Silverdollar – Morte

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Published on August 19, 2011 with No Comments

Band: Silverdollar
Titel: Morte
Label: Massacre Records
VÖ: 2011
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Die Schweden Silverdollar gibt es bereits seit den 90ern und waren bis 2007 als reinrassige Cover Band unterwegs. Mit dem Release von „Evil Never Sleeps“ (2007) schlug man ein neues Kapitel auf. Nach gut 4 Jahren der Funkstille sind die Ikea Metaller wieder auf dem Vormarsch dieses Mal mit „Morte“ im Gepäck. Das Album beinhaltet einen guten aus Hard Rock und Power Metal mit progressiven und Doom-Einflüssen.

Mit „CO2“ kann man schon einmal tief Luft schnappen und nach dem gesprochenen Intro mit dunkler Hintergrundmusik geht es auch schon kräftig los. Treibend, groovender Stampf Rocker den man uns mit viel Power gespickt hier zu Beginn des Albums zum Fraße vorwirft. Die Rhythmik kommt recht rau und derber rüber. Das verleiht dem Ganzen das gewisse Etwas und ergänzt sich immer wieder gut mit hymnischer wirkenden Linien, als auch einer leichten Bombast Orientierung die im Hintergrund hauchzart mitläuft.

Kompakter und schnell auf den Punkt gebracht, läuft nun „Damage Done“ auf Hochtouren. Vom Groove hat man sich weites gehend verabschiedet und dafür drängt eine Vielzahl von klaren Melodien, mal mehr Mal weniger weitläufig nach vorne. Verstärkt wird dies nur noch durch leicht epische Bombastschübe, die ebenfalls im steten Wechsel nach vorne drängen bzw. sich Sekunden später wieder komplett aus dem Staub machen. Gut aufbereitet macht der Song viel Spaß und kommt eben mit einer erfrischenden Soundlinie daher die zu gefallen weiß.

Noch um etwas epischer wirkt nun „Eternal Glory“. Das Tempo drosselt man stark und unvermindert und dadurch verleiht man dem Stück ein gewisses idyllisches Flair. Doch man sollte sich hüten den Song als zu verschmust zu titulieren, denn durch stärkere Gitarrenansätze und Rhythmusverstrebungen bahnt man sich etwas bissiger den Fortgang. Wie auch immer man belässt es als Hauptbestandteil den Song wesentlich sinnlicher klingen zu lassen. Guter Ruhepol der nicht vor Schmalz trieft und das weiß ordentlich zu überzeugen.

Mit einem dröhnenden Basseingang, gefolgt von einer preschenden Bretterrhythmik wird nun „Evil Good“ angestimmt. Weiterhin lässt man alles knackig – spritzig zünden und agiert hierbei äußerst Flott. Zwischen Fäuste reckenden Vibes und Banger lastigen Beats ist alles inkludiert und somit baut man auch weiterhin auf eine reichhaltige Power Kost die einen vollends überzeugt.

Um Ecken zackiger lässt man nun „Evil Never Sleeps“ angaloppieren. Hämmernde Vibes bahnen sich binnen Zehntelsekunden den Weg in den Gehörgang und vollführen einen Schlag sich sofort hoch zu rappeln und zu den Klängen eifrig abzufeiern. Fällt dem geneigten Power Metal Fan sicher nicht schwer und vor allem durch die sehr stark hymnisch orientierten Refrain Linien steckt man nur umso mehr an sich dem Treiben anzuschließen.

Ein klassischer Spaßrocker wird durch „Hear Me“ hinterher gejagt. Satte Melodielinien paart man gut mit etwas raueren Rhythmuspfaden. Progressive Schläge sind zwar weiterhin etwas zärtlicher eingesetzt worden. Dennoch bemerkt man diese bei jedem Stück und somit wird zwar reichhaltige Kost geboten, allerdings überfordert man uns nicht mit zu viel auf einer Stelle. Gute ausgleichende Passagen vollführt man auch hier, gefolgt von aufbauschenden Beats und somit steht einem weiteren Bangertreiben nichts im Wege.

Durch ein wildes Schretterinferno eröffnet man „H.F.“ und binnen Zehntelsekunden fetzt man mit viel Feuer unterm Hintern dahin. Durchgehend bleibt man aber nicht in diesem Eck und so bremst man etwas stärker das Tempo ein, bleibt aber weiterhin auf flotter Fahrt. Verfeinert wird dies noch mit satten Melodieergüssen der glanzvollen Art.
Sehr hymnisch läutet man nun „Morte“ ein. Beim Titelstück werden satte Doom Beats und bombastische Orchestral Arrangierungen gut vermischt. Man geht es einmal mehr etwas epochaler – idyllischer an und so steuert man eine weitere bunte Hymne bei, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Den Startschuss für eine neuerliche Bangerjagd feuert man gleich im Anschluss bei „Raging Eyes“ ab. Hierbei tritt man uns ganz gehörig – speedig ins Hinterteil. Rau trifft immer wieder auf glasklar arrangierten Sound. Sehr passables hin und her Gezerre das gut in den Gehörgang driftet.

Weiterhin behält man den Fuß bei „Rot“ recht kräftig am Gaspedal. Zwar um leichte Nuancen vermindert, dafür aber mit einer weiteren Bombasteskapade die das Stück wuchtiger – hymnischer erscheinen lässt. Auch vom Verspieltheitsfaktor zeigen die Jungs mehr den Drang etwas experimenteller in die Saiten zu greifen. Doch auch hier heißt es „Mit Maß und Ziel“ und so offeriert man uns eine sehr ausgewogene Mischung aus den Elementen.

Noch mehr in Richtung Progressive Ecke steuert man mit „(Still A) Rocker“ das Schiff an. Durch Vermischung aus Power Metal und klassischen Rock Techniken serviert man uns eine glänze Mixtur daraus. Lecker aufbereitet kleistert man uns auch an vorletzter Stelle nicht mit sinnlosem, schmalzigem Power Gedudel die Ohren zu.

Sehr hymnisch, stärker Rock lastig lässt man nun „Three Finger Man“ anlaufen. Weiterhin bleibt man in diesem Bereich kehrt dem klaren Bereich aber ganz klar den Rücken. Durch treiben, erdige Groove Vibes peitscht man sich im stampfenden Tempo Gegenseitig voran. Coole, sehr ungeschliffene Beendigung eines sehr tollen Machwerks.

Fazit: Die Jungs kleckern und kleistern hier nicht, nein sie legen gut die Hand an den Silberling zwar reichlich klingen zu lassen, aber dennoch mit Maß und Ziel. Hierbei bedient man eine breite Mischung an Fans. Power, Melodic als auch leicht angetane Progressive Fans werden gleichermaßen bedient, so wie klassische Rockfans.

Tracklist:

01. CO2 7:30
02. Damage Done 3:55
03. Eternal Glory 5:00
04. Evil Good 4:19
05. Evil Never Sleeps 4:50
06. Hear Me 4:19
07. H.F. 4:16
08. Morte 5:27
09. Raging Eyes 3:16
10. Rot 3:51
11. (Still A) Rocker 3:44
12. Three Finger Man 3:54

Besetzung:

Ola Berg (guit)
Mats Hjerp (drums)
Fredrik Hall (bass)
Esa Englund (voc)

Internet:

Silverdollar Website

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Silverdollar @ MySpace

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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