Band: Somber
Titel: The Black Machine
Label: Suicide Records
VÖ: 2008
Genre: Thrash Metal

Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Somber sind eine neue Band aus Schweden. Die skandinavische Metal Riege ist ja äußerst stark vertreten was macht jetzt diese Formation aus das sie heraus stechen. Einfach erklärt ordentlicher Thrash Metal der richtig rotzenden Klängen, der trotzdem mit vielen neueren modernen Arrangements verfeinert wurde. John Bresäter (drums), Björn „Bear“ Rehnqvist (bass), Carl Fritzell (guit), Andreas Henriksson (guit) und Pontus Dahlström (voc) werkeln schon seit 2001 zusammen und haben bis dato sich live die Finger wund gespielt. Mit
„Oblivion“ (2002), „God Design“ (2003), „Berkley“ (2004), „Name your Poison“ (2004) und „Define:rend“ (2005) hat man beharrlich jedes Jahr eine neue Demo Ep raus gebracht. Nun war es aber soweit den ersten längeren Realease zusammen zu schustern und mit
„The Black Machine“ liegt nun dieses mehr als nur heiße Eisen vor mir. Also rein damit und die Regler voll aufgedreht. Erschienen ist das Teil via Suicide Records das man sich dort ganz einfach ordern kann und sollte.

Der gleichnamige Track „Black Machine“ macht den Anfang und bolzt ordentlich aus den Lautsprechern. Richtig druckvoll gehen die Schweden zu Werke. Hammernummer die nur vom zuhören Nackenschmerzen verursacht. Eine geile Produktion wurde den Jungs beschert. Typischer 80er Thrash verfeinert mit neuen modernen Einflüssen und einer Brise Hardcore macht hier die Mischung aus. Frontschreihals Pontus kreischt unglaublich ins Mikro und wechselt immer wieder kurz zu tieferen Growls. „A Thousand Rivers of Gasoline“ beginnt etwas doomiger, aber binnen Sekunden fetzen die Herrschaften aus dem hohen Norden wieder alles in Grund und Boden. Wer bei dieser Formation ruhig dasitzen kann, bei dem stimmt etwas nicht. Die Burschen krachen einmal mehr amtlich aus den Speakern und auch hier wurde eine weitere Headbangernummer geschaffen die es in sich hat. Mit einem geilen Hammerriff geht es munter bei „The Last to Fall“ weiter. Ein Stück das mit etwas weniger Geschwindigkeit auskommt und trotzdem ordentlich wachrüttelt. „Havoc and empty Holes“ steht an vierter Stelle. Hier drehen die Herrschaften den Gashahn deutlich wieder mehr auf. Eine nette Moshnummer die man hier geschrieben hat. Groovende Rhythmen verfeinert mit netten Core Einflüssen. Das Somber schon länger zusammen arbeiten hört man deutlich, denn richtig professionell gehen es die Jungs auf diesem Output an und da gibt es kein rütteln, die Jungs werden schnellstens im restlichen Europa von sich Reden machen. „Fragment“ ist ein akustisches Instrumental und ich tippe mal hier, dass es sich stark um ein Intro für die nächste Nummer handelt. Gleich im Anschluss bolzt
„Red Wine“ aus den Boxen. Eine Hammerharte Nummer ohne wenn und aber. Die Schweden verstehen ihr Handwerk und haben ein Händchen für bretterharte Nummern die sie bestens umsetzen. Der Track entwickelt sich immer mehr zu meinem Favoriten. Zwar hat man eine kleine Göteborg Schlagseite bekommen, aber größtenteils geht man es doch traditioneller an. Gleich schnell geht die illustre Karussellfahrt mit
„The Devils Own“ weiter. Ein netter Wechsel zwischen schnellen bretternden Rhythmen, die immer wieder kurz im Midtempobereich innehalten um dann gleich wieder schon den speedigen Parts abgelöst zu werden. „Breathed Upon“ knallt an achter Stelle daher. Mit etwas verzogenem modernem Sound und viel Göteborgeinflüssen serviert man hier dem Zuhörer eine weitere Granate aus dem Hause Somber. Wer Thrash Metal liebt und kleineren Ausflügen in den Core Bereich nicht abgeneigt ist, der liegt hier genau richtig. Fast schon hätte ich auf Disturbed bei „Grace the Ignorant“ getippt. Die Soundausrichtung klingt verdammt ähnlich, auch die modernen etwas mehr im Midtempobereich angesiedelten Vocals passen sehr gut dazu und verleihen dem Stück einen modernen Anstrich. „A Machine Gorroded“ kommt nun als vorletzter Song zur Geltung. Der Anfang klingt ja fast schon wie „Battery“ von Metallica. Nein es handelt sich nicht um eine Hommage. Zwar dauert der ruhige akustische Gitarrenpart etwas länger, aber danach rotzen die Burschen wieder gehörig aus den Lautsprechern. Es handelt sich hier zweifelsohne um ein Instrumental das auch ohne Vocals zu gefallen weiß. Als Bonustrack und somit als letzter Track wurde noch „Whiskey and Brew“ dazu gegeben. Hier rotzt und rollt es an allen Ecken und Enden. Der Fronter röhrt hier in richtiger Rock n‘ Roll Manier ins Mikro und seine Kameraden unterstützen ihn mit erdigem Spiel. So endet leider auch schon die Cd. Ich kann nur sagen Hammerteil.

Fazit: Die Jungs sollte man sich zu Gemüte führen. Vereinen doch die Burschen spielend 80er Thrash Metal mit neuen und Core Soundstrukturen die es in sich haben. Zugreifen und das Teil sichern, es lohnt sich allemal.

Tracklist:

01. Black Machine
02. A Thousand Rivers Of Gasoline
03. The Last To Fall
04. Havoc And Empty Holes
05. Fragment
06. Red Wine get
07. The Devils Own
08. Breathed Upon
09. Grace The Ignorant
10. A Machine Corroded
11. Whiskey And Brew

Besetzung:

Pontus Dahlström (voc)
Björn „Bear“ Rehnqvist (bass)
Carl Fritzell (guit)
John Bresäter (drums)
Andreas Henriksson (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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