Band: Thunder 
Titel: Rip It Up
Label: earMUSIC
VÖ: 10.02.17
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Thunder - Rip It Up album artwork, Thunder - Rip It Up album cover, Thunder - Rip It Up cover artwork, Thunder - Rip It Up cd coverZwei Jahre nach ihrem tollen Werk „Wonder Days“ kehren die britischen Rockhelden von Thunder zurück und legen mit „Rip It Up“ ihre Fortsetzung vor. Während „Bang“ noch eher Southern Rock lastig geklungen hat, besinnt man sich beim neuen Silberling eher den klassischen Hard Rock und Heavy Rock Wurzeln. Das macht viel Laune und ruft die klassischen Fans auf sich hier zusehends den Klängen hinzugeben. Nicht gänzlich wurden die Southern Elemente von Bord gejagt, wohl im Kontrast zu den Vorgängern merklich in den Hintergrund gerückt. Wenn man ebenso vorrangig dem klassischen Hard Rock hold ist, hat man nichts von der Klasse verloren. Vielmehr baut man stark auf dieses Konzept und rockt gekonnt die heimische Bude.

Die erdigen Soundansätze gehen sauber ins Gehör und das unterstreicht die Extranote des Sounds von Thunder. Während andere klassische Helden schnell in die Trickkiste greifen und das Ganze zu klar Verwursten, baut man hier auf einen mehrheitlich kernigen Sound der tief unter die Haut geht. Bedeutet des Weiteren auch nicht, dass man zu rau klingt und nur den erdigen Sounds den Vorzug lässt. Nein, die Briten verstehen es ein breites Gemisch dem Hörer schmackhaft zu machen und da schreckt man ferner vor leichten Melodiegängen nicht zurück. Dominierend ist sicherlich der genannte, erdige Sound, dieser ist aber reichhaltig aufgewertet worden, sodass es im Mischkonzept sehr wuchtig aus den Boxen zu dröhnen beginnt. Das steigert meiner Meinung nach ungemein das Hörgefühl und dem rockigen Spaßfaktor mit diesen Briten. Hat es bis dato unausgesetzt getan und wird es desgleichen weiterhin tun.

27 Jahre und Danny Bowes und seine Mannen haben nichts verlernt, eher im Gegenteil, weiterhin vermögen sie die Rockgemeinde amtlich zu unterhalten. Dieses mal vorherrschend mit astrein klassischem Hard Rock, dafür umso stärker. Der Garant dieser Band ist immer, dass sie nicht am Fleck stehen bleiben, sondern gelungen eine Vielzahl von Arrangierungen umdrehen, sodass es nicht bloß zusehend neu wirkt, nein teilweise einfach wie nach einer Verjüngungskur strotzen ihre Rocksongs und machen viel Laune.

Zuletzt sei noch der Anteil der balladesken Sounds genannt. Thunder verstehen es ebenfalls in diesem Bereich nicht die Schmalzpaste darüber zu schmieren und somit schnell ein Love Nümmerchen zu kreieren. Nein in diesem Bereich zeigt man abermals, dass man es versteht eine erdige Soundpalette einzusetzen. Als Visitenkarte sei hier „Right From The Start“ genannt, welches mich so abgöttisch an Queen Nummern erinnert das es mir die Kinnlade nach unten klappen lässt. Ein tolle Nummer, die wiederholt dementsprechend tief unter die Haut geht sodass man eine Gänsehaut bekommt.

Fazit: Thunder haben erneut viel in einen Topf geworfen und alles auf eine Karte gesetzt. Die Rechnung geht auf und die Karten wurden richtig ausgespielt. Rock Full House auf ganzer Linie!

Tracklist:

01. No One Gets Out Alive
02. Rip It Up
03. She Likes The Cocaine
04. Right From The Start
05. Shakedown
06. Heartbreak Hurricane
07. In Another Life
08. The Chosen One
09. The Enemy Inside
10. Tumbling Down
11. There’s Always A Loser

Besetzung:

Danny Bowes (voc)
Luke Morley (guit & voc)
Harry James (drums)
Ben Matthews (guit & keys)
Chris Childs (bass)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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