Band: Skeleton Pit
Titel: Chaos At The Mosh-Reactor
Label: Gegentrend Records
VÖ: 27.11.15
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Es ist ja oftmals verwunderlich, wo, wie und wann man für eine Rezension die Scheiben hört. Bei der Thrash Formation Skeleton Pit und ihrem Debütwerk „Chaos At The Mosh-Reactor” wäre dies beinahe ein Disaster geworden. Warum? Nun an und ab springt man über den Schatten und tätigt als Mann Hausarbeiten. Beim anklingen des ersten Tones und dieser Ansteckungsgefahr bei diesem Material hätte ich schier die Wohnung verwüstet und beim Ausräumen des Geschirrspülers schier das komplette Inventar vernichtet. Somit wäre gar ein Trash Disaster daraus geworden. Bevor nun wieder von so Pseudo intellektuellen Wichtigtuern kommt, was hat dies mit einer Rezension zu tun und Thrash Metal schreibt man mit „H“ sei gesagt. Ist mir durchaus klar, war aber auch der Müll gemeint und nicht das Genre und zweitens ist ja eine Rezension eines Magazin eine sogenannte Empfehlung und was das Songmaterial bei einem hinterlässt. Steht ja auch bei Beipackzetteln drauf „zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker“. Genau das hinterlässt der Bandtross aus Aalen nämlich. Eine Thrash Metal Runde mit total verwüstender Vernichtung und hier braucht man wahrlich die Notrufnummer in Griffweite.

Aus Pissdolls wurde 2014 Skeleton Pit und mit diesem Debüt greift man feinsten Bay Area Thrash Metal auf. Bevor erneut kommt, hatten wir doch schon so oft, stimmt sicherlich, aber selten mit solch einer Überzeugungskraft, sodass es einem den Pepi vom Kopf bläst. Die Verinnerlichung von Wurzeln a la Exodus (vor allem der Gesang erinnert mich dermaßen stark an Steve „Zetro“ Souza, sodass man glaubt dieser Sänger hier wäre sein Sohn) ist wahrlich gut geworden und man versteht es eben sich gegenüber anderen Thrash Maniacs hinweg zu setzen. Dies schon mit einem Debütalbum? Ja und wenn man genauer hinhört wird man es auch verstehen. Griffige Thrashbretter werden hier mit einem ungestümen, erfrischenden Takt vorgetragen, sodass man spätestens nach dem dritten Track erkennt was der Rezensent mit der Einleitung sagen wollte. Aufstachelnd und sehr hoch ansteckend torpedieren die Jungs unser Gehör und attackieren mit eben einem auslöschenden Thrash Gewitter der Sonderklasse.

Dies geht bis tief unter die Haut und man kann kaum ruhig sitzen, denn der Bandname, wie auch der Titel des Albums sind hier absolut treffendes Programm. Dieses Thrash Biest hält den Pegel von Anfang bis zum Ende, keine Durchhänger und dies in einem kaum überschaubaren Genre. Diese Thrash Kost darf einfach in keiner Sammlung fehlen, welcher sich als Thrash Maniac der 80er schimpft. Obwohl man ja im traditionellen Gewässer das Wasser zum Brodeln bringt, klingt das Material aber nicht abgedroschen. Sicherlich kann hier und da etliches bekannter vorkommen, aber die Hauseigene Umsetzung dieser Thrash-Prügelknaben ist einfach mit einer frischen, authentischen Art und Weise umgesetzt worden, sodass man schier glaubt hier haben wir alte Thrash Metaller im Player die, die Szene revolutioniert haben. Nun die Revolte wird an sich ja doch ausbleiben, aber durchaus sind Skeleton Pit ein aufstrebender Thrash Act, welcher durch infernale Klänge und dem überbringen vom Thrash Virus einen komplett bis zum Exzess zu dieser Musik ausflippen lässt. Somit kein zündender Funken sondern ein Buschbrand.

Fazit: Ein wahrlich tolles Thrash Feuerwerk wird hier abgefeuert, welches die heimischen Wände bis in die Grundfesten erschüttern wird.

Tracklist:

01. Hit in the Pit 04:21
02. Spreading the Virus 03:55
03. Nuclear Thrash Mutants 03:58
04. Target for Tonight 03:35
05. Drink Fast or Die 04:20
06. Milling Drilling Killing 02:54
07. Terror Tentacle 04:13
08. Instant Asshole 02:20
09. Iron Fist Punch Attack 02:45
10. Tits to Die For 03:25

Besetzung:

Patrick Options (voc & guit)
Doyle Fascinator (bass)
Lizzard Chandler (drums)

Internet:

Skeleton Pit @ Facebook

Skeleton Pit @ YouTube

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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