Band: Toseland
Titel: Cradle the Rage
Label: Metalville/Rough Trade
VÖ: 15.04.16
Genre: Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Was macht man als ehemaliger Zirkusentertainer? Ganz klar Rock oder Metal. Zumindest traf dies bis dato auf Fozzy zu, wo Chris Jericho abseits des Wrestlingzirkus agierte. Was macht man nun ein ehemaliger, erfolgreicher Motorsportler? Nun in Österreich wäre man der Beisitzer von Heinz Prüller. James Toseland hat sich das wohl eher anders gedacht und agiert mit seiner Rockband Toseland. Nicht minder überzeugend wie sein Wrestling Ponton Chris Jericho, dies konnte man schon vorab mit einigen Snippets und Clips feststellen. Somit wurde das von ihm vorgelegten Rockbike mit wohl einer Art Superbezin getankt oder? Nun man wird sehen sobald die schwarz-weiße Zielfahne geschwungen wird.

Keine Frage, solche externen Einsteiger im Rock/Business haben es insofern schwer, weil man sie immer mit ihren alten Glanztaten vergleicht, obwohl dies ja nicht möglich ist. Auch wird solchen Personen immer gleich der Wind aus den Segeln genommen, denn man biedert sich ja an und so weiter. Nun dies hat der ehemalige Biker absolut nicht nötig. Anbiedern tut er sich überhaupt nicht und seine Art des Rocks wurde von ihm und seiner Mannschaft recht fluffig aufbereitet. Die mehrheitlich sehr modern wirkenden Songs, wirken für mich an und ab oftmals wie eine neuere AOR Ausrichtung. Doch auch vor kleineren traditionellen Schritten schreckt man nicht zurück. Dies unterstreicht durchgehend, dass wir es hier sicherlich nicht mit einer Eintagsfliege zu tun haben, sondern mit einer sehr ernstzunehmenden, neuen Rockband.

Geschwindigkeit ist gut gepaart, mit guten Querverstrebungen sodass das Material nicht zu einfach gestrickt klingt. Ein sehr guter Schachzug, welcher durch die Bank zu überzeugen weiß. Die sehr stimmigen Rocksongs sind sicherlich durchdachter, brauchen aber auch nicht ewig bis sie sich entfalten.

Was bleibt ist eine sehr gute Rockbrise, sicherlich nach oben hin Luft und Freiraum offen, aber im Grunde genommen ein sehr animierliches Rockscheibchen.

Fazit: James und seine Mannen haben hier eine durchaus gute, teils sehr facettenreiche Rock-Kost parat. Stimmige Melodien, als auch zahnige Durchreißer lassen viel Laune aufkommen. Somit ist das Gaspedal noch nicht ganz durchgedrückt, aber der richtige Gang ist bereits eingelegt.

Tracklist:

01. Too Close To Call
02. Puppet On A Chain
03. Living In A Moment
04. Fingers Burned
05. Stranger Things
06. We’ll Stop At Nothing
07. Never Love Another
08. Livin’ A Lie
09. Waiting For The Answers
10. Nothin’ You Can Do About It
11. Cradle The Rage

Besetzung:

James Toseland (voc & keys)
Zurab Melua (guit)
Ed Bramford (guit)
Roger Davis (bass)
Joe Yoshida (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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