The Offering – Home

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Band: The Offering
Titel: Home
Label: Century Media
VÖ: 02/08/2019
Genre: Crossover Metal
Bewertung: 5/5

Die Stilbeschreibung dieser Newcomer lässt zunächst Schlimmes befürchten: Denn wer von Black/Death über Thrash und Power Metal bis hin zu Nu Metal und Hardcore alles in einem Song abdeckt,  läuft Gefahr, sich zu verzetteln und nichts als chaotischen Lärm zu fabrizieren.
Als Fan der Traditionsstahl-Sektion ging bei mir im ersten Höreindruck der Abwehrreflex an. Aber jetzt hatte ich das Promo nun mal am Tisch, und musste da objektiv durch.

Meine Erkenntnis daraus lautet, dass THE OFFERING richtig geile Songschreiber und fantastische Musiker sein müssen. Tatsächlich werfen die Amerikaner all diese Zutaten nicht einfach in einen Topf, sondern können auch damit kochen, und kreieren überaus rund schmeckende und komplexe Delikatessen aus diesen Gegensätzen. Wie PANTERA-Grooves, SLIPKNOT-Getrümmer, Hardcore-Gebolze, Breakdowns und eingängige Power Metal – Melodien  einen (mehr als) funktionierenden Song bilden, ist schon eine Achterbahn für sich. Und die Strapazen werden regelmäßig mit fettem, aber keineswegs ausgelutschtem Chorus belohnt. Wenn die Jungs dann mit dem abschließenden Titelsong „Home“ noch in einer Viertelstunde dem Prog-Metal eine Testosteron-Kur verabreichen, ist mir das auch als Old School Fan lieber als Legionen von Tribute Bands, die hilflos im Windschatten von Maiden ihre uninspirierten Dudelspiralen exerzieren.

Ein fettes Brett, mit dem die Genre-Grenzen regelrecht verprügelt werden. „Lovesick“ und „A Dance With Diana“, insbesondere freilich der titelgebende halsbrecherische Überlängensong, sollten unbedingt genossen werden. Fantastisch komplexer und dabei eingängiger Extrem-Crossover mit tollen Melodien und kübelweise Brutalität, der auf Radio und Konventionen gleichermaßen pfeift.

Tracklist

01. Waste Away
02. Lovesick
03. Ultraviolence
04. A Dance With Diana

05. Failure (S.O.S.)
06. Hysteria
07. Glory
08. Home

Besetzung

Alexander Richichi – Vocals
Nishad George – Guitar
Spencer Metela – Bass
Steve Finn – Drums

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About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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