Band: Tremonti
Titel: Dust
Label: Fret12-Records
VÖ: 29.04.16
Genre: Alternative Metal

Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Das man auch abseits der großen Band in der man mitwirkt Erfolge feiern kann, hat in den letzten Jahren deutlich und unverkennbar Mark Tremonti mit seinem Solo Projekt bewiesen. Der gute Mark hat es doch glatt geschafft, vor allem bei uns stets als Alltime Favorit zu punkten. Grundsubstanzen aus dem Alter Bridge, wie auch Creed Lager waren dabei zwar erkennbar, dennoch wurde eine sehr schöne, breite gefächerte eigenständige Musik vorgelegt. Nach dem fulminanten Vorgänger geht es in der Erfolgshistorie mit „Dust“ weiter. Besser gesagt es soll weiter gehen, was für mich eigentlich schon vorab eher nebensächlich war, denn es ist wie es ist. Der gute Mark schafft einfach eine breite Linie des Alternative Metal. Von guten, teils grenzgenialen Linien des Genres wird hier kein Kommerz geboten, sondern eine sehr spitzfindig eingefädelte Brise. Somit kein Ausverkauf, sondern ehrliche Musik die kein pushen notwendig hat.

Mr. Tremonti lässt mit seinem Team die Musik für sich und eben sein Soloprojekt sprechen. Deutlich melodischer kommt man dieses mal über den Ozean angeschippert, dennoch werden auch satte Groove Linien zum Bersten geboten. Eine sehr knackig produzierte Scheibe lässt schon bei den ersten beiden Tracks des Albums viel Hitpotential walten. Die sehr eingängigen Melodien wurden mit guten, teils etwas technisch aufgemachten Groove Attitüden versehen, was eben die bisherige Herangehensweise des Masterminds nicht nur bestätigt, sondern weiterhin mehr als nur geschmackvoll schallen lässt.

Die eingängige Kreativität für die Mark bekannt ist, wir diesesmal noch weiter ausgereizt und das macht einfach die Laune aus, mit der man die Songs von Tremonti aufnimmt. Ein zahniger, teils sehr thrashiger Groove Nackenbrecher gesellt sich mit „Once Dead“ ins Konzept. Schwungvolle Ablöse, welche mit vielen guten Breaks und Wechselparts etwas progressiver ins Gehör geht.

Somit ist es einfach erneut gelungen, die Band hat bereits im ersten Drittel was vorzulegen, was einfach grenzgenial ist. Dennoch sollte man nicht so schnell walten, denn oftmals passiert es, das im hinteren Drittel sich Pausenfüller verbergen. Bei dieser Band war und ist das niemals der Fall. Besonders das rockige „Never Fall“ ist hier als komplette Kehrtwendung zu sehen. Teils idyllisch, teils sehr traditionell rockend macht dieser Wechsel auch sehr viel Sinn und weiß auch binnen Zehntelsekunden zu gefallen. Doch auch mit dem stimmigen Rausschmeißer „Unable to See“ ist ihnen ein tolles, romantisches Lied geglückt das einfach zum Zurücklehen einlädt. Sehr traurig wirkend, aber dazu animierend sofort die Scheibe wieder von vorne absuzpielen.

Die gesetzte Duftmarke ist deutlich melodischer und das passt aber gekonnt zum Konzept dieser Band. Nicht nur weil die Melodie die Oberhand bekommen hat, was auch super anzuhören ist. Nein weil man es auch versteht die bekannten Groove Roots erneut ins Material reichlich einzubauen. Das klingt nicht nur vielschichtiger, sondern um Ecken interessanter. Wenngleich auch die Vorgängeralben stets eine Sache der Interesse für sich waren.

Somit heißt das Konzept Anno 2016 schneller, melodiöser, aber auch streckenweise härter und das geht ungemein gut ins Gehör.

Fazit: Mit „Dust“ wurde abermals ein Meistereich von Tremonti geboten. Während viele Alternative Kollegen die Kraft ausgeht und eben die Klangvielfalt, wissen Mark und seine Mannen wie man es besser macht.

Tracklist:

01. My Last Mistake
02. The Cage
03. Once Dead
04. Dust
05. Betray Me
06. Tore My Heart Out
07. Catching Fire
08. Never Wrong
09. Rising Storm
10. Unable To See

Besetzung:

Mark Tremonti (voc & guit)
Eric Friedman (guit)
Garrett Whitlock (drums)
Wolfgang van Halen (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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