Band: Wartime
Titel: Solar Messiah
Label: Selfreleased
VÖ: 2012
Genre: Technical Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Technical Thrash Metal wird uns in feinster Weise von den Herrschaften von Wartime geboten. Die aus Sofia stammende und seit 1997 existierende Combo darf man aber auch durchaus als Progressive Metal Band bezeichnen, wenn auch eben von einer thrashigen Art und Weise. Mit „Solar Messiah“ liegt das nunmehr Zweitlingswerk in Sachen Full Length Alben vor mir und hier gilt es aufgepasst und genauer rein gehört. Bei solch technischen Kapellen ist es einfach so, ein lockeres reinhören ist hier eher hinderlich und so muss man sich auch für die Bulgaren etwas mehr Zeit nehmen. Es ist nicht ganz so schlimm wie bei vielen anderen Bands ähnlicher Färbung, allerdings nur so locker reingehört zünden auch bei diesen Vertretern die Stücke nicht. Erst nach einigen Durchläufen umwirbt man uns und die Gedankengänge der technischen Freaks werden einem deutlich klarer. Vor allem die sphärischen Untermalungen finde ich persönlich sehr schön und gut eingesetzt. Diese lockern das ansonsten doch eher härtere Programm gelungen auf. Auch eine gewisse Beigabe aus dem Power Bereich ist nicht von der Hand zu weisen, dennoch überwiegt doch der modern angehauchte, progressive Thrash Metal deutlich mehr. Die Wechselthematiken im Gesangsbereich sind ebenfalls gelungen, wie eben auch die Mischkultur der Soundpassagen. Hier wird einerseits oftmals etwas länger im melancholischen Eck verweilt, bevor es mit superben push forward Effekten wieder amtlicher zur Sache geht. Viel Ideenreichtum und Farben Vielfalt wurde ins Konzept genommen, dennoch wird der Bogen nicht überspannt oder gar überladen uns die Jungs mit zu langatmigen Ausflügen. Gut kombiniert und auf ein superbes Maß und Ziel reduziert sind die technischen Leckerbissen ungemein wohltuend für das Gehör.  Das Griffbrettmahl seitens des Gitarristen ist unglaublich und lässt durchaus einige Vergleiche zu Sylosis zu. Zwar nicht komplett bzw. hundertprozentig, doch wie gesagt bei einigen Einlagen sind eben Vergleiche durchaus legitim. Die Burschen aus dem Osten wissen einfach wie eine breite gefächerte Attacke des modernen Thrash Metal klingen muss und dabei zeigen sie ihr Goldhändchen und durch den Output hindurch wurden die Stücke ordentlich verfeinert bzw. ergänzt. Ob es nun sachtere Melodien sind, oder einfach technischen Eskapaden, hier bleibt kein Stein auf dem anderen. Unglaublich wohltuend wurden die Passagen und Songs mit pfiffigen Überleitungen versehen und so sieht man sich vor einer breiten Musiklandschaft, welche man begeistert begutachtet bzw. bis in die hintersten Fantasien beim Hören gerne infiltriert.

Fazit: In allen Sequenzen und Facetten muss man als Progressive Fan der härteren Schiene das Machwerk unbedingt an testen. Feinste Würzungen und Erweiterungen machen diesen Output zu einem wohltuenden, opulenten Mahl, dem man sich nicht verschließen sollte.

Tracklist:

01. Dreams Of Pale
02. The Deepest Fear
03. Sanity
04. For One Moment In Time
05. Memories
06. Inner Sight
07. Endless Horizon
08. God’s Sun Hours
09. Solar Messiah
10. The Day Of No Return
11. Palette Of Grey

Besetzung:

Ivan Ivanov (voc)
Stan „Stumpy“ Stancheff (voc & guit)
Antonio Mitov (bass)
Velizar Bolchev (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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