Band: Subterfuge Carver
Titel: Deathcore
Label: Supreme Chaos Records
VÖ: 2008
Genre: Death/Thrash/Groove Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Subterfuge Carver wurden im Sommer 2004 gegründet und gleich am Ende des Jahres verbuchten die Herrschaften gleich den Sieg beim Newcomer Contest in der Region Stuttgart. Somit haben diese Jungs schon einen gehörigen Start hingelegt. Bereits zwei Demos hat man veröffentlicht und nun war es Zeit, das erste Full Length Album auf den Markt zu schmeißen. Der Output nennt sich zwar „Deathcore“ doch die Stilrichtung der diese Herrschaften frönen ist eindeutig in der Progressive Death Metal Ecke angesiedelt. Daniel Neuberger (voc), Benjamin Utke (guit), Arthur Wall (guit), Bertram Oeler (bass) und Thomas Neuberger (drums) haben sich viel Mühe gegeben. Was man vielleicht noch erwähnen sollte abgemischt wurde das Teil von niemandem geringerem, als von Andy Classen in den Stage One Studios. Wo auch schon Namhafte Bands wie Belphegor, Dew-Scented, Graveworm, Legion of the Damned und einige mehr sich der Dienste des ehemaligen Holy Moses Gitarristen bedienten.

Recht eigenwillig mit viel Gebrüll und Gegrunzen startet „Equals“, danach driften die Herrschaften in die Death Metal Ecke und radieren ordentlich um. Ein ordentliches Blitzgewitter erschallt aus den Boxen und frisiert einem die Haare bzw. reinigt die Gehörgänge. Doch diese Band bietet weit mehr als nur Gebrülle, so sind auch einige klare Gesangspassagen auszumachen. Viel Speed hat man hier einfließen lassen und somit hat man eine sehr gute Nummer zum Rübe schütteln geschaffen. Deutlich mehr progressive Arrangements hat man nun bei „Ruined“ eingeflochten. Zwar wird die Death Metal Ausrichtung beibehalten, dennoch kommen hier viele groovige, als auch progressive Züge zum Vorschein. Zwar werden hier einige Experimente durchgeführt, aber dennoch klingt nichts wirr oder etwa unausgereift. Die klaren Vocals wurden fast gänzlich über Bord geworfen, dafür grunzt, growlt und kreischt man umso mehr. Dadurch ist eine sehr brachiale Nummer entstanden. „Umana“ ist ein Zwischenintro mit viel Gepiepe und leitet nahtlos über zu „O.Y.K.“. Hier wird eindeutig mehr die brachiale Richtung eingeschlagen und es knallen dem Zuhörer wieder an allen Ecken und Enden messerscharfe Beats um die Ohren. Zur Abwechslung hat man hier wieder einige klare Gesangspassagen eingebaut, der Hauptbestandteil ist aber ein ordentliches Gebolzte, mit infernalem und hasserfülltem Gebrüll. Das Gaspedal wurde bei „Pressed“ etwas gelockert, dafür groovt man um einiges mehr. Viele Soundexperimente werden auch hier durchgeführt, die einmal mehr sehr ausgewogen klingen. Eine Nummer zum Abshaken ist hier entstanden die viel Fun versprüht. Von der Machart sehr ähnlich ausgefallen ist nun „Died“. Erinnert mich an so manchen Track von Ektomorf, als auch Soulfly, aber nur ein bisschen, denn diese Jungs haben es absolut nicht nötig von irgendjemand abzukupfern. Lediglich sind bei den groovenden Parts einige Parallelen festzustellen. Superbe Nummer zum Abtanzen kann ich nur sagen. Vor allem der weitere Einbau der klaren Passagen ist eine sehr gute Abwechslung geworden. Das nächste Zwischenintro „Um-Tz-Um-Tz“ beschert mir einen lauten Lacher und man geht nun ohne Pause über zu „P**** Gunner“. Eine sehr moderne Nummer hat man hier geschaffen. New Metal? Nein auf keinen Fall, zwar bedient man sich einigen Elementen aus diesem Genre, der Hauptbestandteil ist aber eine sehr groovige Death Metal Ausrichtung, mit vielen progressiven Arrangements. Eine sehr farbenbunte Nummer ist dadurch entstanden die mit viel Feuer unterm Hintern glänzt. Mit einem Kinderglockenspiel startet nun „Killing Glancer“. Doch von diesem ruhigen Anfang sollte man sich nicht täuschen lassen. Dreckig und rotzfrech, mit einer brachialen Gewalt wird im Anschluss weiter gewerkelt. Der Sänger erinnert mich hier, wie auch bei so manch anderem Track auf diesem Album an einen gewissen John Tardy von Obituary, auf meinem Lieblingswerk „World Demise“. Der deutsche Szenekollege kreischt auch so herrlich, heißer und rau, dass einem die Lauscherchen ordentlich durchgeblasen werden. Hier groovt man ebenfalls ordentlich, doch die härteren Elemente gewinnen immer mehr die Oberhand. „Prelude to War“ ist ein sehr kurzes Stück wo die Jungs mit einigen Soundelementen experimentieren. Recht witzig mit viel Mexiko Hombre Flair startet nun „One Bullet Will“. Schluss mit lustig ist aber gleich anschließend und man rotzt und rattert ordnetlich um. Brachiale Härte wo man nur hinhört. Wie eine Dampfwalze machen die Stuttgarter alles platt was sich ihnen in den Weg stellt. Der 15:42 lange Track „Devils Dont Bleed“ beschließt das Album. Hier toben sich Subterfuge Carver nochmals vollends aus. Man vereint in einem Track alle Elemente und hat diese in detailgenauen Mosaikstücken eingesetzt. Alles ist an seinem richtigen Platz und dieser lange Opus ist ein musikalischer Hochgenuss, aus brachialer Härte und progressiven Elementen und beschließt ein tolles Album. Im gesamten klingt der Track wie ein schnelles, langes Medley des gesamten Machwerks.

Fazit: Sicher kein Album zum schnellen Reinhören, doch eine Scheibe der besonderen Art mit viel Pfiff und Feuer unterm Hintern. Viele Elemente aus dem härteren Bereich des Metals haben die Herrschaften locker mit einigen anderen Metal Genre Styles verknüpft.

Tracklist:

01. Equals 04:32
02. Ruined 04:27
03. Umana 00:13
04. O.Y.K. 03:07
05. Pressed 04:47
06. Died 05:02
07. Um-Tz-Um-Tz 00:42
08. P**** Gunner 04:03
09. Killing Glancer 04:29
10. Prelude to War 02:25
11. One Bullet Will Do 05:29
12. Devils Dont Bleed 15:42

Besetzung:

Daniel Neuberger (voc)
Benjamin Utke (guit)
Arthur Wall (guit)
Bertram Oeler (bass)
Thomas Neuberger (drums)

Internet:

Subterfuge Carver @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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