Band: Triptykon
Titel: Melana Chasmata
Label: Century Media Records
VÖ: 2014
Genre: Black/Death/Thrash/Doom Metal
Bewertung: 5/5
Written By: Robert

Gerne erinnere ich mich daran zurück, als man sich als junger Metaller den Samstag damit vertrieb, bei Bier und Pizza und der letzten Aufnahme des MTV Headbangersball den Abend vertrieb. Was das mit Thomas Gabriel Fischer oder besser gesagt Tom G. Warrior zu tun hat? Nun ganz einfach bei den Clips waren immer auch einige von Celtic Frost bzw. Hellhammer dabei. Nun vor vier Jahren wurde das Projekt Triptykon ins Leben gerufen. Ehrlich, viele alte Fans der Vorgängerbands konnten damit eben nicht viel anfangen, denn Mister Fischer greift eben mit seinem neuen Baby ganz andere Sachen auf, welche wohl von Celtic Frost beispielsweise mit dem Dreizack gejagt worden wären. Der Einstand „Eparistera Daimones“ liegt nun vier Jahre zurück und mit „Melana Chasmata“ steht nun der zweite Streich ins Haus. Das Tom mit zu den bahnbrechenden Black/Extrem-Metal-Pionieren gehörst steht außer Frage und auch beim neuesten Werk ist dies sehr stark rauszuhören. Teilweise erinnert mich das Ganze oftmals an eine etwas harschere und bessere Version von Venom und so weiter. Während die Briten wohl eher an der kauzigen und sehr forschen Vorstellung genährt haben, serviert uns der Schweizer Kollege hier eine deutlich bessere Version. Die ganz leichten Thrash Attitüden donnern amtlich und vorbei, zumindest scheint es ist die Urphase der Entstehung. Mag mich vielleicht täuschen, aber will man sich weit mehr zurück zu den Wurzeln berufen? Zumindest wenn es das neue Material betrifft ist dies meiner Meinung nach eine berechtigte Frage. Somit dürften wohl auch die alten Fans der ersten Bands des Herrn wohl wieder Gefallen an dem finden was der werte Warrior hier auf einen Silberling gebannt hat. Die Querverstrebungen zwischen Black Metal, Doom, wie auch Thrash Metal sind gut gelungen und zeigen einfach, warum man den Schweizer eben zu den Pionieren zählt. Wer, wenn nicht er könnte hier einfach deutlich den Nagel so fest einschlagen. Die Fusion ist einfach grandios und zaubert ein grau schattiertes Klangbild in die heimischen Wände. Leichtere diabolische Einflüsse hieven das Ganze auf eine höhere Ebene. Die Perfektion schlechthin? Was mich betrifft auf alle Fälle, denn der Musiker zeigt hier eine so weitgeschichtete Fusion der Urklangkunst der schwarzen Färbung die sich einfach gewaschen hat. Währen viele Kollegen hier scheitern unterbreitet uns die Schweizer Band, wieso sie ob nun mit neuem, wie auch Vorgängerbands zu den Helden der Schwarzwurzelszene gehört. Kommen wir nun zu dem wohl größten Knackpunkt des Albums. Die Frauenstimme, gut für mich durchaus ein berechtigter Einsatz, welcher die Mischung, wie auch viele Abrundungen besser rüber kommen lässt. Für den rassigen Black Metaller ist dies wohl eher ein bestreichen seiner Stulle, die er nicht unbedingt braucht. Dies muss er aber mit sich selber ausmachen, denn dieser Einsatz passt einfach zu den Passagen bestens und somit unterstreicht man doppelt das künstlerische Verständnis, welches sich wohl als langanhaltendes Potential hinter diesem neuen Projekt verbirgt.

Fazit: Mister Fischer scheint wieder amtlich Blut geleckt zu haben und ist sich trotzdem seiner Einflüsse, wie auch Neuerungen im Sound bewusst. Dieses Album ist einfach eine Melange in Sachen Black, Doom und Death Metal Elementen die man als Fan sich antun muss. Ein drum herum gibt es hier nicht, denn solch eine Mixtur, wie wir es auf dem neuesten Werk der Schweizer bekommen wird wohl so genüsslich und superb aufbereitet wohl lange nicht mehr anrattern. Pflichtkauf schlechthin.

Tracklist:

01. Tree of Suffocating Souls 07:55
02. Boleskine House 07:12
03. Altar of Deceit 07:06
04. Breathing 05:47
05. Aurorae 06:17
06. Demon Pact 06:06
07. In the Sleep of Death 08:10
08. Black Snow 12:25
09. Waiting 05:54

Besetzung:

Tom Gabriel Warrior (voc, guit & programming)
V. Santura (guit & voc)
Norman Lonhard (drums)
Vanja Slajh (bass)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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