Band: Shadrane
Titel: Temporal
Label: Lion Music
VÖ: 2008
Genre: Progressive Metal/Rock

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ein weiteres Rockgustohäppchen aus Frankreich hat zu uns gefunden, es sind dies die Herrschaften von Shadrane. Genauer gesagt haben sich Vivien Lalu (keys), Joop Wolters (guit), Matt Bissonette (bass), Gregg Bissonette (drums), Göran Edman (voc), Henrik Båth (voc) und Björn Jansson (voc) zusammen gefunden und haben mit „Temporal“ einen gewaltigen Output eingezimmert, der via Lion Music erschienen ist.

Der gleichnamige Titeltrack „Temporal“ läutet gleich das Album ein. Sanfte Klavierklänge mit beschaulichen Vocals stehen zu Beginn im Vordergrund. Die Steigerung erfolgt nach etwa einer Minute, wo die Herrschaften etwas mehr Druck geben. Feinste Rockklänge paaren sich hier mit einer deutlichen Symphonic Brise. Die Rhythmusfraktion erschallt sehr erdig und diese Mischung ist sehr gut anzuhören. Weiters kommen einige Streicherarrangements zum Vorschein, die das Ganze an und ab, etwas bombastischer wirken lassen. Deutlich mehr Bombast wird zu Beginn von „Madoka“ aufgefahren. Zwar wurde die Geschwindigkeit deutlich gedrosselt. Dafür geizt man nicht mit fröhlichen Melodien die, die Oberhand bekommen und zusätzlich hat man das Ganze mit vielen sanften, als auch verträumten Klängen gleichermaßen angereichert. Ein zusätzlicher an und ab aufkommender Funk Faktor macht den Song um Kanten komplexer. Zum Ende hin werden noch einige Düsterelemente eingesetzt und so klingt der Track sehr farbenbunt. Mit dem verträumten Instrumental „Requiem for a Rose“ hat man einen sehr guten Übergang geschaffen und die zusätzlich eingesetzten Sopranoklänge machen ihr übriges. Sang und Klanglos geht es auch schon über zu „I Remember“. Bei dieser Nummer hat man nun endgültig die Notbremse gezogen. Dafür bekommt aber der Zuhörer eine sanfte, verspielte Ballade, zu der es sich bestens entspannen lässt. „She Writes“ startet zwar im selben Fährwasser wie der Vorgänger, diese Richtung behält man aber nur kurz bei und danach wir etwas flotter gearbeitet. Ein gehöriger Symphonic Wind weht einem immer wieder um die Ohren, der gleich im Anschluss durch erdige Gitarrenlinien abgelöst wird. Somit hat man hier viel Abwechslung parat, die sehr ausgewogen in Szene gesetzt wurde. Mit einem klassischen Klavierintro ausgestattet geht es nun bei „Rainy“ los. Sanfte Vocals und liebliche Klänge lassen einmal mehr eine Entspannung und ein verträumtes zurück lehnen zu. Sehr asiatisch ist der Beginn von „Lanterns Dance“ ausgefallen. Im Anschluss bekommt der Hörer wieder flotter Rockrhythmen serviert die viel Fun aufkommen lassen. Zusätzlich wird der Melancholie Faktor an und ab deutlich nach oben geschraubt. Unterm Strich hat man dadurch eine sehr komplexe Midtemponummer geschaffen. Das im Anschluss folgende länger ausgefallene Instrumental „Betrayal“ ist sehr hart und flott ausgefallen. Der Bombastfaktor schnellt binnen Sekunden steil nach oben und so hat man dadurch eine Nummer mit viel Filmmusikcharakter geschaffen. Ein sehr harter und rauer Song gleichermaßen ist den Jungs mit „Morpheus“ gelungen. Erdige Riffs ziehen sich wie ein roter Faden durch den kompletten Track. Die Nummer lässt viel Flair aufkommen und ein gesittetes Bangen ist allemal angebracht. Nach dieser flotten Nummer zieht man einmal mehr die Notbremse beim recht ruhigen und lieblichen Song „Consider It“. Feine sanfte Songstrukturen werden aber immer wieder durch flottere Ausreißer unterbrochen und dadurch erscheint das Ganze sehr farbenbunt. Auch kommen einige Funkelemente immer wieder zum Einsatz die in das komplette Stück eingewoben wurden. „Manzanar“ wurde mit etwas mehr Geschwindigkeit ausgestattet. Einmal mehr kommen erdige Gitarrenrhythmen zum Einsatz und einige progressive Elemente sind auch auszumachen. Die genannten Trademarks wurden noch zusätzlich mit vielen freundlichen Melodien und einigen härteren Ausbrechern zu einem Brei vermengt, der sehr lecker anzuhören ist. Für meinen Teil ein wenig gewöhnungsbedürftig ist nun „Babies In The Bath“. Das Instrumental ist zwar im kompletten Durchlauf gut ausgefallen, aber mich persönlich reist es nicht so vom Hocker. Mit feinen Glockenklängen startet nun „Dance of Solitude“, danach geht man zwar beschaulich weiter, das ändert sich aber nach einigen Sekunden wieder. Hier bekommt man wieder eine feine Rocknummer mit vielen Wechseln von beschaulichen, erdigen und flotteren Melodien. Abschließend kredenzt man uns noch „Gallery 2008″, das mich ein wenig an einige Royal Hunt Tracks erinnert. Viele düstere Soundelemente und Synthyklänge wurden zusätzlich eingesetzt, den Großteil macht aber eine sehr raue und dennoch melodische Struktur aus, die das Album sehr gut abschließt.

Fazit: Ein Rockalbum für Genießer, die viele komplexe Ideen lieben.

Tracklist:

01. Temporal 04:20
02. Madoka 04:04
03. Requiem for a Rose (Instrumental) 01:09
04. I Remember 04:06
05. She Writes 04:26
06. Rainy 03:51
07. Lanterns Dance 05:02
08. Betrayal (Instrumental) 03:29
09. Morpheus 04:56
10. Consider It 04:02
11. Manzanar 03:45
12. Babies in the Bath (Instrumental) 02:26
13. Dance of Solitude 04:07

Besetzung:

Vivien Lalu (keys)
Joop Wolters (guit)
Matt Bissonette (bass)
Gregg Bissonette (drums)
Göran Edman (voc)
Henrik Båth (voc)
Björn Jansson (voc)

Internet:

Shadrane Website

Shadrane @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.