Band: Sunterra
Titel: Reborn
Label: NRT Records
VÖ: 20.01.17
Genre: Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

sunterra - reborn album artworkErinnert sich noch jemand an die Wiener Combo Sunterra? Meine Wenigkeit hat es doch tatsächlich und ohne besseres Wissen wiederkehrend getan und deren Album „Lost Time“ für den täglichen Gebrauch in den Player gelegt. Sicherlich komplett aus den Augen verloren die Fortbewegung verpasst erscheint sogar glatt im neuen Jahr ein neues Lebenszeichen. Das deutsche Label NRT Records scheint wohl einen Touch für österreichische Geheimtipps zu sein. Sofern ich nicht irre, ist dies nun die dritte Band aus unserer Alpenrepublik im Bandrooster.

„Reborn“ beendet eine zwölfjährige Durststrecke und das auf Eis legen der Gothic Metal Formation. Am meisten habe ich die Wiener immer wieder mit Crematory verglichen und dieses Gefühl übermannt mich auch beim neuesten Rundling. Wenngleich man nicht zwischen Clear und Grwol Gesänge männlicher Vertreter baut. Nein hier duellieren sich Libuscha „Lilly“ Hruska und Karl „Carlos“ Heinz Krug in einem Konzept, mancher Genrekollegen, gegebenenfalls aber mit dem Verstand nicht abgehalftert zu klingen.

Mag eventuell sein, dass man vieles ins Konzept wirft und genau deshalb kommen viele Einflüsse ins Gedächtnis, welche mir bei Lacuna Coil und den bereits genannten Crematory hervorrufen. Auch Assoziationen zu Theater of Tragedy sind zu erkennen. Hierbei muss ferner gesagt werden, die Wiener Band klingt nicht wie ein Abbild. Viel Eigenständigkeit steht im Vordergrund, den Rest übertüncht man mit Parallelen. Macht jeder irgendwie, denn, neu erfinden kann man ein Genre nicht. Trotzdem gibt es neuerdings Truppen, die es schaffen frischen Wind ins Geschehen zu bringen. Sunterra sind eine Riege dieser Gemeinschaft.

Die Elektro Vibes muss man mögen, passen trotz angesichts des veranschlagten Sounds wie die Faust aufs Auge. Das Grundgerüst von Sunterra tut dem natürlich keinen Abbruch, man bekommt abwechslungsreiche, leicht zugängliche und einprägsame Gothic-Rock/Metal-Songs mit einer Vielzahl von Untertönen geboten. Kommt gut ins Gehör und macht auf längere Sicht viel Laune.

Kann man nur hoffen, dass die Wiener fortan sich nicht noch einmal zwölf Jahre Zeit lassen bis zum nächsten Release.

Fazit: Hochwertige, facettenreiche Kost im Gothic Metal Bereich. Kein Einlullen, sondern eine vielseitig kernige Konkurrenz für so manchen Act.

Tracklist:

01. Reign Supreme 04:28
02. Shadow in the Dark 05:15
03. Lord of Lies 05:05
04. This is W.A.R. 04:49
05. Ministry of Thoughts 04:47
06. Shut Up!!! 03:51

Besetzung:

Christian „Chris“ Schoen (bass)
Libuscha „Lilly“ Hruska (voc)
Karl „Carlos“ Heinz Krug (voc & flute)
Ivan (guit & programming)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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