Band: Razz
Titel: With your Hands We’ll Conquer
Label: Long Branch Records
VÖ: 30.10.15
Genre: Indierock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Razz - With your hands well conquerDas Emsland ist nicht nur ein sehr schöner, landschaftlicher Fleck, nein auch gibt es ab sofort eine Truppe welche man nicht aus den Augen verlieren sollte. Was wäre, wenn man den Sound a la U2 und The Cure und anderer 80er Rock/Gothic Rock Kapellen in die heutige Zeit befördern würde? Nun meiner Meinung nach käme da genau das raus was Razz machen. Genau dieses drehen am Rad der Zeit und der Hinzugabe von neuen Soundfragmenten aus dem Alternative Bereich machen das bunte Gemisch etwas breitentauglicher, aber nicht minder beeindruckend. Der neue Megaseller aus Deutschland? Man wird sehen und das wird die Zeit zeigen, aber die Melange, welche beim Rundling „With Your Hands We’ll Conquer“ aus den Boxen schallt ist einfach gewaltig.

Die gelegten Stimmungsparameter reichen von traurig-idyllisch bis hinüber in den flotten Anklagenden Bereich. Die Stimme des Fronters eine Gebot vor dem Herrn und da lauscht man einfach gerne und lässt sich auf die weite Reise mitnehmen, zu welcher die Burschen mit ihrer Klangkunst einladen. Freilich muss man doch ein über den Tellerrandgucker sein, aber hier gibt es so viel zu entdecken, welche einfach abseits der Grenzen des Rock und Metal durchaus begeistern können, nur darf man sich einfach nicht verschließen. Die musikalische Vertonung von Liebe, Ängsten und Zorn der Jugend könnte man nicht besser hinbekommen. Als Vater und Bonusvater von Teenagermädels durchaus nachvollziehbar und dieser eben von den Jungs praktizierter ansteckende Keim wird nicht erstickt, sondern ist durchaus ein Anlass, dass man Generationenübergreifend mal einen Sound gefunden hat. Keine Stereotypen, sondern junge Typen die es verstehen die Bude mit ihrem Sound anzustecken.

Was die Soundmixtur an sich betrifft ist man ja nicht unbedingt total Mitteleuropäisch. So vermischt man dieses Gebräu in britischen, aber auch amerikanischen Wurzeln. Mag mir vielleicht so vorkommen, ist aber so, zumindest hinterlässt man diesen Gedanken einfach.

Trotzdem dass dies noch wirkliche Jungspunde sind, haben sie mit diesem Werk eines gezeigt, nämlich dass es Nachwuchstruppen durchaus schaffen können eine Scheibe zu veröffentlichen, welche langgediente Kapellen durchaus blass aussehen lässt. Kein ungestümer Sound einer x-beliebigen Schülerband, oder ein Sound eine Formation die einfach auf Teufel komm raus im Musikbusiness für sich begeistern will. Hier zählt einfach die Qualität und davon verinnerlichen die Jungs definitiv viel. Ein absoluter Megaseller macht sich hier meiner Meinung nach auf den Siegeszug auf.

Fazit: Wirklich tolles, mitreißendes Werk dass abseits aller jeglicher Norm im Bereich Rock und Alternative Bereich hindurch für eine vehementes aufhorchen sorgen wird. Absolut Top meine Herren und dafür gibt es von mir die volle Punktezahl und man hofft, dass die Weiterentwicklung hier forciert wird.

Tracklist:

01. Black Feathers
02. 1953 – Hillary
03. I’ll Be Your Ghost
04. Blink Of an Eye
05. Turning Shadows
06. Gigantic Windows
07. Rising Tide
08. Ember & Dust
09. Youth & Enjoyment
10. Broken Gold
11. Postlude
12. The Blood Engine

Besetzung:

Niklas Keiser
Steffen Pott
Christian Knippen
Lukas Bruns

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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