoch nicht zu Frevelhaft zu neu zu klingen torpedieren sie uns mit Granaten der Extraklasse. Hier darf einfach frisch von der Leber geheadbangt werden was das Zeug hergibt. So ihr Kuttenträger wenn ihr bis dato noch nicht eure Bier getränkte Kutte um gestreift habt wird es Zeit und weil ihr gerade dabei seid, vergesst bloß die Spandexhose und die Nietenarmbänder nicht. Mit diesen Utensilien gewappnet macht das Hören des Materials nur noch mehr Spaß. Wie in einem nicht endend wollenden Rausch erspielen sich die Neuseeländer sich bis in die letzte Gehirnwindung des True 80ies Heavy Fan und das wie ein tödlicher Virus. Unglaubliches Potential welches sich hier hinter dieser Formation verbirgt. Man prescht und rattert in einem nicht endend wollenden Sog des Speed und dennoch werden kürzere Breaks eingelegt und auch hymnisch Fäuste reckende Fragmente werden nicht ausgelassen und immer wieder zum richtigen Zeitpunkt als kürzere Pause rein geschnalzt. Kann man sie als Botschafter der traditionellen Klänge bezeichnen. Ja man kann und muss, denn das was hier vom Stapel getreten wurde lässt nichts anderes übrig. Hier können sich sogar viele Bands aus den guten alten Tagen verstecken. Das kann man nun meine Person betreffend als Frevel bezeichnen, aber einmal erst die Songs gehört wird man verstehen warum ich das hier anmerke und mir schlussendlich recht geben. Die vielfältige Klangschönheit des urtypischen True Metals in all seinen Variationen nimmt kein Ende und so bekommen wir ein opulentes Mahl bestens aufbereitet. Melodie, wie auch härtere Gangarten werden als Explosionskombination superb zum Zünden gebracht. Selbstredend hinterlässt man nur Staub und Asche so wie man es einfach erwartet. Hier wird vom ersten bis zum gottverdammten letzten Stück einfach eine Zeitreise präsentiert die man einfach genießen muss. Mit einem Humpen kühlen Bier bewaffnet und mit amtlicher Uniform ausgestattet steht so einer superben 80er Party nichts im Wege.

Fazit: Hochgefährliches Potential verbirgt sich hinter der Truppe aus Wellington. Somit ein Beef Wellington des Heavy/Speed/Power Metal, welches wütend schnaubend erlegt und opulent aufbereitet wurde. Hier läuten die 80er Glocken wie sie wohl schon lange nicht mehr geläutet haben. Die Neuseeländer gehören für mich für die Ikonen der Szene und werden wohl die True Metal Fraktion alsbald im Handstreich nehmen und versklaven.

Tracklist:

01. Conjuror
02. Knights Of Fire
03. Fight Or Be Fucked
04. Nightblade
05. Another Dimension
06. The Infinite
07. Desert Inferno
08. The Fort
09. Speedwarrior
10. Windcaller
11. Hangman’s Noose

Besetzung:

Chris (guit)
James (guit)
Nick (drums)
Diamond Tim (bass)
Z Chylde (voc)

Internet:

Razorwyre Website

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Razorwyre @ MySpace

Razorwyre @ YouTube

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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