Band: Starbreaker
Titel: Love’s Dying Wish

Label: Frontiers Records
VÖ: 2008
Genre: 
Melodic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Melodic Metaller/Rocker Starbreaker und ihre Scheibe Love’s Dying wurde von uns bei einer unserer Radiosendung bereits schon mal vorgestellt. Nun ist es aber an der Zeit sich einen genaueren Überblick über den Output von Tony Harnell (voc), Magnus Karlsson (guit) Jonni Lightfoot (bass) und John Macaluso (drums) zu verschaffen. Soliden Melodic Metal mit einer ordentlichen rauen Brise, als auch anderen Elementen haben sich die Jungs auf ihrem Banner geschrieben.

Den ersten Track des Albums „End Of Alone“ kannte ich bereits von unserer Sendung. Das Stück startet sehr modern und bombastisch. Die bombastischen Elemente ziehen sich wie ein roter Faden durch den Track und die etwas an Gothic Metal erinnernden elektronischen als auch die rhythmische Ausrichtung machen den Track recht farbenfroh. Die Stimme des Fronters ist sehr breit gefächert. So beherrscht dieser Herr ziemlich viele Trademarks. Hoch, melancholisch, als auch streckenweise raue Shouts. So was findet man leider heut zu tage sehr selten. Sehr schnell und rau geht es nun bei „Evaporate“ weiter. Die Bombastelemente wurden nun durch mehrere elektronische Arrangements ausgetauscht was sichtlich gut anzuhören ist. Guter Track, der immer wieder von schnellen Gefilden zu kurzen ruhigen Ufern wechselt. Zum Ende hin schlägt man noch kurz eine rockige Richtung ein und dann geht es nahtlos über zum nächsten Track. Diese Nummer hört auf den Namen „Love´s Dying Wish“ und startet mit einem schönen ruhigen Klavierpart. Ruhig oder sagen wir es so langsam packt man es aber auch hier nicht an. Zwar mit einer deutlichen Drosselung der Geschwindigkeit, dafür rotzt man ordentlich aus den Boxen, was vor allem dem Sound der Rhythmusfraktion zuzuschreiben ist. Der Sänger ist hier die willkommene Abwechslung und verfeinert das Ganze mit seinem melancholischen Gesang. Weiter geht es mit „Unknown Superstar“. Der Track startet etwas düsterer und sofort mit dem erklingen der Gitarren wird klar das hier mehr die Fröhlichkeit im Sound durchblickt. Hier kommen an und ab wieder bombastische Elemente zum Einsatz. Größtenteils rockt man aber ordentlich rau und so ist diese flotte, moderne Rocknummer zum Abtanzen gedacht, bei der man sich ordentlich austoben kann. Ein ruhiges Gitarrenspiel läutet auch schon den nächsten Track ein, der sich „Hide“ nennt. Man bleibt zwar eher in der Balladesken Ecke, aber mit einer flotteren Ausrichtung. Viel Gefühl ist hier raus zuhören und so kann man sich getrost zurück lehnen und diesen Song vollends in einer entspannten Lage genießen. „Building A Wall“ startet auch mit einem klassischen Klavierintro. Danach erschallen aber wieder die rotzenden, tiefer getrimmten Gitarren. Der Bombastpegel wurde hier etwas gehoben, was aber im gesamten recht gut passt. So ist dieses wechselnde Stück eine Fusion zwischen Rock, Metal und Gothic Metal, welche sehr ausgewogen klingt und vieles zu bieten hat. Die zusätzlich eingearbeiteten Chöre kommen satt aus den Boxen, was will man mehr. „Beautiful Disaster“ startet wieder etwas moderner. Ein düsteres Soundkleid wurde diesem Song verpasst. Man bleibt aber nicht stupide bei dieser Ausrichtung, sondern wechselt gekonnt immer wieder von ruhigen Ausflügen, bis hin zu theatralischen Ecken. Sehr komplex und doch eingängig dieses Lied. „Live Your Life“ beginnt gleich von Beginn an sehr rau und schneller. Man hat nun eine ordentliche raue Spritze bekommen und das ist auch gut so. Mit weniger Bombast ausgestattet rocken die Herrschaften hier das Haus. „Hello, Are You Listening?“ steht an achter Stelle. Überzeugt am Anfang mit einem ruhigen, melancholischen Soundgewand. Im Anschluss geht man zwar etwas schneller an die Arbeit, die Jungs bleiben aber eher im Midtempobereich mit flotteren Ausbrechern. So erinnert mich diese Nummer an so manchen ruhigen Track der Hanseaten Helloween. Was wohl auch an der Stimme des Sängers liegt, der öfters wie der kleine Bruder von Andi Derris klingt. Von derselben Ausrichtung bekommt man auch am Folgetrack „Changes Me“ die volle Bedienung. Satte Chorgesänge und einen rauen, modernen Gesamtsound serviert man hier dem Zuhörer. Zum Ende hin beweist der Seitenhexer noch mal sein volles Können und serviert uns einige Hammerriffs, die er aus seinem Hut zaubert. „The Day Belongs To Us“ erschallt nun und fast hätte ich schon geglaubt es handle sich um einen Within Temptation Track. Sehr an opernhaften Bombastikrock wurde diese Nummer angelehnt. Gut durchdachten Ideen wurden hier kompakt in einen Track gepackt und die gefühlvolle Stimme des Shouters macht das übrige. Abschließend versüßt man uns noch mit dem Song „This Close“. Ruhig, beschaulich und melancholisch packt man es hier an. Die an und ab einsetzenden Streicherparts passen wie die Faust aufs Auge. Nach der kurzen Ruhepause entschwindet man immer wieder auf kurze, schnellere Ausflüge. Guter Abschluss für ein wirklich starkes Album.

Fazit: Gute Mischung aus Melodic Rock/Metal mit einer Brise Gothic als auch vielen bombastischen Elementen. Wer auf so etwas abfährt sollte sich diese Band vormerken.

Tracklist:

01. End Of Alone
02. Evaporate
03. Love´s Dying Wish
04. Unknown Superstar
05. Hide
06. Building A Wall
07. Beautiful Disaster
08. Live Your Life
09. Hello, Are You Listening?
10. Changes Me
11. The Day Belongs To Us
12. This Close

Besetzung:

Tony Harnell (voc)
Magnus Karlsson (guit)
Jonni Lightfoot (bass)
John Macaluso (drums)

Internet:

Starbreaker Website

Starbreaker @ MySpace

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close