Band: Snaggletooth
Titel: A Tribute To Lemmy
Label: Metalville
VÖ: 28.10.16
Genre: Rock´n´Roll
Bewertung: ohne Bewertung
Written by: Robert

Lemmy ist ins Walhalla aufgestiegen. Zurück gelassen hat er viele zermürbte Gesichter, hat er doch eine komplette Ära und darüber hinaus Generationen geprägt. Hit verdächtige Songs der Marke „Ace Of Spades“, „Bomber“ und so weiter haben sich bei vielen Metalpartys in die Ohren der geneigten Besucher und Musikfans gebohrt. Dass man nach dem Tod des guten Lemmy nicht lange warten hat müssen, dass irgendwer auf die Idee kommt, um eben ein Tribut Album einzustanzen war von Anfang an klar. Solche Cover Alben haben für mich immer einen bitteren Beigeschmack. Diese haben unschwer das Damoklesschwert, das Geld aus der Tasche ziehen über sich schwankend. Etwas skeptisch blickte der werte Rezensent auf den Silberling „Snaggletooth – A Tribute To Lemmy“. Mit einer Vielzahl an Stücken, genauer gesagt zwölf Songs wurden auf die Scheibe gepackt. Das dabei große Namen wie Overkill, Destruction, Monster Magnet, Onslaught und dergleichen mitwirken, ihre favorisierten Songs beigesteuert haben ist eine Sache. Eine andere Sache ist die Umsetzung, welche fast durchgehend gut ist.

Besonders Overkill stechen mit dem Openersong raus. Es ist verständlich, bei manchen Songs passt die Band einfach wie die Faust aufs Auge. Lediglich der Song mit Langzeit Freundin Doro Pesch will sich bei mir nicht entfalten. Der Track an sich ist langweilig, holzig und der Song schwummert dahin, und ist somit der unter Umständen schwächste Track des Albums, dazu muss jeder Fan zugegeben seinen eigenen Schluss ziehen. Auch die Cover Stücke seitens Lemmy sind ja jetzt nicht die Neuerfindung, wurden allerdings, wie im Falle von „Tie your Mother down“ mit neuem Pepp aufgemacht. Eine über Jahre außergewöhnlich tolles Queen Cover Stück, bei der damals Mr. Kilmister dem großen Freddy Mercury Tribut zollte.

Ein besonderes, bei mir enorm ansprechendes Schmankerl ist definitiv der Korpiklaani Beitrag mit „Iron Fist“. Man kann über den Humpa Metal der Finnen denken was man will, mit diesem Coversong bringen sie eine folkloristische, schrullige Nummer, welche geradewegs einen ganz besonderen Reiz hat. Warum? Anhören und richtiggehend abfetzten zu dieser Party Nummer Rock ‚n‘ Roll, mit Folk Einlagen, klingt unsagbar gut.

Wem sollte dieses Tribute Album anziehen? Sicherlich einen jeden, welcher ein eingefleischter Lemmy bzw. Motörhead Fan ist. Lemmy ist zwar tot, im Gegensatz dazu wurde mit dieser Hommage jedenfalls ein massiv gut gespicktes Hommage Scheibchen veröffentlicht.

Tracklist:

01. Overkill – Overkill
02. Onslaught – Bomber
03. Lemmy Kilmister and Doro Pesch – Love Me Forever
04. Ugly Kid Joe feat Phil Campbell – Ace of Spades
05. Lemmy Kilmister – Tie Your Mother Down
06. Kärbholz – Killed By Death
07. Lemmy Kilmister and Richard Kruspe – Rock City Night
08. Destruction – We are the Roadcrew
09. Perzonal War – Burner
10. Korpiklaani – Iron Fist
11. Monster Magnet – Brainstorm
12. Black Explosion – Location 9

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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