Band: Sadako
Titel: Panic Transistor
Label: SAOL / H’Art / Zebralution
VÖ: 2013
Genre: Industrial Metal / Visual Kei
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Beim Bandnamen Sadako wäre ich fast einer Verwechslungsgefahr unterlaufen. Schon dachte ich es handle sich um Saeko Kitamae, die uns hier einen neuen Rundling, mit neuem Namen unterbreiten will. Nein „Panic Transistor“ wurde von der österreichischen Combo inszeniert, welche bereits mit „Bedtime Stories“ (2005) und „Hikikomori“ (2008) gute Kritiken einfahren konnte. Mal kurz angespielt, na aber hallo das ist wirklich kein leichter Tobak. Was zelebriert man nun? Gut eines ist Fakt ihre Art des Metals passt nicht wirklich in eine Schublade, dafür braucht es schon einen ganzen Kasten. Durchaus spitzfindige Industrial Ideen wurden in den Gesamtsound miteingebunden und auch die Wechsel sind, auch wenn oftmals etwas ruppiger durchaus gut gelungen. Die beim ersten Track mit eingebrachte, sehr stark poppige geschwängerte Linie passt gar nicht und wird Gott sei Dank immer mehr ad acta gelegt. Vor allem bei der Gitarrenarbeit und gewissen Parts überzeugt man mich weniger. Dies mindert doch etwas das sehr gute Gesamterscheinungsbild. Wild sind sie die Buben und so jongliert man stetig mit Soundfragmenten, welche man aber meiner Meinung nach wirklich ganz gut zum Ausdruck bringt und selbige auch ein gutes Wiedererkennungsbild schaffen. Ziemlich verrückt, ziemlich anders will man klingen und tut das auch. Dies ist es auch was wohl viele Meckerer hervorrufen wird. Für meinen Teil muss ich sagen kann ich der Formation durchaus was abgewinnen, weil eben ihre Experimente und Soundingredienzen tatsächlich zum herkömmlichen Sound und anderen Mischungen was anderes eben bietet. Man sagt schon oftmals ist weniger oft mehr, das mag wohl auch auf diese Jungs betreffen, dennoch schlagen sich nicht fehl dass man zu arg in einen zu verstrebten, komplexen Soundbereich tendiert. An und ab würde man sich wohl etwas leichtere Soundschübe wünschen, dennoch sind die Jungs auf ihrem Gratvormarsch wohl nicht zu stoppen und haben dies gut hinbekommen. Gothic, Hard Rock oder Heavy Metal mit Industrial Sounds so gut vermischen ist wohl eine Mission bei der viele andere Kollegen gescheitert sind. Die Österreicher haben dies durchaus geschafft und bieten ab sofort mit ihrem Longplayer viel Abwechslung im Alltagssound.

Fazit: Ob man sie als Normalo oder experimentelle Brutalos bezeichnet scheint der Formation durchaus egal zu sein. Fakt ist ihre Art der Mixtur ist nicht alltäglich und bietet auf breiter Front eine Abwechslung für die man etwas länger Zeit braucht. Die Ideen wurden gut gesammelt und fusioniert. Soundeinwürfe und miteingebracht Sprachintros machen das Werk richtig gehend oftmals etwas monumentaler. Gut gelungen, mal sehen was uns da in Bälde von dieser Truppe erreichen wird. Gesprächsstoff bietet man zu Hauf und das passt in diesen Tagen ja wirklich recht gut, denn für ein lockeres rein/raus ist die Truppe und ihr Material nicht geschaffen und so sieht man sich dazu verleitet mit dem Album deutlich länger vor dem Player zu hocken.

Tracklist:

01. The Difference Between You And Me Is I’m Not Bleeding
02. Yamamba
03. Apes, Pigs And Big Black Holes
04. Save Home For Zombies
05. Whats Up, Cthulhu?
06. Damage Done
07. Dude, Where’s The Fucking Reset Button?
08. Commemoration
09. A Requiem For Lost Dreams
10. Envy
11. Happy Networking, Asshole
12. Even If You’re Stuffed With Gold You Can’t Deny You’re Full Of Shit
13. Monster Eats Pilot

Besetzung:

Markus Reisenbauer (voc)
Benjamin Dorfstätter (bass)
Christoph Auer (guit)
Daniel Heissenberger (drums)
René Reisenbauer (guit)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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