Band: Watain
Titel: The Wild Hunt
Label: Century Media Records
VÖ: 2013
Genre: Black Metal
Bewertung: 5/ 5
Written by: Heimo Zlöbl

Gut 3 Jahre ließen die schwedischen Blasphemisten rund um Satan persönlich Erik Danielsson auf den Nachfolger des Erfolgsalbums „Lawless Darkness“ warten.

Watain haben sich ja in den letzten Jahren wirklich in die „Königsklasse des Underground“ gespielt – so könnte man es durchaus nennen. Ein gewonnener Grammy ist für eine Black Metal Band ja wirklich ein Erfolg, mit dem man nicht unbedingt rechnet.

Provokation, Musik jenseits jeder Massentauglichkeit, literweise Teufelsblut und der zarte Duft des Todes – das neue Verkaufsmodell? Egal – nun zum Musikalischen

Mit „Night Vision“ fängt „The Wild Hunt“ so an, wie “Waters of Ain” “Lawless Darkness” beendet hat – mit einem epischen Meisterwerk, obwohl der Opener zwar nicht direkt mit dem Voralbum-Outro verglichen werden kann. Somit ist De Profundis der erste echte Song, der auch schon ganz schön ins Gaspedal tritt. Black Flames March ist das gehörte pure Böse, herrliche Riffs, ein erster Ohrwurm, dem die Vorabsingle All That May Bleed folgt. Der Song hat im Vorfeld für einige Diskussion gesorgt – a) auf dem ersten Hören Watain-untypisch b) nach einigen Hördurchläufen dann doch ziemlich typsich schwedisch-kalt c) ungewohnt progressiv für Watain – eine Hommage an Dissection?

The Child Must Die – Kawummm, sind das noch Watain? Das ist purer Schweden-Death der 90er mit Eriks unverkennbarem Gekeife. Die nächsten 8 Minuten werden nachdenklich, düster und eisig kalt – They Rode On – untypischer Cleangesang, Akustikgitarren, ein wunderschön, ja fast romantisches Solo – ein absolutes Highlight, aber mit Sicherheit auch DIE Diskussionsbasis unter den Watainfans – True oder Untrue – scheißt drauf!

Sleepless Evil holt den Teufel wieder aus seinem Schlaf, gibt wieder ordentlich Gas. Klirrende Gitarren, todbringendes Gekrächze, bitterböse Drums – ein Werk, wie es schon oft aus dem Lager von Watain getönt hat. Der Titeltrack selbst erweist sich als würdiges Lob an Eriks Idolen Bathory – herrliches Riffing, tolle schwarze Stimmung. Outlaw thrasht im Highspeed-Bereich, bevor es Ignem Veni Mittere wieder ruhig und episch zugeht. Ein perfektes Schlusslied – nicht bei The Wild Hunt.

Kein ruhiges Ende, sondern ein krachender Schluss wird mit Holocaust Dawn geboten. Lärmend, episch düster ganz im Stile von Lawless Darkness’es Malfeitor – so beenden Watain ihre Jagd nach totem, vergammeltem Fleisch.

Ein polarisierendes Meisterwerk – mehr braucht man zum 5. Album der Schweden eigentlich nicht zu sagen. Viele neue Fans werden kommen, einige „true“ Fans werden gehen – alles in allem gehen Watain aber den richtigen – nämlich ihren Weg und pfeifen auf Vorgaben und Rumgetrue.

Tracklist:

01. Night Vision 03:38
02. De Profundis 04:33
03. Black Flames March 06:20
04. All That May Bleed 04:41
05. The Child Must Die 06:04
06. They Rode On 08:43
07. Sleepless Evil 05:37
08. The Wild Hunt 06:20
09. Outlaw 05:07
10. Ignem Veni Mittere 04:39
11. Holocaust Dawn 07:07

Besetzung:

E (voc)
H (drums)
P (guit)
S (guit)
A (bass)

Internet:

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