Tales Of Gaia – Hypernova

Band: Tales Of Gaia
Titel: Hypernova
Label: Fighter Records
VÖ: 04.09.2017
Genre: Second Hand Metal
Bewertung: 1/5
Written by: Daniel

tales-of-gaia-hypernova-album-artworkIch hätte wetten können, Alwin und die Chipmunks sind nach Italien ausgewandert. Doch hier sind Katalanen am Werk, und die sind bei Fighter Records. An sich eine coole Kollaboration, denn das kleine Label hat schon so manche gute Veröffentlichung herausgebracht.  Aber diese hier ist, gelinde gesagt und um Fäkalsprache auszusparen, ein Griff in das Klo. So wird dat nix mit der Unabhängigkeit. Bevor ihr weiterlest, hört Euch die Hörprobe unten an!

Auch Toleranz hat Grenzen, in diesem Fall die des guten Geschmacks.
TALES OF GAIA sollten vielleicht mal das eine „I“ durch ein „Y“ ersetzen, um den Hörer vorzuwarnen. Hier wird in sämtlichen 10 Liedern nebst der zwei Extrasongs alles wiedergekaut, was Rhapsody, Ivanhoe, Labyrinth, Helloween und Gamma Ray je gespielt haben. Hinzu kommt der Gesang von Néstor Català, den ich zuerst für eine minderjährige, erkältete Sängerin hielt. HYPERNOVA ist Pustekuchen, es gibt keine Spannungsbögen, kein positiv im Gedächtnis bleibender Moment. So hart es klingt, aber auf einem übersättigten Markt bin ich anhand solcher Alben pappesatt. Und so unfähr es auch erscheint, wer solche Alben auf die Metalgemeinde loslässt, der muß auch das Echo ertragen. Auf FakeNews und das andere Ding (Begriff vergessen) möchte der Rezensent nun aber fortan verzichten und bietet daher ein poetisches Meisterstück auf dem Niveau des ihm vorliegenden Ausstoßes:

Erlösung soll der Einklang Prelude to Salvation bringen,
doch ahnt man hier schon von schlimmen Dingen.
Keep The Dream Alive macht die Befürchtung wahr,
der Retortenweichspülmetal ist nun da.
In Soldiers Of The Light führt mich anfangs ein knackiges Riff zum Lichte,
doch die restlichen 4:24 Minuten machen alles wieder zunichte.
So bin ich gefangen im Hyperspace, in ewiger Dunkelheit,
man singt „Runaway, runaway!“, ich renne zum Player und die Skiptaste mich befreit.

City Of Dreams ist dann nicht übel,
doch in der Nähe bleibt der Speikübel.
My Right To Live gilt, jedoch nicht für dieses Lied,
und die Knights Of Heidelberg erschüttern weder Mark noch Glied.
Genauso originell wie nachfolgende Zeile ist Wings Of Fire,
denn bei dem Geschwurbel fällt mir nichts mehr ein und der Titel geht mir auf die Eier.

Ach wäre ich doch nur Thousand Miles Away,
damit ich mich nicht weiter mit diesem Helloween – Abklatsch quäl`.
Bei Flamma Ardet gehen alle Lichter aus und es fehlt mir wieder mal ein Reimer,
dafür ist er voll, der Abfalleimer.
Und den mach` ich nun erst einmal leer,sonst muß ich die Bonüsse aufkehren.
Buy or die? Oh lieber sterben oder, wie geschehen, wehren!

Trackliste:

01. Prelude to Salvation
02. Keep the Dream Alive
03. Soldiers of Light
04. Hyperspace
05. City of Dreams
06. My Right to Live
07. Knights of Heidelberg
08. Wings of Fire
09. A Thousand Miles Away
10. Flamma Ardet
11. Black Symphony
12. Black Standards

Besetzung:

Néstor Català – Gesang
Raul Moriana – Gitarre, Keyboard
Javi Carrillo – Gitarre, Hintergrundgesang
Carlos Leonardo – Bass
Sergi Sabater – Schlagzeug
Miguel Clemente- Keyboard

Tales Of Gaia im Internet:

Tales Of Gaia @ Facebook

Tales Of Gaia @ Bandcamp

Tales Of Gaia @ YouTube

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Heemoat is doa, wo man mey ok mett un ohne Wäertere vastäej`n duet un de Liede sick trei jewliem, sinn un nich doa, wo man häekoam`n däet.