Slug Lord – Transmutation

Written by Lex J.Oven. Posted in CD-Berichte, S

Tagged: , , , , ,

Published on Januar 15, 2015 with No Comments

Band: Slug Lord
Titel: Transmutation
Label: MDD
VÖ: 2015
Genre: Sludge/ Doom Metal
Bewertung: 2/5
Written by: Lex

Extrem klingen kann man indem man verdammt schnell spielt. Aber man kann sich´s auch angenehmer machen und wirklich verdaaaaaaaaaammmmmmmt langsam spielen. Das machen wir, haben sich Slug Lord gedacht. Und scheiße, das tun sie. Ich mag Candlemass, das ist für mich der Inbegriff von Doom. Aber diese spinnenden Finnen treiben es soweit, dass die Songstrukturen sich beinahe völlig auflösen in Simulationen von Drogenräuschen. Dagegen wirken alte Sachen von Black Sabbath wie Speed Metal. Es gehört sicher so eine Art Masochismus oder zumindest Lava-Gitarren-Fetischismus dazu, sich so etwas nüchtern anzuhören und auch noch Gefallen daran zu finden.

Aus Jux an der Tollerei hab ich mir auf YouTube eine ältere Version des 12minütigen Abschlusstracks „Gastropeda“ angehört. Und siehe da, die ältere Aufnahme bietet ein mit 7 Minuten vergleichsweise gestrafftes Hörerlebnis. Und eine fähige Sängerin, welche die Band leider verlassen hat. Stattdessen krakeelt jetzt Gitarrist A. Luoto seine Vocals über die langgezogenen Klangeinöden.

Mir geht sicher ein wenig der Sinn für dermaßen laaaaaangsaaaaaame Ausschweifungen ab. Also hab ich sicherheitshalber mal REVEREND BIZARRE zum Vergleich herangezogen, die ja erklärte Vorbilder von Slug Lord darstellen und auch gerne mal die Lava in überlangen zähen Orgien fließen lassen. Und wenn ich monumentale Zeitlupe-Epen wie „By This Axe I Rule“ von Reverend Bizarre einem „Orgy with The Dead“ von Slug Lord gegenüberstelle, kann ich mit Gewissheit sagen dass Slug Lord nicht annähernd die selbe Klasse haben. Mehr Tempo würde ich schon empfehlen. Und dringend eine fähige Kraft an der Gesangsfront. „Transmutation“ mag einem elitären Kreis von Klangfetischisten gefallen und die werden sich das Album eh krallen.

Unbedingt reinhören, sowas sollte man auch mal wahrgenommen haben. Aber von der Kaufempfehlung her kann ich nicht mehr als 2/5 Punkte vergeben.

Tracklist:

01. Orgy With The Dead
02. Triumphant Drunk
03. Cremation
04. Vortex
05. Gastropeda

Besetzung:

A. Luoto (Vocals &Guitars)
P. Saarinen (Bass)
J. Luoto (Drums)

Internet:

Slug Lord @ Facebook

Slug Lord @ MySpace

About Lex J.Oven

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

Browse Archived Articles by