Band: Votum
Titel: Time Must Have a Stop

Label: Insanity Records
VÖ: 2008
Genre: Progressive Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Aus Polen stammt die heutige progressive angehauchte Formation die ich euch vorstellen möchte. Die Jungs nennen sich Votum und existieren seit 2002. Die Warschauer Herrschaften zelebrieren zwar Progressiven Metal und dennoch verstricken die Burschen weit mehr als dies. Power Metal und einige melancholische Gothic Anleihen vereinen sie in ihrem Sound. Maciej Kosinski (voc), Aleksander Salamonik (guit), Adam Kaczmarek (guit), Zbigniew Szatkowski (keys), Bartek Turkowski (bass) und Adam Lukaszek (drums) haben bereits eine Demo mit dem Namen „Bow the Sound“ (2002) veröffentlicht und nun sind sie unter dem Banner von Insanity Records zurück und haben im Gepäck „Time Must Have a Stop“.

Mit einer Wildwasserfahrt der Gefühle wird der erste Track eröffnet. „Me in the Dark“ verkörpert wirklich Ängste von Personen und dieses Gefühl hat man detailgenau musikalisch umgesetzt. Dennoch nicht nur melancholische Rhythmen mit ruhigeren Anleihen wie zu Beginn wehen einem um die Ohren, nein auch etwas treibende Power Metal Trademarks holen einen immer wieder zurück ans Tageslicht und lassen die Nummer nicht zu schwermütig klingen. Die sehr orchestrale Beendigung ist einfach superb in Szene gesetzt und weis zu gefallen. Bei „The Pun“ setzt man etliche Eckpfeiler zu den englischen Jungs von Anthema, dennoch so progressive packen es die Polen hier nicht an. Eher ein sehr gefühlvoller Track mit etlichen raueren Ausbrechern und klaren Keyboardstrukturen wurden hier auf den Silberling gepackt. Sehr doomig und schleppen mit einem sägenden Gitarrenspiel eröffnet nun „Passing Sears“. Um Ecken zackiger und stampfender donnert die Truppe hier aus den Boxen. Verspieltheit steht zwar immer wieder an der Tagesordnung, dies machen aber Votum äußerst dezent und so wird man hier nicht gleich von musikalischer Überladenheit überfordert. Ruhig und beschaulich geht es nun bei „Train Back Home“ weiter. Sanfte, ruhigere Klänge zur Entspannung schallen hier aus den Lautsprechern, die einen zärtlich streicheln. Die eingeschlagene Richtung behält man bei und hat dadurch eine sehr schöne, sanfte Nummer für entspannten Genuss parat, welcher trotz der lieblichen Anleihen nicht zu kitschig wirkt. Die Sanfte Linie wird auch zu Beginn von „The Hunt Is On“ weiter verfolgt, doch hier wird etwas temporeicher gearbeitet. Im Gesamten wirkt das Ganze durch die Echolinien sehr düster. Genau darauf baut man weiter auf und die Gitarren klingen hier wie doomige und Black Metal lastige Mischung. Dennoch auf das gewisse Maß an Verspieltheit will man nicht verzichten und selbiges wird hier etwas mehr vom Tastenmann und den Gitarristen geboten. Alles in allem hat man eine breite Palette aus progressiven und bombastischen Elementen parat die man etwas unter den Power/Melodic Metal Deckmantel genommen hat. Mit dem sehr stattlichen Sound dröhnt dies bei voller Lautstärke in seiner vollen Pracht aus den Boxen. Ruhige, klassische Klavierklänge und ein sanfter Gesangsbeitrag eröffnen nun „Away“. Viel melancholisches und balladeskes Flair wird hier versprüht. Generell haben die Polen einen guten Griff was das Thema Gefühle betrifft und dies setzen sie immer wieder sehr gut musikalisch um. Erst ab dem zweiten Drittel setzen wieder die sägenden Gitarren ein und machen das Ganze zum Ende hin deutlich düsterer und schleppender, als auch Gothic lastiger. Wie ein Blitzschlag schlägt nun „Look at Me Now“ ein. Der Track wurde mit einer sehr temporeichen Rhythmusfraktion ausgestattet. Den gewissen Zacken an Härte liefert uns die Mannschaft mit etlichen Growleinsätzen. Vor allem durch die bunte Mischung aus Melancholie und flotteren, härteren Trademarks weis diese Nummer zu Glänzen und wird dadurch zu meinem persönlichen Favoriten. Den längsten Track hat man an die letzte Stelle gesetzt. „Time Must Have a Stop“ wurde der Track getauft und beginnt einmal mehr mit einer sehr schönen, klassischen Klaviereinleitung. Eine sehr monumentale Nummer haben die Herrschaften hier geschaffen. So verbinden sie all ihre Trademarks in den 10:50 Minuten langen Song und hier lässt man nochmals alles den Wildwasserfluss der Gefühle runter rudern. Toller Abschluss für ein sehr gutes Album das weit mehr zu bieten hat als nur progressiven Metal.

Fazit: Hier bekommt der Fan von gefühlvollen, als auch härteren Songs die Bescherung. Eine genaue Einstufung ist äußerst schwierig, da die Jungs sich immer wieder sehr Crossover durch ihr Machwerk spielen.

Tracklist:

01. Me in the Dark 06:05
02. The Pun 05:09
03. Passing Sears 04:28
04. Train Back Home 06:02
05. The Hunt Is On 06:52
06. Away 05:55
07. Look at Me Now 05:49
08. Time Must Have a Stop 10:50

Besetzung:

Maciej Kosinski (voc)
Aleksander Salamonik (guit)
Adam Kaczmarek (guit)
Zbigniew Szatkowski (keys)
Bartek Turkowski (bass)
Adam Lukaszek (drums)

Internet:

Votum Website

Votum @ Facebook

Votum @ Lastfm

Votum @ MySpace

Votum @ Twitter

Votum @ YouTube

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close