Band: STEVEN WILSON
Titel: 4 1/2
Label: KScope
VÖ: 22.01.16
Genre: Progressive Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Totti

Nach 4 Alben folgt nun ein „halbes“ Album des britischen Ausnahme-Proggers, was den Titel erklärt.
Die hier dargebotenen Songs sind letztendlich Resteverwertung, aber der gehobenen Art:
Hier werden keine langweiligen Bonustrack- oder B-Seiten präsentiert, die Songs waren eindeutig zu gut um sie in die Tonne zu treten, aber nicht in den damaligen Album-Flow passten, deshalb jetzt das „halbe“ Album. Er selbst nennt es gern das „Zwischenalbum“.

Aber wie gesagt: musikalisch gibt es keinen Interimskram oder Lückenfüller.

Das Album klingt durch und durch nach dem perfektionistischen progressiven Sound-Guru, der auf sein nächstes Album zuarbeitet und Porcupine Tree Fans mit dem 1998/1999 bereits erschienen Song „Don´t Hate Me“ nochmal daran erinnert, das dieser Mann leider weiterhin seinen Sologang bestreitet anstatt wie mit seiner Hauptband weltweit Hallen zu füllen. Warum auch, er schafft das ja auch allein… (Jetzt habe ich mir wohl ordentlich Feinde gemacht 😉 !)

Fazit:Steven Wilson baut in den knappen 37 Minuten einen Porcupine Tree Song ein, zeigt aber auch in den weiteren Songs erneut sein wirklich breites Spektrum an Musikverständnis und spannt Bögen zwischen Jazz und Progressive Rock, ohne die Linie des Songs wirklich zu verlassen.

Hart finde ich an der Stelle, das Mister Wilson uns gleich 3 (!) Instrumentals zumutet, die aber unerwartet leicht ins Ohr gehen. Elemente aller seiner Bands (Porcupine Tree, Bass Communion, Blackfield, No-Man, Incredible Expanding Mindfuck) sind in diese EP geflossen.

Den Progressive-Rocker gefällt´s, den ewigen Nörglern („…er soll wieder was mit seiner Band machen…“) wird es wohl heimlich gefallen und allen anderen empfehle ich wenigstens mal das Anchecken. Von mir gibt es für diese EP 4 von 5 Punkte.

Warum?
Im Progressive Rock Genre gibt es Songs, die 37 Minuten lang sind. Steven Wilson bringt in der Zeit einen eigenen „Coversong“, 3 Instrumentals und 2 „neue“ Songs unter. Was hier als EP gefeiert wird, waren bis vor wenigen Jahren noch „Maxi-CD´s“!

Persönlich hätte ich mehr Freude an einer Langrille gehabt denn 37 Minuten Mister Wilson sind einfach zu wenig für 3 pure Instrumentals, sind sie noch so gut!

Ich hoffe, das das Ding nicht zum vollen Albumpreis verkauft wird…es besitzt den Wert, würde trotzdem etwas nach Nepp aussehen!

Tracklist:

01. My Book Of Regrets
02. Year Of The Plague
03. Happiness III
04. Sunday Rain Sets In
05. Vermillioncore
06. Don’t Hate Me

Besetzung:

Steven Wilson (voc, mellotron, keys, guit & bass)
Guthrie Govan (guit)
Nick Beggs (bass)
Adam Holzman (keys & piano)
Marco Minnemann (drums)
Ninet Tayeb (voc)
Theo Travis (flute & sax)

Internet:

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