Band: Sarasin
Titel: Daggers – Lust – Disgust
Label: Artistworxx
VÖ: 2008
Genre: Hard Rock

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Melodic Rocker Sarasin tummeln sich schon sehr lange in der Szene. Doch seit ihrer Debüt Ep „Lay Down Your Guns“ (1987) war es recht ruhig, bis jetzt. Nun sind die aus Ontario stammenden Kanadier mit ihrem ersten Langeisen das auf den Namen „Daggers – Lust – Disgust“ hört zurück um die Szene auf sich aufmerksam zu machen. Die Formation setzt sich aus Phil Naro (voc), Greg Boileau (guit), John Rogers (guit), Rob Grant (bass) und Roger Banks (drums) zusammen und eines hat man ordentlich, Feuer unterm Hintern.

Schnell und rockend geht man es gleich mit „In America“ an. Eine flottere Midtemponummer steht am Beginn des Albums und die Burschen versprühen viel Spielfreude. Vocalist Phil röhrt sich recht amtlich durchs Programm und erinnert an viele Kollegen aus der Szene, wobei dieser Vertreter eine durchaus beachtliche Leistung zeigt die viele Kameraden im Schatten stehen lässt. Sehr schnell mit einigen Iron Maiden Gitarrenlinien geht es bei „No sensation“ weiter. Schnelles Rockstück das viele Spaß macht. Die Seitenhexer wechseln immer wieder von schnellen Rhythmen bis hin zu kurzen erdigen Gefilden. Eine ausgewogene Mischung aus Rock und Metal mit viel Freude am Spiel ist auch hier auszumachen. Recht doomig und erdig packen es die Kanadier zu Beginn bei „Woken @ noon“ an. Deutlich grooviger und moderner erschallt diese Nummer. Der Fronter singt die Nummer etwas klarer und liebevoller ein, was aber nicht heißen soll das er sich vom Kitschfaktor hinreißen lässt, eher im Gegenteil. Die tiefer getrimmten Gitarren passen bestens zu dem Stück und so klingt das Stück unterm Strich äußerst modern. Etwas beschaulicher packt es die Formation bei „The last word“ an. Dennoch binnen Sekunden rocken die Herrschaften wieder das Haus. Nette groovige Gitarrenparts wechseln immer wieder mit ruhigeren Gitarrenlinien. Mit einem guten erdigen Sound angereichert macht auch diese Midtempo Rocknummer Spaß. Vor allem die Riffs sind ein wahrer Hörgenuss. Sehr an viele Southern Rock Legenden erinnernd wird bei „Keep runnin“ weiter gemacht. Irgendwie erinnert der Song ein wenig an viele Midtemponummer von Aerosmith. Bin ja nicht wirklich der Fan dieser Band, aber Sarasin überwinden diese Hürde und können auch bei radiotauglichem Rock gut überzeugen. Eine nette Halbballade kredenzen uns die Jungs mit „Brings forth a sound“. Warme Klänge mit viel Rockflair erschallen aus den Boxen. Bei „Kiss of death“ wird nun wieder etwas flotter gerockt. Gute Kopfschüttelnummer mit bretternden Gitarrenläufen die einen kaum ruhig sitzen lassen. Zusätzlich wurden an und ab verzerrte Vocals eingesetzt die das Ganze recht abwechslungsreich und farbenfroh erscheinen lassen. Mit einer modernen Spritze und viel radiotauglichen Klängen packt man es bei „Black night crash“ an. Dennoch die Nummer kann gut überzeugen und vor allem die Vocals die immer wieder Variieren sind sehr schön. Noch um kannten moderner wurden die Gitarren bei „How will you be remembered“ getrimmt. Moderne verzerrte Vocals stehen auch hier am Programm und vor allem der Doomrockparameter schlägt hier deutlich aus. Flott und speedig erschallt nun „Makes sense“ Mit mehr traditionelleren Rockklängen wird hier jongliert. Ein flotter Sprachgesang steht hier am Beginn im Vordergrund und lässt den Sänger kaum nach Luft schnappen. Superbes Stück das sich unvermindert in meinen Gehörgang bohrt. Recht eigenwillig erschallt an elfter Stelle „Jeanie´s gone crazy“. Psychodelic Rock as it’s best, viele moderne Ideen wurden hier eingebaut, ist zwar nicht unbedingt meine Baustelle und dennoch kann man sich das Stück ruhig anhören und genießen. Etwas mehr Southern Rock mit doomigen Anleihen gefällig? Bitte sehr mit „Running circles in my brain“ haben die Jungs genau das richtige parat. „The parting“ steht am Ende und hier packt man es mit viel Country und Southern Rock an, auch wenn man eher im Balladenbereich hantiert. Die Mundharmonika am Beginn läutet das Ganze ein. Zusätzlich wurde eine deutliche Bluesrock Injektion angesetzt. Unterm Strich rundet diese Nummer das Album sehr schön ab.

Fazit: Fans des alten Melodic Rock/Metal sollten sich die Cd dieser Band zulegen.

Tracklist:

01. In America
02. No sensation
03. Woken @ noon
04. The last word
05. Keep runnin
06. Brings forth a sound
07. Kiss of death
08. Black night crash
09. How will you be remembered
10. Makes sense
11. Jeanie´s gone crazy
12. Running circles in my brain
13. The parting

Besetzung:

Phil Naro (voc)
Greg Boileau (guit)
John Rogers (guit)
Rob Grant (bass)
Roger Banks (drums)

Internet:

Sarasin Website

Sarasin @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.