Band: Wintryfrost
Titel: Demo
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Gothic Metal
Written by: Robert
Bewertung: 3/5

Wenn man den Namen Wintryfrost liest könnte man vielleicht glauben hier handle es sich um eine Pagan Metal Band. Nun einen gewissen Einfluss hat der hohe Norden sicher auf das Songwriting von Giorgio Orani (all arrangements & instruments) gehabt. Erst in diesem Jahr hat sich der Mastermind des Soloprojekts an die Arbeit gemacht das angestaute Songmaterial auf einen Silberling zu stanzen. Ohne jegliches Plattenlabel hat der Italiener das in einer sehr professionellen Art und Weise getan. Bin sicher nicht der Freund von Instrumental Scheiben, doch der Virtuose aus dem Land des Stiefels hat ein gewisses Flair in seine Songs einfließen lassen die auch totalen Verweigerern von Instrumental Cd’s gefallen könnte. Bereits mit seinen alten Freunden von So Cold konnte er einiges an Erfahrung sammeln. Auch mit seinem neuen Baby und dem Demo dazu bahnt er sich einen sehr ähnlichen Weg.

Mit einem sehr düsteren Intro wird das Machwerk eröffnet und der Name steht genau fast für das was da aus den Boxen dröhnt. Sehr nordisch ist diese Einleitung geworden, obwohl man das ganze um einige Ecken mit elektronischen, als auch orientalischen (asiatischen) Spielereien erweitert. Gute Einstimmung, mit einer ganz passablen Produktion. „My Magdalene“ dröhnt gleich vom Fleck weg äußerst Gothic Rock like. Gute rotzende Gitarren, werden von sanftem Klavierspiel begleitet. Warum sich der Virtuose nicht für sein Projekt um einen Sänger/in umgeschaut hat ist mir schleierhaft. Genau für starke, weibliche Fronter wäre dieser Track ausgerichtet. Dennoch kann man das Stück ganz beschaulich auf sich wirken lassen und wird immer wieder durch die rockigen Ausbrecher aufgerüttelt, bevor einige Arrangements im Bereich orchestrale, bombastische Komplettmischung für den beruhigenden, verwöhnenden Part sorgen. „Maryrs“ wird im ähnlich angesiedelten Genrestyle nachgeschoben, wobei alles hier etwas düsterer und dunkler aus den Boxen dröhnt. Somit können düstere Seelen zu dem Stück ganz passabel abtanzen. Als Zusatz gibt es einige stärker dominierende, elektronische Erweiterungen. Sehr ruhig und sanft ist der Beginn von „Safe in the End“ ausgefallen. Die sanfte Seite wird zwar weiterhin beibehalten, wobei man dies aber mit einer etwas flotteren Geschwindigkeit vollzieht. Rockige Klänge vermischen sich immer wieder mit einigen klassischen Spielereien in Form von Klaviergeklimpere. Der absolute Hammer sind die Solis, die wenn man es nicht besser wüsste wie Violinen spiel klingt. Tolle Soundaufmachung die man hier für uns parat hat. Beim abschließenden „Save these Words“ kommen Freunde von Entspannungsmusik noch einmal vollends auf ihre Kosten. Wie eine warme Meeresbrise schallen hier die Töne in einem Schwall daher und erst nach einer Minute bekommt man etwas flotter dieses Gebräu auf einem Silbertablett serviert. Dass man nicht zu stark in eine Kitschecke driftet, dafür sorgen immer wieder rotzende, erdige Gitarrenriffs.

Fazit: Instrumentalscheiben sind zwar echt nicht mein Ding. Doch das Soloprojekt von Wintryfrost macht durchaus Sinn, auch wenn ich hier empfehlen würde für kommende Scheiben sich mit einem Gesangsakrobaten zu verstärken, würde das Ganze etwas erweitern und auf eine neue Stufe heben.

Tracklist:

01 Intro
02 My Magdalene
03 Martyrs
04 Safe in the End
05 Save these Words

Besetzung:

Giorgio Orani (all arrangements & instruments)

Internet:

Wintryfrost @ Facebook

Wintryfrost @ ReverbNation

Wintryfrost @MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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