Band: Skinflint
Titel: Nyemba
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Epic/Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Daniel

Toll dass es noch Musiker gibt die sich Kritik zu Herzen nehmen! Schon bei den ersten Tönen des Openers Veya fällt die bessere Produktion auf und vor allem die zweite Gitarre, zudem wirkt auch das Drumming nicht mehr so steif wie noch bei Sandra Sbranas Einstand auf dem Vorgänger Dipoko. Sehr gelungen verbindet man hier ein treibendes Grundriff und – typisch für die Band – Iron Maiden Einflüsse auf die unnachahmliche Weise. Mit dem nachfolgenden The Pits Of Wydah, beginnend mit einem düsteren Riff und einer Gänsehaut Melodie kommen mir sogar ganz kurz Gedanken an die Spielereien Jimi Hendrixs, doch der Song ist zu vielseitig um irgendeinen Vergleich heranzuziehen. Den Stakkatoriffs in den Strophen folgt ein eindringlicher, düsterer Part, welche dann über eine „Iron Maiden“- Passage wieder zum Anfangsthema zurück findet. Ein sehr intensiver Track, der mit Okove (den Song könnt ihr gratis auf der Hompage downloaden) sogar noch getoppt wird! Pechschwarz fräst sich der Song nach einem Keyboardintro in das Gehör und schlägt in der Mitte gar Black Metal – ische Töne an. Mit Psychodelictouch weiß auch Abiku zu begeistern, selbst wenn der Song  ein wenig zu sehr an Iron Pierced King erinnert. Gerade deshalb kann man hier am besten die Entwicklung Skinflints nachvollziehen, denn während man vor vier Jahren noch zu sehr von Manowar und Iron Maiden beeinflusst war, besitzt Abiku eine höchst eigene Duftmarke. Mit The Wizard and His Hound folgt der unfreiwillig komische Song des Albums. Texte über schwarze Magie und eine musikalische Huldigung an AC/DC würden vielleicht sogar passen, wenn man nicht ausgerechnet das Riff von The Jack genommen hätte… Ein Totalausfall vor dem Herrn! Entschädigt wird man dafür allerdings mit einem sehr starken Schlussdrittel, wobei Sinkinda abermals durch einen bärenstarken Iron Maiden – Part und sehr gute Gitarrenarbeit überzeugt, Muti im Stile von Okove mit der dunklen Seite des Metals liebäugelt und The Witches Dance  noch einmal alle Stärken des Albums vereint.

Die martialisch dargebotenen Songs in Verbindung mit dem Gesang Giuseppe Sbranas, der im Stile eines Kriegers voller Inbrunst die alten afrikanischen Geschichten in`s Mikro brüllt, wirken vielleicht etwas skurril und kauzig für europäische Ohren, doch nicht umsonst nennt die Band ihren Stil AFRICAN BABARIAN STEEL. Mir gefällt das, was Skinflint machen, denn handwerklich sind mit Kebonye Nkoloso und  Giuseppe Sbrana zwei erstklassige Musiker am Werk. Bands die versuchen ihr eigenes Ding durchzuziehen, bereichern unsere Szene, denn es wäre wohl höchst unwahrscheinlich, dass es den Heavy Metal ohne Bands wie Metallica, Manowar, Iron Maiden oder Manilla Road in der heute vorhandenen Vielfalt gäbe und vor allem: was ist wenn diesen Bands nicht neue folgen? Es würde kreativen Stillstand geben, und deshalb ist es umso wichtiger solchen Bands eine Chance zu geben. Skinflint machen mit Nyemba einen weiteren Schritt in die vollkommen eigene Identität und erschaffen mit einigen Songs kleine Meisterwerke. Für Epic Metal Fans und Liebhaber unkonventioneller Bands sollte spätestens jetzt aufgrund der anfänglich erläuterten Weiterentwicklung im Soundgefüge Nachholbedarf bestehen.

Tracklist:

01. Veya
02. The Pits Of Wydah
03. Okove
04. Abiku
05. The Wizard And His Hound
06. Sinkinda
07. Muti
08. The Witches Dance

Besetzung:

Giuseppe „Juice“ Sbrana (voc, guit)
Kebonye „Raskebo“ Nkoloso (bass)
Sandra Sbrana (drums)

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