Band: Stahlmann
Titel: CO2
Label: AFM Records
VÖ: 28.08.15
Genre: Electro, Gothic Rock, Neue Deutsche Härte
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Für die stets und steil wachsende Fangemeinde von Stahlmann wird es Ende August brandheiß. Der aufstrebende Act serviert mit „CO2“ das neue Album. NDH ist immer sehr schwierig für aufstrebende, wie auch neue Acts. Gut so neu in der Szene sind die Jungs auch nicht mehr, gelten sie ja als Jünglinge der großen Rammstein. Dies kann leider auch immer ein sehr steiniger Weg sein, wer will schon gerne stets und überall mit den Großen ständig verglichen werden. Nun gut auf dem neuen Album mögen sicherlich Einflüsse und Techniken abermals vorhanden sein, aber selbständiger es rüber zu bringen vermögen wohl nur Stahlmann. Dunkel-düster startet man vom Fleck weg und das ist eine Innovation die ordentlich unter die Haut geht. Die sehr stimmigen NDH Tracks sind animierend, amtlich zu den Vibes abzugehen. Kassenschlager hin oder her, wenn es dann zu massentauglich ist, kann es durchaus zu abgehalftert klingen. Seitens Stahlmann und den Songs auf ihrem aktuellen Output klingt dies sicher breitentauglicher, aber was mich persönlich betrifft, streben die Jungs danach, hier viel Druck ins Geschehen zu bringen. Auch und das ist das Gute an der Truppe klingt alles deutlich härter und das wurde mit viel Punsh versehen, sodass man am Rad ordentlich dreht. Es wird gezündelt, geballte Dynamitladungen zur Explosion gebracht, aber auch wie bei „Die Klinge“ dunkelromantisches Flair gezaubert. Die Klischees werden gut erfüllt und das geht gekonnt ins Gehör. Somit werden die Fans zu keinem Zeitpunkt enttäuscht und auf traditionelle Rammsteinfans könnten hier ihre Sammlung merklich bereichern, denn am Thron rütteln die Herrschaften von Stahlmann wahrlich. Das klingt nach Frevel und der Mu Chefideologe gehört gelyncht? Nun hört mal wirklich genauer in das neue Werk dieser cremigen NDH Truppe und man wird erkennen, dass sie es wirklich schaffen mit solchen Hits wie auf „CO2“ authentisch ran zu kommen, ohne als billige Kopie zu gelten. Mit viel Stahl und Nieten gespickte NDH Tracks donnern in einem superben Soundkleid aus den Boxen. Braucht man nicht mehr? Stahlmann zeigen uns wie man mit frischen Wind nach vorne prescht. Die sehr aufbauschenden Tracks sind einfach ein Garant für eine langanhaltende Unterhaltung. Einflüsse, Ingredienzien und Techniken sind gekonnt unter Dach und Fach gebracht worden. Der sehr düstere Beigeschmack passt wie die Faust aufs Auge und somit ist dies wohl das Beste Stahlmann Album. Die Vergleiche mit Unheilig, Rammstein, wie auch Eisbrecher wird man nicht los, wohl aber kann man als Antwort eine sehr erfrischende, innovative Melange bringen die für sich steht.

Fazit: Stahlmann zeigen sich Anno 2015 deutlich härter und um Welten düsterer. Man serviert harte Stücke, wie auch dunkelromantische Songs, wenngleich die härtere Fraktion deutlich dominanter veranschlagt wurde.

Tracklist:

01. Feindflug
02. Plasma
03. Deutschland tanzt
04. Die Klinge
05. Sadist
06. Friss mich
07. Spiegelbild
08. Wenn Engel tanzen
09. Der letzte Tag
10. Nimm meine Hand

Besetzung:

Mart (voc & programming)
Ablaz (bass)
Frank (guit)
Max (drums)

Internet:

Stahlmann Website

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Stahlmann @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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