Band: Treat
Titel: Ghost of Graceland
Label: Frontiers Music SRL
VÖ: 15.04.16
Spielart: Melodic Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Treat feierten mit „Coup De Grace“ eine fulminante Rückkehr. Nach gut 6 Jahren stehen die legendären Melodic Rocker nun mit „Ghost of Graceland“ auf der Matte. Man zeigt sich laut Gitarristen Anders Wikström reifer. Ja mag schon stimmen, aber den Groove haben die Jungs immer noch gut drauf. Vor allem ist es bei so Melodic Rock Sachen immer so eine Sache, wenn es zu glatt poliert klingt, ist das immer eine Dudelsache. Dem verwehren sich die Jungs auch im neuen Jahr. Vor allem die Rhythmusfraktion wurde sehr groovig produziert. Das Verleiht den Songs die gewisse Extranote.

Das Melodic Rockkonzept mag wohl das gleiche sein wie schon vor fünf Jahren. Klingt aber nichts selbstkopiert, sondern mit spitzfindigen, frischen Fragmenten gut ausgestattet. Die orchestralen Einleitungen, vor allem beim Opener sind eine Wucht und lassen das Konzept als merklich verspielter rüber kommen. Nur nicht zu viel des Guten und diese Waage halten die Burschen, oder sagen wir es so betagten Melodic Rocker gekonnt. Man mag zwar in die Jahre gekommen sein, aber was das Musik machen betrifft haben die Herrschaften nichts an Klasse oder Charme verloren.

Als gutes Vorzeigeobjekt wie eben eine gereifte, sehr gut aufgemachte Melodic Rockkost klingen soll wird hier gut unterstrichen. Die Mehrheitlich treibenden, erdigen Rocklinien geben noch eines drauf und die von mir genannte Grooveeinfädelung bietet genügend Freiraum für den Rocker in alten Glanztagen dieses Genres zu schwelgen. Wenn wir hier noch mehr dieser Formationen hätten, die ähnlich ins Gefecht gehen würden, ja dann hätten wir hier eine durchaus aufkeimende Revolution zu vermelden.

Die Harmonie zwischen klassischen Fragmenten des Genres und klitzekleinen, sehr kantigen Neuerungen sind einfach göttlich anzuhören. Dazu noch die Stimme des Fronters, welche einem Joey Tempest in nichts nachsteht, da darf man schon kreischen wie ein weiblicher Teenie. Zeitlose Rockmusik für Zeitlose Leute heißt es auch Anno 2016, denn die Jungs tschingeln hindurch und versetzten den Rockfan durchaus in Staunen. Hier kommt man vollends auf seine Kosten.

Fazit: Die sechs jährige Wartezeit hat sich ausgezahlt, denn Treat schöpfen wieder aus den Vollen und zelebrieren ein Programm das sich gewaschen hat. Respekt, denn obwohl man sich schon selbst zum alten Eisen zählt, kann man dies von der vorliegenden Musik überhaupt nicht behaupten.

Tracklist:

01. Ghost Of Graceland
02. I Don’t Miss The Misery
03. Better The Devil You Know
04. Do Your Own Stunts
05. Endangered
06. Inferno
07. Alien Earthlings
08. Nonstop Madness
09. Too Late To Die Young
10. House On Fire
11. Together Alone
12. Everything To Everyone

Besetzung:

Robert Ernlund (voc)
Anders Wickstrom (guit)
Jamie Borger (drums)
Pontus Egberg (bass)
Patrick Appelgren (keys & guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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